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Zentrale Benutzerverwaltung mit MediaWiki. Die 10 wichtigsten Fragen zu LDAP und Active Directory.

Modern Bouncers
Wer in das MediaWiki reindarf, entscheiden in der Regel zentrale Authentifizierungsserver. Bild: Modern Bouncers von Xxinvictus34535 (CC BY-SA 4.0), via Wikimedia Commons

Die Anbindung an einen zentralen Authentifizierungsserver gehört heute zum Standard eines jeden Unternehmenswikis. In der folgenden Einführung erklären wir die wichtigsten Hintergründe, Abläufe und Begriffe.

Ab einer bestimmten Größe verwalten Unternehmen Benutzer und Benutzergruppen zentral in einer einem zentralen Verzeichnis. Natürlich kann auch MediaWiki an ein solches zentrales Verzeichnis mit Hilfe von LDAP angebunden werden und das Leben von Administratoren deutlich vereinfachen. In diesem und in folgenden Artikeln wollen wir Ihnen die Grundlagen und aktuellen Entwicklungen erläutern.  Wir starten mit ein paar grundsätzliche Fragen. Weiterlesen

go-digital – Jetzt mit uns das neue Förderprogramm nutzen!

LAN-Party
Winter 2004 DreamHack LAN Party, by Toffelginkgo (GFDL, CC-BY-SA-3.0 or CC BY-SA 1.0), via Wikimedia Commons.

Nach einem erfolgreichen Modellversuch im Jahr 2015, der auf Sachsen und das Ruhrgebiet beschränkt war, startete im Juli 2017 das Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie das neue Förderprogramm „go-digital“ bundesweit. Dadurch sollen kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (KMU), einschließlich des Handwerks, befähigt werden, die Digitalisierung ihres Geschäftsalltags voranzutreiben, indem sie kostengünstiger externe Beratungsleistung zur Umsetzung der IT-Projekte in Anspruch nehmen können.

Das Programm umfasst drei Module:

  • IT-Sicherheit,
  • Internet-Marketing und
  • digitalisierte Geschäftsprozesse.

Hallo Welt! ist für die Module „Internet-Marketing“ und „digitalisierte Geschäftsprozesse“ autorisiert worden und unterstützt die Unternehmen von der Analyse und Erstberatung bis hin zur Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen.

Die zu fördernden Unternehmen müssen folgende Kriterien erfüllen:

  • Beschäftigung von weniger als 100 Mitarbeitern,
  • Jahresumsatz oder eine Jahresbilanzsumme des Vorjahres von höchstens 20 Millionen Euro,
  • Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland,
  • Förderfähigkeit nach der De-minimis-Verordnung.

Die Zuwendung wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss in Form einer Anteilsfinanzierung gewährt. Die maximale Anzahl an förderungsfähigen Beratertagen liegt bei 30, es werden 50% des Tagessatzes – der 1.100 Euro nicht überschreiten darf – gefördert.

Kontaktieren Sie uns, wenn Sie von dieser Förderung profitieren wollen. Die Fördermittel stehen erfahrungsgemäß nur begrenzt zur Verfügung.

Tel.: 0941 – 600 80 – 0
E-Mail: sales@hallowelt.com

Kategorien in MediaWiki: Arbeiten mit CategoryManager und CategoryTree

Kategorien helfen beim Sortieren der Inhalte. Bild: Ragesoss, Four colors of pills, CC BY-SA 3.0 oder GDFL, via Wikimedia Commons
Kategorien helfen beim Sortieren der Inhalte. Bild: Ragesoss, Four colors of pills, CC BY-SA 3.0 oder GDFL, via Wikimedia Commons.

Oft reicht eine technisch gelungene Suchfunktion nicht aus um alle relevanten Informationen in einer Dokumentation gezielt wiederzufinden. Wie jede Wissensmanagement-Software bietet auch BlueSpice mehrere Funktionen zur Ordnung und Verlinkung der eingefügten Informationen um so den Nutzer bei seiner Suche zu unterstützen.

Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Kategoriensystem des Wikis und zwei dazu gehörigen Erweiterungen, die die Arbeit des „Wikigärtners“ erheblich erleichtern: dem CategoryManager (Kategorieverwaltung) und dem CategoryTree (Kategorienbaum). Weiterlesen

draw.io für MediaWiki und BlueSpice – Kollaborativ erstellte Zeichnungen

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte - Grafiken im Wiki darstellen mit Draw.io. Bild: CCO Public Domain via Pixabay.
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – Grafiken im Wiki darstellen mit draw.io. Bild: CCO Public Domain via Pixabay.

