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Ein neues BlueSpice Modell

BSP Screen

Auf unserer Strategieklausur Anfang Januar haben wir uns für 2015 und 2016 ein paar Ziele gesetzt. Die wichtigsten betreffen die MediaWiki-Distribution BlueSpice. Das erfolgreiche Produkt wird nun richtig Open Source und bietet somit für Kunden und Partner neue Perspektiven.

100% Subskription, ein Produkt, keine Module mehr.

Wir entwickeln nach fünf Jahren das BlueSpice Dienstleistungsmodell weiter. BlueSpice wird künftig in einer einheitlichen Distribution vertrieben. Das bedeutet, dass die kostenpflichtigen Zusatzmodule in einer Edition zusammengefasst werden. Die Kunden können so von Beginn an alle Module nutzen. Und vor allem profitieren sie in bislang unbekannten Maß von aktuellen Neuentwicklungen, da fast alle Neuerungen in diese Distribution aufgenommen werden. Das heißt, Neuentwicklungen sind für die Subskriptionskunden jederzeit auf Wunsch verfügbar. Umständliches Nachkaufen entfällt. Und durch den Wegfall der Modulpreise wird der Einstieg in die professionelle Lösung deutlich preiswerter.

Parallel wird es weiterhin die beliebte BlueSpice free geben, die im Jahr über 20.000 mal heruntergeladen, sowie in über 130 Ländern und in über 20 Sprachen genutzt wird. Die Free behält den bisherigen Leistungsumfang und bleibt der ideale Einstieg in das kollaborative Wissensmanagement.

Wachstum und Verbreitung unterstützen

Warum tun wir das? Zum einen, weil wir es jetzt können. Die großen Linux-Distributionen Red Hat und Suse waren schon immer unsere Vorbilder: Im Linux-Umfeld wurden die besten Open-Source-Modelle für Kunden und Entwickler erarbeitet. Aber aus dem Projektgeschäft kommend und ohne Fremdkapital können wir erst jetzt diesen Schritt gehen.
Ein anderer Grund ist, dass wir zusammen mit neuen Partnern das beste Open-Source-Wiki bauen wollen. Und das geht nur mit weitgehender Offenheit, technisch und ökonomisch. Das Modulsystem hat für uns und unsere Kunden viel geleistet. Doch nun blockiert es uns auf dem Weg, MediaWiki als beliebteste Wiki-Software in Unternehmen weiterzuentwickeln. Ein Modulsystem ist bei weiterem Wachstum für Kunden und Entwickler zu aufwändig und undurchsichtig. Und wir wollen uns nicht in der Verwaltung verlieren, sondern weiter auf die Entwicklung, Integration und Qualitätssicherung konzentrieren.

Radikal Open Source

Auch deswegen öffnen wir radikal die Entwicklung für externe Entwickler. Diese können ab diesem Jahr an allen BlueSpice-Erweiterungen mitarbeiten; auch an den bisher nicht zugänglichen Modulen. Dadurch öffnen wir das Projekt für andere Entwickler, können die Programmierung beschleunigen und die Qualitätssicherung verbessern.
Nicht zuletzt soll BlueSpice mit SemanticMediaWiki (SMW) kompatibler werden, sodass Kunden und Partner nicht mehr die Frage stellen, ob sie sich für SMW oder BlueSpice entscheiden müssen. Beides ist schon heute möglich. Aber Ende des Jahres, sollen die beiden Welten besser verzahnt sein.

Es wird also arbeitsreich und interessant dieses Jahr. Bereits auf der Cebit kann die neue Distribution begutachtet und geordert werden. Danach geht es in definierten Ausbaustufen weiter. In Richtung eines Ecosystems, das man bereits aus anderen Open-Source-Projekten kennt.

Wir freuen uns über jede Unterstützung und Zusammenarbeit.

Dokumente im Wiki verwalten (WebDAV im Wiki)

Ein Wiki ist eine unglaublich flexible Software, die auf die meisten Anwendungsbedürfnisse angepasst werden kann. Viele unserer Kunden verwenden ihr BlueSpice MediaWiki im Bereich Dokumentation. Und hier wachsen nach und nach die Anforderungen. So sind wir gerade dabei das Wiki auch im Hinblick auf das Bearbeiten und Verwalten von Dokumenten neu zu denken.

