Das BlueSpice-Wiki kommt in die Cloud

Ein wichtiger Meilenstein für die Firmenwiki-Lösung BlueSpice ist die Entwicklung erster Cloud-Angebote bis Ende 2012. Im vierten Quartal dieses Jahres ist es endlich soweit: BlueSpice wird sowohl im Fujitsu Cloud Store angeboten, als auch im Rahmen der Open-Source-Cloud-Infrastruktur der Deutschen Wolke.

Wozu die Cloud überhaupt gut sein soll, welche Strategie wir damit verfolgen und was das konkret den Unternehmen bringt, erklären wir kurz in diesem Blogbeitrag – und natürlich in diesem Video.

Zunächst, was ist die Cloud? Und was bringt sie meinem Unternehmen?

Cloud ist ein Begriff, der für sehr unterschiedliche Konzepte benutzt wird. Historisch ging es darum, verteilte Rechner- und Speicherkapazitäten durch Vernetzung und Virtualisierung bereitzustellen und so die vorhandene Serverleistung effizienter auszunutzen. Daraus entstand irgendwann die Geschftsidee, Serverkapazitäten (Storage, Backup, Virtualisierung etc.) so anzubieten, dass der Kunde nur soviel Platz kauft, wie er tatsächlich braucht. Die Rechnerleistung wächst mit dem Unternehmen mit, ohne dass der Kunde sich um die Infrastruktur sorgen machen muss (Infrastructure as a Service).

Dies war die technologische Grundlage, um auch Anwendungen für Unternehmen in der Cloud anzubieten, – als Mietsoftware (Software as a Service). Wenn man ein Firmenwiki benötigt, gehe ich zum Beispiel in den Fujitsu Cloud Store und buche dort das für mich passende Softwarepaket.

Software as a Service und Infrastructure as a Service sind vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen eine vielversprechende Lösung. Die Anfangsinvestitionen in eine eigene Infrastruktur entfallen. Zeitaufwändige Administrationsarbeiten, wie das Einspielen von Patches und Updates, werden zentral durch einen Serviceanbieter erledigt. Backup- und Sicherheitsaufgaben entfallen ebenfalls.

Was ist der Unterschied zu einem Wiki-Hosting?

Der wesentliche Unterschied zum klassischen Software-Hosting ist darin zu sehen, dass die interessanten Cloud-Services ein ganzes Bündel an Software und Services anbieten, die der Kunde frei kombinieren kann. Im Fujitsu Cloud Store oder in der Deutschen Wolke erhalte ich nicht nur ein Wiki. Das Wiki ist Teil einer ganzen Softwarelandschaft und lässt sich mit einem Zarafa-E-Mailserver oder einem agorum Dokumentenmanagementsystem ergänzen.

Die aktuellen Cloud-Offensiven der verschiedenen Anbieter zielen darauf ab, die verschiedenen Komponenten aufeinander abzustimmen.
Das ist insbesondere für Firmenwikis von Bedeutung, denn ein Enterprise-Wiki ist gerade in Kombination mit anderen Lösungen effektiv. Es dient oft als Klammer für das Wissen, das in einem Dokumentenmanagement, auf einem Fileserver oder in einem Mailsystem aufbewahrt und transportiert wird. Alle diese Komponenten sind nun aufeinander abgestimmt über einen Cloud-Anbieter erhältlich.

Was ist der Unterschied von BlueSpice bei Fujitsu und in der Deutschen Wolke?

BlueSpice gibt es bald im Fujitsu Cloud Store
BlueSpice frei zusammenstellbar im Fujitsu Cloud Store

Fujitsu für individuell skalierbare Firmenwikis:
Im Fujitsu Cloud Store bieten wir BlueSpice vollkommen modular an. Der Kunde kann sich die gewünschten Module (Pakete) frei zusammenstellen. Das Wiki wird hier nach indivudellen Bedüfnissen aufgebaut und angepasst. Eine repräsentative Auswahl an BlueSpice Erweiterungen ermöglicht es, BlueSpice für unterschiedlichste Anwendungen zu nutzen. Zu den angebotenen Paketen gehören beispielsweise [teamwork], das u.a. Workflow- und Gutachterprozesse unterstützt, und [bookmaker], das einen umfangreichen PDF-Export enthält.
Der Kunde zahlt unabhängig von der Nutzerzahl monatlich einen festen Betrag. Fujitsu agiert für den deutschen Cloud Store dabei im deutschen Rechtsraum, jedoch sind die Produkte international skalierbar. Fujitsu, der drittgrößte IT-Dienstleister weltweit, garantiert auch die nötige Sicherheit.

