BlueSpice MediaWiki customizing

Customizing: Wie wir BlueSpice und MediaWiki an die Wünsche unserer Kunden anpassen.

In Kurzinterviews mit unseren Mitarbeitern bringen wir Ihnen Fragestellungen aus dem Arbeitsalltag mit BlueSpice näher. In diesem Artikel widmen wir uns dem Thema Customizing. Ein Interview mit Sabine Gürtler, Team Lead Service & Support bei der Hallo Welt! GmbH.

Sabine, mal in deutscher Sprache: Was versteht man unter Customizing?

Customizings sind in unserem Fall nichts anderes als Anpassungen unserer Wiki-Software BlueSpice, die über den Produktstandard hinausgehen.

Der Kunde hat also die Möglichkeit, BlueSpice nach seinen Wünschen “umzubauen”?

Genau. Nur macht das nicht der Kunde selbst, sondern wir. Spezifische Kundenwünsche sind immer der Ausgangspunkt für ein Customizing-Projekt. Dabei ist es egal, ob unser Kunde ein MediaWiki nutzt oder BlueSpice – quasi die Enterprise-Version von MediaWiki. Unsere Entwickler implementieren auf Kundenwunsch Anpassungen für beide Systeme.

Was genau lässt sich denn im Rahmen des Customizing-Projekts alles anpassen?

Eine ganze Menge. So ist es zum Beispiel möglich in den Standard-Workflow von BlueSpice einzugreifen. Das betrifft z. B. die Veränderung von Regelwerken hinsichtlich der Freigabe- oder der Kommentarfunktion eines Artikels.

Darüber hinaus wünschen sich manche Kunden ein individuelles Interface Design. Kleinere Anpassungen an die Corporate-Design-Richtlinien des Kunden deckt meist unser “Branding Package” ab. Manchmal müssen wir aber einen Schritt weiter gehen, z. B. um unterschiedliche Benutzeroberflächen für Wiki-Admins und Wiki-Nutzer zu implementieren. Ein anderer Kunde betreibt ein öffentliches Medizin-Wiki und möchte sein Wiki im “Look und Feel” einer Website ausliefern. Für uns kein Problem. Wieder ein anderer wünscht sich eine individuelle Wiki-Startseite im “Portal-Look” eines Intranets, um die Mitarbeiter mit speziellen Informationen zu versorgen und zur Nutzung des Firmenwikis zu animieren.

Klingt spannend. Geht da noch mehr?

Auf jeden Fall. Es gibt zum Beispiel Kunden, die sich eine Anpassung oder Erweiterung bestehender Wiki-Funktionen wünschen. Momentan realisieren wir z. B. spezielle Upload-Benachrichtigungen, den PDF-Export diverser Wiki-Seitentypen und eine “Push-and-Merge-Funktion”. Dabei werden Inhalte von einem Wiki in ein anderes übertragen – inkl. automatisierter Prüfung auf redundante Inhalte.

Nicht vergessen darf man beim Thema Customizing die Entwicklung von technischen Schnittstellen zu bestehenden IT-Systemen des Kunden, z. B. in Form von Suchanbindungen an das Intranet.

Aber auch Routinen der Datenmigration oder Synchronisierung lassen sich anpassen. Ein super Beispiel hierfür ist ein Kunde, der sich gewünscht hat, dass Word-Dateien, die auf seinem internen Laufwerk gespeichert werden, automatisch in sein Firmenwiki eingespielt werden. Dies erfolgt über regelmäßige Abgleiche in Form eines “CronJobs”. Du siehst also: Machbar ist fast alles.

Fast alles? Gibt es denn Ausschlusskriterien?

Ja, die gibt es. Da wir sogenannte “Core-Hacks” vermeiden, ist die Voraussetzung für ein Customizing eine entsprechende Schnittstelle (Hook / API) in der Basissoftware, die BlueSpice zugrunde liegt: MediaWiki. Wir greifen nicht in den MediaWiki-Code ein, weil sich sonst Probleme bei Update und Wartung des Systems ergeben würden. Das hätte negative Auswirkungen auf die Stabilität, die Systemsicherheit und die Zukunftsfähigkeit des Systems. Das wollen wir tunlichst vermeiden. Bei kritischen Anpassungswünschen versuchen wird aber immer eine Lösung über Workarounds zu finden. Wichtig ist, dass dabei das Kosten-Nutzen-Verhältnis passt. Wir beraten unsere Kunden natürlich vorab, ob eine Anpassung aus unserer Sicht Sinn macht, oder eben nicht.

Und wie wirken sich Customizings auf das Standardprodukt aus?

Normalerweise werden für Customizings eigene, kundenspezifische Erweiterungen programmiert. Es ist aber so, dass Customizings, die für alle BlueSpice-Kunden nützlich sind, in das Standard-Produkt übernommen werden. Das betraf in letzter Zeit z. B. Usability-Optimierungen, Verbesserungen der statistischen Auswertungen oder eine Vereinfachung des Bildeinfügens im Visual Editor. Bei Anpassungen, sie sehr tief in den Programmiercode eingreifen, prüfen wir ebenfalls, ob eine Standardisierung Sinn macht. Wichtig ist: Die Entscheidung, ob eine Anpassung zum Standard wird, liegt bei uns, der Hallo Welt! GmbH.

O.K. Aber was hat denn der Kunde davon, wenn seine Anpassung zum Standard für alle Kunden wird?

Gute Frage. Der Kunde in Form des Auftraggebers des Customizings profitiert natürlich. Zum einen ist da der Wartungsaufwand. Dieser entfällt bei Übernahme der Anpassung in unsere Standardsoftware. So amortisiert sich die Investition des Kunden in “seine” Anpassung. Sollte eine Anpassung in ähnlicher Form, wie der Kunde sie wünscht, bei uns ohnehin auf der Agenda stehen, beteiligen wir uns darüber hinaus an den Implementierungskosten. Das reduziert den finanziellen Aufwand beim Kunden erheblich. Aber auch langfristig profitiert der Auftraggeber: Durch die Übernahme der Anpassung ins Standardprodukt wird sichergestellt, dass die Funktion kontinuierlich optimiert und weiterentwickelt wird. Gut für die Qualität, gut für den Kunden und gut für uns.

Zu guter letzt: Wie läuft denn ein Anpassungsprozess ab?

Nachdem der Kunde einen Wunsch artikuliert hat, prüft unser Technik-Team den Aufwand. Dann schreiben wir ein Angebot oder legen ggf. einen Alternativvorschlag vor. Bei größeren Anpassungen erarbeiten wir ein Pflichtenheft, welches vom Kunden abgenommen wird. Dies ist dann die Basis für die technische Umsetzung.

Am Ende des Tages ist uns vor allem eines wichtig: Ein Kunde, der genau das BlueSpice Wiki bekommt, das er für den Arbeitsalltag in seinem Unternehmen braucht.

Let’s Wiki together!

 

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Autor: David Schweiger

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