Diese beiden Ziele verfolgen wir dabei in erster Linie:

  1. Office-Dokumente über Office (Word, Excel…) direkt aus dem Wiki heraus bearbeiten und ohne erneutes Hochladen wieder abspeichern zu können. (Bisher ein Argument für SharePoint, das damit hinfällig ist).
  2. Dateien in virtuellen Ordnern ableg- und sortierbar machen

Für die Umsetzung beschäftigen wir uns ganz konkret mit der HTTP Erweiterung WebDAV und einer namensraumbsierten Zugriffsteuerung für Dateien im MediaWiki auf Basis der NSFileRepo-Erweiterung.

Und so stellen wir es uns vor:

1. Dokumente über WebDAV aus dem Wiki heraus bearbeiten und speichern

Die Funktionsweise sieht bislang vor, dass ein Dokument, das in einem Wikiartikel verlinkt ist per Klick sich in der jeweiligen Office-Anwendung öffnet z.B. ein Word-Dokument in Word. Dies funktioniert über ein spezielles ActiveX-Steuerelement (proprietäre Technik von Microsoft für die der Internet Explorer erforderlich ist). In der Client-Anwendung kann es dann wie gewohnt bearbeitet werden. Ändert man Inhalte und speichert diese ab, wird die Datei über WebDAV automatisch wieder auf den Server geladen. Ohne dass der Benutzer irgendwelche expliziten Schritte unternehmen muss.  Die automatische Versionierung durch das Wiki bei Dateiänderungen bleibt im Übrigen bestehen. Ab Office 2003 wäre diese Funktion denkbar.

Kontextmenü zum direkten Bearbeiten in einer Client-Anwendung
Kontextmenü zum direkten Bearbeiten in einer Client-Anwendung

Theoretisch geht es sogar einen Schritt weiter: Es könnten Wikiartikel und Dateien aus dem Wiki im Windows Explorer angezeigt werden. Weiterlesen

MediaWiki – Eine Software auf dem Sprung in die Zukunft. Teil 3/3: Kommunikation, Wikidata, Übersetzungen

Kommunikation und Benachrichtigung – das Ende der klassischen Diskussionsseiten

Gute Nachrichten kommen von einer anderen Baustelle: dem MediaWiki-Kommunikationssystem. Dieses beruht bislang auf den Diskussionsseiten. Doch diese werden, so wie wir sie heute kennen, schon bald verschwunden sein. Genauer: Die Diskussionsseiten werden sich grundlegend verändern und mit dem Benachrichtigungssystem verschmelzen.

Der Umbau des MediaWiki-Kommunikationssystems geschieht nämlich über zwei Erweiterungen:

  •  Echo ermöglicht die individuelle Verfolgung von Änderungen, erleichtert den Überblick über das gesamte System und ist ein Rahmen für verschiedene Kommunikationsservices. Echo ist als neues Benachrichtigungssystem bereits in der Wikipedia implementiert.
  • Flow erleichtert die Diskussionen. Man kann einfacher Diskussionsverläufe verfolgen; Antworten werden über Echo angezeigt. Und anderes mehr. Ziel dieser Entwicklung ist der Aufbau eines modernen Diskussions- und Kollaborationssystems für alle Wikimedia Projekte. Ein interaktiver Prototyp ist bereits online.
Screenshot der Flow-Prototyp-Seite
Screenshot der Flow-Prototyp-Seite

Am Ende wird MediaWiki über einen neuen Kommunikationslayer verfügen, der längst überfällig war. Wichtig ist noch der Hinweis, dass die Kombination von Artikel und Diskussion – ein Wesensmerkmal und Erfolgsprinzip von MediaWiki – erhalten bleibt. Die Artikel werden nicht von den dazugehörigen Diskussionen getrennt. Denn die Verbindung von Artikel und Diskussion ist ein Ordnungsprinzip, das MediaWiki einzigartig und gegenüber vielen anderen Lösungen überlegen macht. Flow und Echo können dieses MediaWiki-Grundprinzip erst richtig zur Entfaltung bringen.
Dennoch sind viele in der Wikimedia-Community skeptisch. Weiterlesen

