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„Die Digitalisierung zwingt uns, die Unternehmensorganisation neu zu denken“

By rzv - Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=24295116
By rzv – Own work, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Prof. Dr.-Ing. Hartmut F. Binner ist Vorsitzender der Gesellschaft für Organisation e.V. (gfo) und Geschäftsführer der Prof. Binner Akademie in Hannover. Er gilt als führender Spezialist für das Geschäftsprozessmanagement. Angesichts der Digitalisierung sieht er erheblichen Handlungsbedarf für das Management. Ein Interview.

 

Konzentration auf die horizontale Wertschöpfungskette

Frage: Herr Prof. Binner, Sie sagen, durch die neuen Informationstechnologien wird es zunehmend notwendig, das Businessmodell in Prozessform zu definieren. Warum ist das so? Was hat sich geändert?

Hartmut F. Binner
Prof. Dr.-Ing. Hartmut F. Binner

Prof. Binner: Die neuen Informationstechnologien „Cloud Computing, Big Data, Enterprise Mobility, Social Business“ unterstützen diese Entwicklung durch Ihren Fokus auf die horizontale Wertschöpfungskette.

Tayloristisch ausgerichtete Organisationsstrukturen können aufgrund der ausgeprägten Arbeitsteilung und den vielen daraus resultierenden Schnittstellen mit dem dazugehörigen Spezialistentum und der auftretenden Bürokratisierung nicht den zurzeit ablaufenden dynamischen Veränderungsprozessen durch Globalisierung, Preisdruck, kurze Produktlebenszyklen und steigenden Kundenanforderungen den Ansprüchen an eine wettbewerbsfähige Organisationsstruktur standhalten.

Der notwendige Veränderungsansatz ist eine Neuausrichtung der gesamten Unternehmensentwicklung und -gestaltung entlang der Wertschöpfungskette über Organisations- und Systemgrenzen hinweg.

Der strukturelle Aufbau eines Unternehmens muss sich an den betrieblichen Prozessen orientieren. Dabei erfolgt eine Schwerpunktverlagerung des Unternehmensgeschehens vom Abteilungs- und Bereichsdenken hin zum Prozessdenken mit dem Mitarbeiter als Mitdenker und Mittelpunkt der Geschäftsprozesse; dies verbunden mit einem hohen Gestaltungs-, Verantwortungs- und Entscheidungsspielraum. Traditionell gewachsene Bereichs- und Funktionsgrenzen werden zugunsten einer durchgängigen Betrachtung der Prozesse aufgebrochen.

Integration der IT-Einzellösungen

Frage: Unsere Kunden nutzen Wikis sowohl für agile Wissensmanagement- und Dokumentationsplattformen. Aber sie nutzen sie aber auch zunehmend für – redaktionell sehr reglementierte – Betriebs- und Qualitätshandbücher. Man könnte sagen, als vor einigen Jahren Web 2.0 Einzug in die Unternehmen hielt, ging es den Unternehmen um offene Kommunikationsräume für Neues und Innovatives. Aktuell will man den permanenten Veränderungsprozessen und der Informationsflut wieder Herr werden. Machen Sie ebenfalls diese Beobachtung? Gibt es da eine Pendelbewegung? Oder was passiert gerade in der Organisationsentwicklung?

Prof. Binner: Auch die vorhandenen Dokumentenmanagementsysteme (DMS) oder Enterprise Content Management Systeme (ECM) entwickeln sich prozessorientiert im Sinne von Enterprise Information Management weiter. Weiterlesen

Hilfe für Wiki-Autoren – BlueSpice for MediaWiki integriert Textoptimierung von LinguLab.

Regensburg – Die Hallo Welt! GmbH integriert LinguLab in ihrer MediaWiki Business-Distribution BlueSpice for MediaWiki, um Wiki-Autoren beim Verfassen verständlicher, prägnanter und suchmaschinenoptimierter Texte zu unterstützen. Mit einem Klick soll zukünftig die Möglichkeit bestehen, Wikitexte in BlueSpice mit Hilfe von LinguLab zu analysieren und zu verbessern.

BlueSpice for MediaWiki erweitert die Software der Wikipedia zum Firmenwiki. Damit gelingt es Unternehmen, ein zentrales Wissensportal und Dokumentationssystem zu schaffen. Viele Unternehmen nutzen Wikis als Dokumentationsplattformen ihrer Fachthemen. Expertenwissen wird gesammelt und Mitarbeiter können jederzeit auf gewünschte Informationen zurückgreifen. Allerdings stellt die Formulierung von geeigneten Texten für viele Mitarbeiter eine Herausforderung dar.