Komplettlösungen von BlueSpice in der Deutschen Wolke
Komplettlösungen von BlueSpice in der Deutschen Wolke

Deutsche Wolke für ausgereifte, schnell verfügbare Komplettlösungen in den Bereichen Wissensmanagement, Qualitätsmanagement und Kollaboration:
Im Cloud-Angebot der Deutschen Wolke stellen wir BlueSpice in abgerundeten Leistungspaketen bereit. Kunden, die eine schnelle Lösung und keine allzugroßen Sonderanpassungen ihrer Software benötigen, bekommen hier das gewünschte Resultat. Ist beispielsweise die IT völlig überlastet, können Kunden hier ihren Fachabteilungen unter die Arme greifen und schnell Lösungen bereit stellen. Wir bieten deshalb zum Auftakt in der Deutschen Wolke drei unterschiedliche Komplettlösungen an:

  • das Starter-Paket  für Wissensmanagement und IT-Dokumentation,
  • das Professional-Paket für Qualitätsmanagement mit Handbuchbedarf und Ausbau interner Kommunikation,
  • sowie das umfangreiche Enterprise-Paket für ein internes Kollaborationsportal mit Social Media, das Gruppenkommunikationen fördert und den Wissenstransfer unterstützt.

Die Preise in der Deutschen Wolke richten sich nach Paket und nach der Nutzerzahl, d.h. unter 50 Nutzern, bis 150 Nutzern und ab 150 Nutzern.
Die Deutsche Wolke bietet Open Source-Produkte mit deutschen Firmen und Ansprechpartner im deutschen Rechtsraum. Das ist unter anderem für öffentliche Einrichtungen interessant.

Weitere Informationen: BlueSpice in der Deutschen Wolke (dort befindet sich auch das Datasheet)

Ist die Cloud sicher?

Es wie immer eine Frage der Anforderungen. BlueSpice-Kunden  erhalten in jedem Fall 100%ige High-End-Rechenzentren – ausfallsicher und hochredundant. Und sie finden eine Softwareumgebung  vor, die mit dem Unternehmen wächst.

Vielleicht noch ein Satz zum Thema Sicherheit. Cloudanbieter leben davon, dass die Daten ihrer Kunden sicher sein müssen. Und sie lassen sich dazu auch von unabhängigen Einrichtungen überprüfen. So hat beispielsweise das Frauenhofer Institut das Fujitsu Cloud Computing begutachtet und dessen hohes Sicherheitsniveau hervorgehoben. Die Cloudsysteme sind sicherheitstechnisch wesentlich besser ausgestattet als es vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen möglich ist. Aber auch große Unternehmen lagern mittlerweile Teile ihrer IT-Infrastruktur aus, da sie von der technologischen Entwicklung im Cloudbereich profitieren wollen.

Open-Source-Software wie BlueSpice bietet daneben den Vorzug langfristiger Investitionssicherheit. Will man die Anwendung in ein Intranet umziehen, ist das kein Problem. Man kann salopp gesagt eine Image-Kopie ziehen und nach Hause nehmen. Und es fallen vor allem keine weiteren Lizenzkosten an. Beim Umzug in ein Intranet, entstehen nur Ausgaben für Umzug und Einrichtung, und eventuell müssen einzelne Zusatzmodule gekauft werden, die auch schon in der Cloud benutzt wurden, und auf die man nicht verzichten will.

In jedem Fall wird die Hallo Welt! ihre Cloudservices auszubauen. Angedacht sind Sonderlösungen für IT-Abteilungen oder Plattformen für öffentliche Wikis. Dazu schon bald mehr.

 


 

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