MediaWiki – Eine Software auf dem Sprung in die Zukunft. Teil 2/3: Visueller Editor und simultanes Bearbeiten

Visueller Editor – der Wikicode wird abgelöst

Wer in den letzten Jahren einen Wikipedia-Artikel geschrieben oder verbessert hat, kennt bereits den Visuellen Editor, der nun einen gewissen Reifestatus erreicht hat. (Siehe auch den Beitrag von Nathalie Köpff zum Thema). Die Aufgabe, einen solchen Editor zu schreiben, ist ein Großprojekt. Im Unterschied zu anderen Web-Anwendungen muss ein Editor für die Wikipedia nicht nur mit unterschiedlichen Sprachen (zum Beispiel mit Rechts-Links-Ausrichtung) zurechtkommen, sondern auch noch die vielen Funktionen des Wikis, das Vorlagensystem, die Magic Words u.a.m. verarbeiten. Dazu musste mit dem Wikitextparser Parsoid eine ganz neue technologische Grundlage gelegt werden. Und da sich die Wikipedia, aber auch die Webstandards (Browser, Protokolle, Sprachen) weiterentwickeln, bleibt die Aufgabe für lange Zeit ein komplexes Projekt. Aber auch ein lohnendes Projekt, das Bedeutung für die gesamte Webcommunity hat – da zum Beispiel kein kommerzieller Anbieter einen Editor für über 100 Sprachen entwickeln und frei zur Verfügung stellen würde.

Aktueller Stand (September 2014) des "VisualEditor" auf mediawiki.org zu sehen
Aktueller Stand (September 2014) des „VisualEditor“ auf mediawiki.org zu sehen

Dennoch ist das Projekt bis heute in der Wikimedia-Community sehr umstritten. Dazu trug bei, dass die Einführung des Editors zu großen Komplikationen geführt hat. Der Editor war bei der ersten Implementierung einfach noch nicht einsatzbereit.

Die Skepsis in der Community gegenüber dem Editor hat aber auch damit zu tun, dass mit dessen zunehmender Nutzung der Wikitext weitgehend entfallen dürfte. Was für den einen eine tolle Möglichkeit ist, bedeutet für den anderen den Verlust von Gestaltungsmöglichkeiten. Denn bislang kann man mit Bordmitteln des Wikis viele kleine Tools bauen (zum Beispiel Vorlagen oder Überblickslisten). Auch das Setzen einfacher Formatierungen ist für geübte Wikitext-Kenner wesentlich effektiver.

Doch über die Zeit bewirkte der Wiki-Code, der das Bearbeiten einfacher machen sollte, das schiere Gegenteil. Weiterlesen

MediaWiki – Eine Software auf dem Sprung in die Zukunft. Teil 1/3: Skinning, Mobile, Dialoge

Es tut sich viel, rund um MediaWiki. Seit über einem Jahr wird die Weiterentwicklung der Software erkennbar mutiger. Es wird spannend! Gerade in 2015 werden wir viele der Veränderungen sehen, an denen bislang im Hintergrund gearbeitet wurde. Und in nur wenigen Jahren wird das System mit dem MediaWiki von heute nicht mehr vergleichbar sein. Sowohl die technische Architektur als auch die Benutzerführung wird neu überdacht und den neuen Erwartungen der Nutzer angepasst. Wir wollen kurz die wichtigsten Entwicklungsprojekte vorstellen.

Die neuen Impulse in der MediaWiki-Entwicklung kommen in erster Linie von der Wikimedia Foundation (WMF), also der Betreiberin von Wikipedia und ihren Schwesterprojekten. Die Foundation sieht ihre künftige Kernaufgabe in der Softwareentwicklung und will diesen Bereich personell stark ausbauen. Die neue Geschäftsführerin der Foundation, Lila Tretikov, kündigte im Oktober 2014 an, dass der große Teil der Investitionen in die Produktentwicklung und Softwareentwicklung fließen wird. Und hier hat vor allem der Ausbau der mobilen Funktionalitäten Priorität (siehe hierzu den Beitrag von James Temple).