Dem erfahrenen und kreativen Internet-Autor ist der Diagramm-Editor draw.io schon lange ein Begriff. Er basiert auf einer Webanwendung, die bereits 2005 von dem Unternehmen JGraph als freie Software entwickelt wurde und mittlerweile mit diversen Anwendungen wie z.B. Confluence kompatibel ist.

Auch für Mediawiki steht draw.io als Erweiterung zur Verfügung und bietet umfangreiche Darstellungsmöglichkeiten für Prozesse, aufwendige Flussdiagramme und vieles mehr. Damit erfüllt sich der Wunsch vieler Wiki-User, anschauliche Grafiken wie Ablaufdiagramme, Prozessketten oder Entscheidungsbäume im Wiki zusammen erarbeiten und präsentieren zu können.

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Replace Text – Suchen und Ersetzen im Wiki

CCO Public Domain via Pixabay.
CCO Public Domain via Pixabay.

Beim Umgang mit längeren Texten kommt es nicht selten vor, dass ein häufig verwendeter Begriff falsch geschrieben wurde oder nicht mehr aktuell ist und daher ausgebessert werden muss. Um zu vermeiden, dass man das gesamte Dokument „händisch“ durchgehen und korrigieren muss, gibt es in gängigen Textbearbeitungsprogrammen wie z. B. MS Word für dieses Problem die Funktion „Suchen und Ersetzen“.

Auch für MediaWiki-Nutzer gibt es ein ähnliches Werkzeug namens ReplaceText. Dabei handelt es sich um eine kleine aber leistungsstarke MediaWiki-Extension, die es ermöglicht, nach bestimmten Zeichenkombinationen – also Text, Code oder Leerraum – zu suchen und diese zu ersetzen und zwar sowohl innerhalb der Wiki-Artikel selbst als auch in den Artikeltiteln. Es gibt außerdem die Option, komplexe Mustererkennungsalgorithmen in Form von regulären Ausdrücken für die etwas anspruchsvolleren Such- und Ersetzungsvorgänge zu verwenden.

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Tagging und Kategorien: Probleme der Verschlagwortung im Web

Bunter Stempelhalter
Thamizhpparithi Maari, A rubber stand, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Fast alle Web-Plattformen bieten heute kollaborative Tagging- oder Kategoriesysteme zur Auszeichnung ihrer Informationen an. Wie funktionieren diese Systeme grundsätzlich?

Tagging ist eine intellektuelle Verschlagwortung und Interpretation des Materials, die durch eine gewaltig große Anzahl von Nutzern zu einer effektiveren Suche führt. Ein Nutzer trägt beispielsweise zum Tagging-System bei, indem er für Inhalte, wie z. B. Wikiseiten Schlagworte wie „Tierschutz“, „Marder“, „Otter“ oder „informativ“, sogenannte Tags, vergibt, unter denen der Artikel dann von ihm selbst und von anderen gefunden werden soll.

Dabei können beliebig viele Schlagwörter ganz frei ohne zuvor festgelegte Regeln vergeben werden. Dies schließt allgemeine Kategorien wie »Rezept« und »Fußball«, aber auch beschreibende und subjektive Attribute wie »German« oder »cool« mit ein.

Bei einer großen Anzahl von Nutzern ist es wahrscheinlich, dass sie sich auf sinnvolle und schlüssige Zuordnungen einigen, so dass sich also nach einiger Zeit ein Schlagwortsystem ergibt, das einen für Recherchezwecke brauchbaren Kernbestand an Begriffen enthält. Diese durch gemeinschaftliches Indexieren erstellten Sammlungen von Tags heißen auch Folksonomien.

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Military Wiki: Nutzerprofil, Artikelbewertung und Gamification

Jason Bock arbeitet für das Unternehmen DSA, das hauptsächlich für den IT Support des amerikanischen Verteidigungsministeriums zuständig ist. Eine seiner Aufgaben ist die Betreuung des milWikis, eines Enterprise Wikis für das amerikanische Militär, das 2008 als „interne Online-Enzyklopädie für das US Verteidigungsministerium“ gestartet wurde. MilWiki ist nur ein kleiner Teil der umfassenden Wissensmanagementplattform milSuite, die auch andere Anwendungen wie zum Beispiel Sharepoint oder Jive integriert. Allein das milWiki hat 400.000 Nutzer und beinhaltet mehr als 20.000 Artikel und mehr als 7.000 Kategorien.

