WikiWomenCamp 2012 – „It feeds my curiosity“ – warum Frauen in der Wikipedia aktiv sind

Vom 23. bis 25. Mai 2012 fand in Buenos Aires (Argentinien) das WikiWomenCamp statt. Das Camp war das erste seiner Art und wurde anlässlich des vielgenannten „GenderGap“ in der Wikipedia ins Leben gerufen. Nur etwa 13% aller Wikipedianer sind Frauen, das ist ein Ungleichgewicht, dem die Wikimedia entgegenwirken möchte. Doch um Maßnahmen zu formulieren und anzugehen, müssen natürlich zuerst Gründe eruiert werden, warum Frauen nicht in der Wikipedia schreiben, aber auch, was die Frauen, die sich engagieren, dazu motiviert.
Beim WikiWomenCamp war die Aufgabe einer Gruppe von Frauen aus aller Welt, sich genau über dieses Thema auszutauschen. Ein kurzer Bericht über das Thema findet sich auf dem Wikimedia Blog.

Die Gelegenheit war günstig ein paar persönliche Fragen an die anwesenden Frauen zu stellen: Wie war denn ihr Weg in die Wikipedia? Welche Zukunft sehen sie für das Projekt? Was motiviert sie, trotz dem Aufwand, der damit verbunden ist, sich nach wie vor aktiv zu beteiligen – was bekommen sie zurück?

Sue Gardner (USA, Kanada): Exekutive Director der Wikimedia Foundation  – „It feeds my curiosity“

Sues erster Edit in der Wikipedia war die Verbesserung eines Kommafehlers. Obwohl die ehemalige Journalistin dann unwissentlich einige Regelverletzungen begangen hatte, schreibt sie bis heute regelmäßig in der Wikipedia.  Sie findet, dass die Wikimedia Projekte große Bedeutung in der Welt haben und unter anderem einen Bildungsauftrag besitzen. Warum sie sich engagiert und die Wikipedia so faszinierend findet? „It feeds my curiosity“.

Beatriz Busaniche (Argentinien): Unterstützung des Executive Director of Wikimedia Argentina – „You are part of something big“

Beatriz ist Verfechterin der Free Software Community. Für die Professorin ist es wichtig, den Menschen dabei zu helfen, das Vertrauen in sich zu entwickeln, dass auch sie etwas (zur Wikipedia) beizutragen haben. Warum sie sich nach wie vor engagiert, weiß sie selbst nicht so genau, weil sie noch nie darüber nachgedacht hat. Sie findet, weil es großartig ist, dass normale Menschen etwas so Großartiges schaffen können, und somit Teil von etwas Großem sind.

María Sefidari (Spanien): stellvertretende Vorsitzende von Wikimedia España – „Maybe it’s important to someone somewhere in the world“

María findet, dass Wikipedia ein Weg ist Menschen beizubringen, wie man Wissen teilt, aber auch, wie man nach Informationen sucht und sie neutral und gut recherchiert darstellt. María motiviert vor allem, wenn sich Leute bei ihr für einen ihrer Beiträge bedanken. Dann weiß sie, dass sie einem Menschen helfen konnte .“Maybe I made that very small small difference – but hey, I helped“.

 

Weitere Video Interviews mit:

  • Laura Hale (Australien): Wikipedia gives the chance to „develop professional type experiences“ and it is a „great way to show how people do certain things“
  • Siska Doviana (Indonesien): „I don’t want my writing to be wasted“
  • Kounila Keo (Kambodia): „Access to information is the most rewarding element of our lives“
  • Anastasia Lvova (Russland): „Wikipedia gives people not only information but skills“
  • Charlene Foster (Südafrika): Wikipedia means „bringing people together in terms of dicussing environment, students and education“
  • Netha Hussain (Indien): „I got to know a lot of people just because of being a Wikipedian“

Die Interviews wurden geführt von Nathalie Köpff auf dem Camp in Buenos Aires. Vielen Dank an alle Interviewpartner, die sich bereit erklärt haben mir Auskunft zu geben.

 

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