Skinning – Mehr Überblick

Für den normalen Nutzer werden die Änderungen vor allem beim Design der Wikipedia sichtbar. In naher Zukunft wird der neue Skin „Winter“ implementiert. Man kann sich bereits einen interaktiven Prototyp im Web anschauen.

 

Das Vector Interface Design "Winter" (Version 0.6, Stand 10/2014)
Das Vector Interface Design „Winter“ (Version 0.6, Stand 10/2014)

 

Ein großes Redesign, wie es noch mit der Studie zum Skin Athena angedacht war, wird offenbar nicht mehr angestrebt. Aber das Erscheinungsbild der Wikipedia und damit auch der Standardsoftware MediaWiki wird trotzdem wesentlich übersichtlicher, moderner und konsistenter. Das neue Design soll zum Mitmachen einladen, Abläufe vereinfachen und mehr Orientierung schaffen. Die klassischen Funktionen – editieren, diskutieren, unterschiedliche Versionen vergleichen u.a.m. – treten stärker in den Vordergrund und werden übersichtlicher. Und viele bisher eher versteckte Funktionen werden eleganter in den Skin eingebunden.

Visuell attraktiver wird die Wikipedia, und damit auch MediaWiki, durch die Erweiterung MediaViewer. Damit lassen sich Bildquellen besser und größer darstellen. Außerdem kann man sich nun durch die Bilder eines Artikels klicken.

Mobiles Frontend

Die MediaWiki-Entwickler setzen beim Skinning nicht auf Responsive Design, sondern bieten eine eigene Oberfläche mit dem Namen MobileFrontend an, die ständig weiterentwickelt wird. Wohin die Entwicklungen im Bereich Mobile gehen, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht ersichtlich. Zu erwarten ist jedoch, dass die Bearbeitung und Wartung von Texten, Uploads und Kommunikation der Nutzer untereinander ausgebaut werden.

Artikelansicht über den Mobile Skin
Artikelansicht über den Mobile Skin

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BlueSpice (for MediaWiki) Version 2 ist da – die zehn wichtigsten Neuerungen

BlueSpice 2.22.0 ist als stable da und die freie Version kann über Sourceforge.net heruntergeladen werden.
Im Helpdesk finden Sie die Installationsanleitung und die Release Notes.

Ganz offensichtlich ist das Facelift, das wir BlueSpice verpasst haben. Wir haben dabei versucht, aus unseren Erfahrungen und denen unserer Kunden zu lernen. Deshalb sind einige Elemente stark verändert worden, einige (fast) genauso geblieben. Ziel war es, das Design flexibel zu gestalten und störende Elemente wie die WidgetBar, die immer wieder Inhalte überdeckt hat, so zu verändern, dass sie das Arbeiten nicht behindern, sondern unterstützen.

Weniger offensichtlich, dafür grundlegend, ist im Übrigen der Umbau der Architektur zu einer „echten“ MediaWiki-Extension. Das fällt insbesondere Administratoren auf, die sich mit MediaWiki gut auskennen. Denn BlueSpice kann nun wie eine „normale“ MediaWiki-Extension behandelt werden, d.h. Erfahrungen mit MediaWiki können nun auf BlueSpice angewandt werden.

Neben diesen grundlegenden Änderungen gibt es natürlich auch in diesem Release viele neue Funktionen, die das alltägliche Arbeiten mit BlueSpice unterstützen.

Viel Neues also, womit man sich erst mal zurecht finden muss.

