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Die Top 10 MediaWiki-Skins

Kiwix für Android
Maximale Mobilität und responsives Design sind die zentralen Anliegen der MediaWiki-Skin-Entwicklung. Bild: Kelson, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons.

Wir haben uns einmal umgesehen, was derzeit an interessanten Skins für MediaWiki angeboten wird und präsentieren hier die aus unserer Sicht zehn wichtigsten. 

Zuvor ein paar Worte zu MediaWiki und Skinning generell. Beim Vergleich von neuen MediaWiki-Skins stößt man immer wieder auf drei Themen:

  1. Mobile: Wie unterstützen die Skins mobile Anwendungen? Viele Skin-Entwickler setzen auf Standard-HTML-, CSS- und JavaScript-Frameworks wie Bootstrap oder Zurb, um responsive „Mobile First“-Skins zu entwickeln.
  2. Navigation: Die Orientierung auf Mobile hat erhebliche Konsequenzen für das Layout und Design. Es wird „flacher“. Die Bearbeitungsfunktion rücken in den Hintergrund, um die kleinen Bildschirme nicht zu überladen und die Komplexität zu reduzieren. Damit werden die Seiten für Web-Auftritte attraktiver und die „Mobile-First“-Skins sind – speziell für den Leser – schöner.
    Der Poweruser, der mit dem Wiki arbeiten will, findet solche Skins eher problematisch, weil er nur über Zusatzklicks an für ihn wichtige Funktionen kommt.
  3. Semantic-Unterstützung: Viele Wikis nutzen Semantic MediaWiki, um mit Metadaten zu arbeiten. Einzelne Skins integrieren Funktionen der dazugehörenden semantischen Erweiterungen in den Skin oder passen das Design so an, dass es zu keinen optischen Brüchen kommt.

Sehen wir uns einfach mal ein paar Skins an.

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Eine neue Website und die Frage: Was wollten wir eigentlich tun?

Man fragt sich ja, ob es irgendjemanden interessiert, warum wir eine neue Webseite kriegen. Andererseits habe ich mich schon oft gefragt, was sich Leute bei Ihrer Webseite so alles gedacht haben und wie sie vorgegangen sind. Das wird ja gern als Firmengeheimnis gehandhabt.

Abschied vom Provisorium

Für uns war die neue Website, die in wenigen Tagen online geht, zunächst nur ein großer Meilenstein in unserem Redesign. Die alte Seite war gut, aber eben eins der berühmten Provisorien, die ewig halten. Vor unserer ersten Cebit 2007 musste einfach schnell eine zweisprachige Seite her. Über Nacht. Jaja. Mit Unternehmerromantik hat das nichts zu tun. Mit Typo3 wurde in wenigen Tagen ein Entwurf von Radovan Kubani aus dem Boden gestampft.

hallowelt.com - noch
hallowelt.com – noch

Zweifellos eine originelle und schöne Seite, aber auf Dauer nicht sinnvoll erweiterbar. Alles sehr bunt. Die Navigation blieb unübersichtlich und man konnte keine Kampagnen organisieren. Die Seite spiegelte uns nicht mehr wieder. Wir hatten uns verändert, die Webseite, unser wichtigstes Aushängeschild, aber nicht. Es war ein Elend.

Naja, so ein wenig in mich hineingeärgert habe ich mich dann doch, weil die augenfällige Ironie unseres Slogans „Einfach alles besser wissen“ immer wieder auf Missverständnisse stieß. Die Businesswelt kann schamlos humorfrei sein.

Planungen

Also wurde neu angesetzt. Die Themen für die Webpage wurden erfasst. Michaela Hanke schrieb ein Storyboard. In heißen Diskussionen an der Kneipen-Theke wurden dann radikale Ideen gesponnen. Aber sie fielen unter den Tisch, weil die unsere Kapazitäten begrenzt sind und mit den radikalen Ansätzen die wesentlichen Verbesserungen nicht erreicht wurden. Wir wollten auf jeden Fall:

  • Eine Schärfung unseres Auftritts und die Reduktion der Stilelemente
  • Einige Stil-Elemente von Hallo Welt! weiterführen (man glaub nicht wie lange man um einen braunen Streifen herumdenkt)
  • Eine einfache und intuitive Navigation
  • So wenig Text wie möglich – die detaillierten Informationen sollen nur noch als PDF zum Download bereitstehen