Seit 2010 wurde das Wiki durch Semantic MediaWiki und andere Erweiterung wie z. B. Semantic Forms ergänzt, was große Auswirkungen auf die Datenintegrität des Wikis hatte und diese entscheidend verbessert. Weiterlesen

Der Anfang der Schublade – Der Dokumentationsprozess im Firmenwiki

Copyright Card Catalog Drawer
Michael Holley: Swtpc6800, Public domain, via Wikimedia Commons
Eine Dokumentation im Unternehmenswiki hat das Ziel, dass die Mitarbeiter firmeninterne Informationen gezielt wiederfinden. Das Sammeln, Ablegen und Ordnen dieser Informationen ist idealer Weise kein Selbstzweck, sondern in besonderem Maße auf die Suchbedürfnisse der anderen Nutzer angepasst.

Verlassen sich die Wikiautoren allein auf eine technisch gelungene Suchfunktion, anhand der die Artikel im Volltextmodus gefunden werden können, verzichten sie auf viele wichtige Wiki-Funktionen und Methoden, die dem Suchenden das Auffinden von relevanten Informationen erheblich erleichtern, z. B. das Anlegen von Begriffsklärungsseiten (Disambiguierung) oder Weiterleitungen bei synonymen Begriffen.

Genau mit diesen Methoden der Wissensrepräsentation werde ich mich in den folgenden Blogartikeln beschäftigen. Die Reihe orientiert sich an dem Namen von David  Weinbergers „Das Ende der Schublade“ und möchte die (Gegen)-These vertreten, dass selbst im Web 2.0- Zeitalter mit seinen hochgelobten Tagging—Systemen, die quasi unkontrolliert von einer Massen von Usern aus einem sehr subjektiven Blickwinkel erstellt werden, inhaltlich geplante und zentral gepflegte Ordnungssysteme in vielen Organisationen eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen.

Das heißt jedoch nicht, dass ich eine Rückkehr in das Bibliothekszeitalter propagiere, in dem ein einsamer Dokumentar über seine von oben vorgegebene, starre Signaturordnung wacht. Im Gegenteil: Das Spannende an der Ordnung im Wiki ist die Tatsache, dass nicht nur die Erstellung des Inhalts in die Hände von „Amateuren“ gegeben wird, sondern auch das Handwerk des Bibliothekars mit all seinen komplexen Aufgabestellungen. Und die Realität zeigt, dass es in den meisten Fällen gut funktioniert!

Die Wikigärtner in den jeweiligen Unternehmen eignen sich aus einer sehr praktischen Perspektive Kenntnisse der Ordnungslehre, Sprachwissenschaft und Computerlinguistik an, um der Informationsflut Herr zu werden und werden damit zu Experten für die Wissens-, Informations- und Kommunikationsstrukturen in ihrer Organisation.

Den Einstieg in dieses Thema widme ich der grundlegenden Fragestellung,  wie eine (ideal)-typische Erstellung eines Wikiartikels aussehen könnte.
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Corporate Wiki – Wie Unternehmen mit Mehrsprachigkeit im Wiki umgehen (u.a. Fallstudie Hager Group)

Von Anja Ebersbach und Markus Glaser
Im ersten Teil unseres Themenschwerpunktes „Mehrsprachigkeit in Wikis“ haben sich unsere Kollegen der allgemeinen Frage gewidmet „Mehrsprachigkeit in einem Enterprise Wiki – Internationalität als Hürde bei MediaWiki?„. Wir wollen nun konkrete Beispiele aus den Erfahrungen mit unseren Kunden ergänzen. Insbesondere dient die Hager Group als Fallbeispiel.

Übersetzung vs. Lokalisierung kollaborativ erstellter Inhalte

In international aufgestellten Firmen ist es üblich, eine offizielle Sprache, meist Englisch, zu verwenden. Eine firmenweite Sprache ist grundsätzlich nötig, um eine reibungslose Kommunikation zwischen den Standorten zu ermöglichen. Im Kontext des Wissensmanagements besteht ein Vorteil auch darin, dass der Aufwand für Pflege der Inhalte begrenzt bleibt, der ansonsten von Übersetzungsbüros oder durch entsprechend motiviertes Personal aufgefangen werden muss.

Für kollaborativ erstellte Inhalte ergeben sich jedoch einige Herausforderungen:

  • Die Nutzer sind nicht ausreichend sicher in der Verschriftlichung der Firmensprache. Dadurch ergeben sich zusätzliche Schreibhürden, die den kollaborativen Prozess entscheidend stören können.
  • Wissen ist teilweise lokalisiert und nicht für verschiedene Länder verallgemeinerbar. Ein Beispiel sind rechtliche Vorschriften wie das deutsche Gleichstellungsgesetz.
  • Die Normierung auf eine Sprache erfolgt unter Umständen nicht freiwillig, sondern aus Sachzwängen oder per Management-Direktive.
  • Es sind ungewollte Desintegrationstendenzen feststellbar: Diejenigen, die nicht sicher oder selbstbewusst genug im Englischen sind, werden ausgeschlossen. Dadurch kommt es zu einer Festigung von Hierarchien und Machtstrukturen.