Damit Sie eine schnellere Orientierung bekommen, haben wir mal die, unserer Meinung nach, zehn wichtigsten Neuerungen der neuen BlueSpice Version 2 für Sie zusammengestellt:

1. Der neue Skin – das Layout mal so richtig aufgeräumt
Wie oben bereits erwähnt, wollten wir erreichen, dass das Layout luftiger und flexibler wird. Fangen wir links an: die dreiteilige Navigation hat sich bewährt, aber nimmt doch recht viel Platz ein. Nun können die Menüpunkte dort mit Icons versehen werden, so registriert das Gehirn schneller worum es eigentlich geht. Außerdem hat dies den Vorteil, dass die Navigation nun „zusammengeklappt“ werden kann. Ein Klick auf die dunkelblauen Pfeile bewirkt, dass sich die Navigation verkleinert und sich der Inhaltsbereich dadurch vergrößert.

Die dreiteilige Navigation kann auf- und zugeklappt werden.
Die dreiteilige Navigation kann auf- und zugeklappt werden.

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MediaWiki: Die wichtigsten Extensions gegen Spam

Gerade öffentliche Wikis kämpfen mit Spamattacken und Fakeaccounts. Geht es aber um Missbrauch offener Systeme, ist die Wikipedia am härtesten betroffen: Die Online-Enzyklopädie muss nicht nur massenweise leere Benutzer-Accounts und Werbebeiträge abwehren, ihr setzen auch unzählige Trolle und Vandalen zu.

Ohne technische Schutzmaßnahmen wären die Administratoren und Helfer der Wikipedia schnell überfordert.  Deswegen gibt es gerade für die Software MediaWiki eine Vielzahl hilfreicher Erweiterungen, mit denen sich die Spammerei im Griff behalten lässt.

Wir haben hier die wichtigsten Erweiterungen und Maßnahmen zusammengeschrieben, mit denen man ungeliebtem elektronischen Müll loswerden und sogar präventiv entgegenwirken kann: Weiterlesen

Wiki erstellen – Hinweise zum Start für ein eigenes Wiki

Eine eigene Wikipedia zu erstellen ist gar nicht so schwer. Egal, ob sich das Wiki um ein bestimmtes Thema dreht, oder Sie vielleicht ein neues Stadtwiki oder Firmenwiki aufstellen wollen, die Grundüberlegungen sind zunächst eimal sehr ähnlich. Im Folgenden einige Hinweise, auf was zu achten ist, wenn Sie ein Wiki erstellen. Denn es bedarf eines „grünen Daumens“ und einer geeigneten Umgebung. Als einzelner Wiki-Fan hat man zwar auf Gruppenprozesse immer nur begrenzt Einfluss, aber es gibt schon ein paar elementare Grundregeln, die weiterhelfen.

Startseite der Lobbypedia
Startseite der Lobbypedia – Mission: „Lobbyismus-Kritik“

Wikis brauchen „Missionen“

Überlegen Sie sich vorher gut, was Sie mit ihrem Wiki erreichen möchten. Gibt es dafür eine genügend große und genügend interessierte Zielgruppe? Denn es ist wichtig, das sich später engagierte Autoren finden, die das Wiki mit Inhalten füllen und am Leben halten. Der „Wiki-Effekt“ kann nur eintreten, wenn das System in einen größeren Gesamtzusammenhang eingebunden ist. Das heißt, es muss helfen, drängende Probleme einer Gruppe zu lösen oder Medium eines zu gestaltenden Veränderungsprozesses sein.

Wikis verlangen von den Beteiligten sehr viel: Diese müssen ihre Gedanken formulieren, selbständig Ordnungssysteme entwickeln, Regeln erarbeiten und einhalten. Wikis werden deshalb nur genutzt, wenn sie einen Bedarf abdecken und ein ganz praktischer Nutzen für die User zu erkennen ist. Das kann vor allem in Unternehmen und Organisationen eine Reduktion der täglichen Routinearbeit sein oder die Vereinfachung und Beschleunigung von Arbeitsabläufen, aber auch Anerkennung durch Kolleginnen und Kollegen, bzw. ein kollaboratives Arbeitsklima. Wikis helfen beispielsweise, die Menge ihrer Rund-Mails zu reduzieren. Damit bleibt mehr Zeit, um sich auf die kniffligeren Fragen zu konzentrieren. Das Paradebeispiel Wikipedia verdankt seinen Erfolg nicht zuletzt dem Umstand, dass bis dahin jenseits der Suchmaschinen kein wirklich zentraler Anlaufpunkt für die Internetrecherche bestand.
In öffentlichen Wikis ergibt sich die Relevanz oft durch die Bedeutsamkeit eines Themas für eine (hohe) Anzahl an Interessierten. So ist beispielsweise das Frankenwiki ein Wiki, das in erster Linie Heimatverbundene Einwohner der Region Franken anspricht. Finden sich hier genügend Autoren, die gute Inhalte erstellen, kann das wiki Breitenwirkung erzielen und beispielsweise einen Mehrwert für Touristen bieten.