„Das beste Wissen nutzt einem Unternehmen aber nichts, wenn es nicht verständlich aufbereitet ist“ so Michael Ballweg von der Lingulab GmbH. „Unverständliche und schlecht strukturierte Wiki-Einträge blockieren den Wissenstransfer von Experten zu Laien.“

LinguLab hilft Wiki-Autoren deshalb, verständliche und online-gerechte Texte zu erstellen. Weiterlesen

Oberpfalz wird Wiki HotSpot

Regensburg – Die oberpfälzer MediaWiki-Spezialisten Hallo Welt! GmbH und gesinn.it bauen eine neue Generation von Unternehmenssoftware, die Funktionen von Business-Applikationen und Wikis kombiniert. Beide Unternehmen haben eben eine Vertriebs- und Entwicklungskooperation unterzeichnet. Ziel ist die Integration der MediaWiki-Distribution BlueSpice und der semantic::apps.

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Sichere Webanwendungen…

…sind nicht ganz einfach zu erstellen. Eine große Hilfe ist jedoch das gleichnamige Buch von Mario Heiderich, Christian Matthies, Johannes Dahse und fukami, erschienen bei Galileo Computing, das ich eben mit großer Begeisterung gelesen habe. Es ist wirklich ansprechend geschrieben und hat eine schöne Narration. Die ersten 400 Seiten hab ich am Stück durchgearbeitet, es war – soweit das bei einem Computerbuch geht – richtig spannend.

Die Autoren geben zunächst eine Einführung in die Problematik anhand einiger konkreter Beispiele. Danach nehmen sie sich die relevanten Bereich einer Webanwendung vor, z.B. Parameterübergabe, Dateiuploads, Formulare, Redirects, Sessions, usw. usf., erklären die Angriffsmuster und geben wertvolle hinweise, wie man diese verhindern kann. Schön ist auch, dass sie nicht mit Einschätzungen sparen, so dass man als Leser ein Gefühl dafür bekommt, was der mögliche Schaden und wie hoch das Angriffsrisiko ist. In den folgenden Kapiteln werden Sicherheitsvorkehrungen während der Test- bzw. Pflege- und Erweiterungsphase besprochen. Das letzte Drittel des Buches beschäftigt sich ausführlich und sehr detailreich mit den einzelnen Angriffstechniken, die man mithilfe zahlreicher Links und bereitgestellter Beispielseiten auch gleich testen kann.

Ich hatte das Gefühl, zur Zielgruppe zu gehören, sowohl vom Vorwissen, das vorausgesetzt wird als auch von den besprochenen Technologien PHP, MySQL und JavaScript her. Das Niveau ist teilweise sehr hoch, aber das hat mich in diesem Fall eher angespornt, mich in die Thematik weiter reinzudenken. Ich fand gut, dass die Trends der Webentwicklung wie z.B. WYSIWYG-Editoren aufgegriffen wurden. Habe mehrere A4-Seiten an Erkenntnissen vollgeschrieben und Antworten auf einige Debatten gefunden, die wir intern auch schon geführt haben. Das einzige, was ich vermisst habe, ist ein Glossar. Es werden doch einige Fachbegriffe und Abkürzungen verwendet, die zwar im zweiten Teil des Buches ausführlich erklärt werden, bei denen mir aber ein Dreizeiler ab und an gut weitergeholfen hätte. Dennoch: Habe mich sehr gefreut, mal wieder ein richtig gutes Entwicklerbuch zu lesen, habe einiges gelernt und vieles wieder aufgefrischt und kann das Buch uneingeschränkt zur Lektüre empfehlen.

Enterprise 2.0 von Michael Koch und Alexander Richter erschienen

Es ist bereits die zweite Auflage: Das Buch von Koch und Richter richtet sich an jene, die wissen wollen, was Social Software ist und wie diese nutzbringend im (internen) Unternehmenskontext eingesetzt werden kann. Es gibt nicht weniger als 21 Fallbeispiele zu bestaunen.

Eins wurde von Markus Glaser, Martin Mosler und Anja Ebersbach beigesteuert. Es geht um die Herausforderungen mehrsprachiger Wikis in Unternehmen. Ein Thema, das uns hier noch intensiver beschäftigen wird.

Michael Koch/Alexander Richter (Hg.): Enterprise 2.0. Planung, Einführung und erfolgreicher Einsatz von Social Software in Unternehmen, 2. Auflage, München: Oldenbourg Verlag, 2009