Aus unserer Erfahrung mit diversen Projekten zeigt sich, dass die Mehrsprachigkeit bei der Einführung von Wikis immer ein großes Thema ist. Inhalte in der eigenen Sprache bieten einen inhaltlich „individuellen“, niederschwelligen Einstieg und berücksichtigen die sozio-kulturellen Kontexte der Nutzer.

Im Hinblick auf die Inhalte ist zwischen zwei Formen der Internationalisierung zu unterscheiden: Entweder die Inhalte beschreiben den gleichen Sachverhalt und werden zwischen den Sprachen übertragen (Übersetzung), oder die verschiedensprachigen Artikel sind nicht deckungsgleich, sondern landesspezifisch angepasst (Lokalisierung).

Beispiele für die drei Standardlösungen

Im Bereich der Wikis können drei Patterns ausgemacht werden, mit deren Hilfe diese Problematik angegangen wird: Weiterlesen

Reife Firmenwikis – Herausforderungen im späteren Prozess- und Wissensmanagement

Ein Beitrag von Markus Glaser und Anja Ebersbach.

Viele Foschungsarbeiten beschäftigen sich mit der Einführung von Wikis in Unternehmen. Was passiert jedoch nach der erfolgreichen Einführung, wenn das Wiki eine gewisse Reife erreicht hat?
Auf welche Problemstellungen sollte man sich gefasst machen, um darauf adäquat reagieren zu können? Der Beitrag arbeitet anhand des etablierten TOM-Modells, das um die Dimension „Content“ erweitert wird, thesenartig einige markante Herausforderungen heraus, die sich in späteren Stadien der Wikinutzung stellen.

Erweiterung des TOM-Modells um die Dimension „Content“

Das TOM-Modell postuliert einen „ganzheitlichen“ Wissensmanagement-Ansatz. Dem Modell liegt die Annahme zugrunde, dass Wissensmanagement-Initiativen nur dann dauerhaft erfolgreich sein können, wenn alle drei Dimensionen – Technik, Organisation und Mensch – berücksichtigt werden [BWP97].

erweitertes TOM-Modell
Erweitertes TOM-Modell für die Wikinutzung

Da die Nutzung eines Wikis – im Vergleich zu beispielsweise einem Blog oder einem Social Network – im erhöhten Maße eine Auseinandersetzung mit der Definition und der Ordnung der Inhalte erfordert, ist die Einführung einer weiteren Dimension „Content“ für dieses spezielle System angebracht. Content umfasst alle Fragen, die sich mit der Benennung, Strukturierung und Zuordnung von Informationseinheiten beschäftigen, wie z. B. die Kategorisierung.
Die Übergänge aller vier Aspekte zueinander sind fließend. So sollte zum Beispiel die Frage einer Migration von Inhalten in ein Wiki sowohl von der technischen und organisatorischen als auch von der inhaltlichen Perspektive heraus betrachtet werden.

Problemstellungen reifer Wikis in den vier Dimensionen

Vorläufig verstehen wir unter dem Begriff „gereifte Wikis“ Installationen, die nach der Pilot- oder Einführungsphase mindestens ein Jahr lang regelmäßig editiert wurden. Als empirische Grundlage dienen dabei Wiki-Installationen u.a. bei der IBM Deutschland, IHK Darmstadt, Voith IS und HAVI Logistics IS. Diese werden von den Autoren im Rahmen ihrer Arbeit bei der Hallo Welt! – Medienwerkstatt GmbH betreut.

1. Technik

Technologischer Wandel vs. eingespielte Arbeitsprozesse

Auch Wikisysteme müssen in gewissen Abständen aktualisiert werden. Bei Minor Updates und bei Upgrades kommt es zu einer Veränderung der Funktionalität. Das Einspielen zusätzlicher Erweiterungen oder Änderungen an der Systeminfrastruktur verlangen aber auch Änderungen der Verhaltensmuster. Damit zieht jede technische Neuerung ein neues Werben um Akzeptanz nach sich. Das Selbstverständnis der Wiki-Communities ist berührt. So können häufige technische Änderungen nicht nur Verbesserung von Arbeitsabläufen bedeuten, sondern auch zu Vertrauensverlust und Unsicherheit bei den Nutzern führen, wenn die Erwartungskonformität leidet. Weiterlesen