Nun hatte unsere Hallowiki-Webseite ein geniales Design. Leider konnten wir es nicht weiterführen, weil plötzlich alle Softwareanbieter ungefragt mit Gras daherkamen (wir waren früher dran – ehrlich). Mit Grausen denk ich an den Cebit Stand von SAP, die ernsthaft auf ihren lackweißen und monströsen Messestand mit Gras-Streifen beklebt hatten.

hallowiki.de
hallowiki.de

Und wie das so ist, wenn man an einer Ecke zupft, stürzt auf einmal alles auf einen ein. Wir mussten feststellen, dass Webauftritt und Vertriebspublikationen miteinander harmonisiert werden mussten. Wir brauchten eine neue Verschränkung von innen und außen; also auch hier ein neues Konzept. Dann sollte die Anbindung an die Web 2.0-Welt neu organisiert werden – übrigens keine schlechte Idee für eine Web 2.0 Firma. Und so kamen dann Broschüren mit einem neuen Text- und Designkonzept, das auch auf der Webseite verwendet wurde.

Finale, endlich

Schließlich hat sich Radovan hinter sein Indesign geklemmt. Thomas Lorenz hat ein neues Typo3 aufgesetzt, mit Layout und Funktionalität bestückt; Nathalie Köpff die Inhalte übertragen und Texte geschrieben. Radovan machte den Feinschliff und ich selbst kämpf hier noch mit den letzten Texten. Es ist wirklich schön, in dem Format zu schreiben. Aber es zieht sich, weil die Hallo Welt ja auch ihren inhaltlichen Schwerpunkt verlagert und wir unsere Beratungskompetenzen in den Vordergrund stellen wollen. Das soll alles irgendwie da rein, wo bewusst kein Platz mehr ist. Denn die Nutzer sollen nicht mehr scrollen müssen.

So, und was jetzt dann in den nächsten Tagen zu sehen sein wird, wirkt dann vielleicht sogar unspektakulär. Aber für uns war es ein wichtiger Schritt in der Konzentration auf das Wesentliche. Das können nämlich neue Webprojekte – ob nun Wiki oder Webauftritt – auch sein: Katalysatoren für eine Neuausrichtung und Besinnung auf die Frage: Was wollten wir eigentlich tun?

hallowelt.com - bald
hallowelt.com – bald

Aber im Ernst: Ist doch cool geworden, oder?

Seiten beleben mit Frequenzbringern

Handelsübliche Käsetheke. Q:Wikimedia Commons
Handelsübliche Käsetheke. Q:Wikimedia Commons

In ihrem Supermarkt gibt es eine Fleisch- und Käsetheke oder ein Kühlregal. Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass Sie zu diesen Orten, an denen verderbliche Ware verkauft werden, immer durch den ganzen Laden rennen müssen? Ja? Das ist natürlich Absicht. Im Wirtschaftsjargon nennt man das „Frequenzbringer“. Gemeint sind Waren im Sortiment, die besonders günstig sind („Lockangebote“) oder täglich neu eingekauft werden müssen. Sie werden so platziert, dass man an allen Regalen vorbei muss, und dann auf den ganzen anderen Kram stößt, dessen Kauf eigentlich nicht beabsichtigt war. Ein Frequenzbringer kann aber auch ein Bereich sein, in dem es immer Sonderangebote gibt, denken Sie an die bekannten Discounter. Weiterlesen

Eine Frage des Designs

Die Bedeutung von Design und Benutzerfreundlichkeit einer Web-Anwendung wird in Unternehmen oft unterschätzt.Dabei fielen die ersten Web 2.0- Plattformen im WWW nicht zuletzt durch zwei Merkmale auf.

  • „Rich user experience“: Es macht Spaß mit den Anwendungen zu arbeiten, weil sie hinsichtlich der Benutzerfreundlichkeit durchdacht sind.
  • Eine spezifische Web 2.0-Ästhetik (Spiegel-Effekte, leichtere und freundliche Designs etc.)

Die Seiten sind optisch auf ihre Zielgruppen hin optimiert. Sie bieten oft sogar eigen kleine Tools, die aus der Seite etwas Besonderes machen und den Wiedererkennungswert erhöhen.

Sollen nun aber Wikis oder Social Networks in Unternehmen eingeführt werden, als Erweiterung im Intranet, haben Design und Layout oft gar keinen Stellenwert. Techniker sind da ja generell eher schmerzfrei 🙂 Und wenn Marketing eingeschalten wird, gleicht die Seite schnell allen anderen Tools im Intranet.

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