Planen Sie nicht gleich eine Wikipedia

Schätzen Sie realistisch die wahrscheinliche Größenordnung des Wikiprojekts ein. Es ist ein Unterschied, ob das Wiki Medium eines Teams bzw. einer kleinen Gruppe, oder einer Großgruppe mit grob gesagt über 30 Mitgliedern ist. Bei letzteren ist eine direkte Kommunikation aller mit allen nicht mehr möglich. Es bilden sich Kleingruppen, wie in einem weiterhin öffentlichen Raum – wie ein Wiener Kaffeehaus wo man für sich bleibt, aber auch gesehen werden kann. Das bedeutet im Wiki, dass die Kontrolle des Gesamtprojekts vom Einzelnen nicht mehr zu leisten ist. Es heißt aber auch, dass bei einer Kleingruppe beispielsweise die Korrektur der Rechtschreibfehler auf Grund der geringen Teilnehmerzahl entfallen kann oder Moderatoren benötigt werden. Weiterlesen

Ein Wiki lebendig machen: fünf MediaWiki-Extensions für Multimedia, z.B. Video und Maps einbinden

Ob Firmenwiki oder öffentliches Wiki, Stadtwiki oder Themenwiki – ein Wiki ist eine lebendige Plattform. Es ist ein Ort, an dem aktiv Informationen gesammelt werden und Wissen weitergegeben wird. Gerade bei der Beschreibung von Wissen sind Videos sehr hilfreich – schon mal versucht schriftlich zu beschreiben wie man eine Serviette faltet? Das zu lernen ist anhand eines Videos sehr viel einfacher. Genauso bieten Screencasts, die einen Vorgang am PC audioviduell erläutern, einen deutlichen Mehrwert für Beschreibungen von beispielsweise  IT Dokumentationen.

Aber auch geografische Daten und Karten sind nützliche Zusatzinformationen, die einen Artikel inhaltlich bereichern. Stadtwikis werden sich leichter tun, bestimmte Routen oder Standorte zu beschreiben, wenn dazu Kartenmaterial zur Verfügung steht.

MediaWiki bietet entsprechende Erweiterungen an, mit denen Sie verschiedene Dienste einbinden können. Hier unsere Top 5 für Multimedia-Extensions, die wir für besonders nützlich halten:

Geographische Informationen anzeigen mit  „Maps“

Map Openlayers

Die Extension erlaubt das Einbinden von Karten, Google- und Open-Street-Maps in Wiki-Seiten. Geografische Daten werden so dynamisch dargestellt. Die Erweiterung ermöglicht es zudem, die Einstellungen von einzelnen Karten, oder allen Karten, in einem Wiki anzupassen. Die Größe der Kartendarstellung kann verändert werden, Orte können markiert werden und zusätzliche Informationen werden über ein Pop-up angezeigt.

Welche Karten man einbinden kann? Fahrradkarten, U-Bahn-Karten, Strassenkarten u.v.a. mehr, das über Google-Dienste oder beispielsweise OpenStreetMap verfügbar ist.
http://www.mediawiki.org/wiki/Extension:Maps

Routen mit Karten sichtbar machen mit „GPSies“

GPS Routendaten ins Wiki einbinden
GPS Routendaten ins Wiki einbinden

Das Einbinden geht fix, denn der Dienst von GPSies wird, so wie er ist, ins Wiki integriert. Suchen Sie nach verschiedenen Wander-, Lauf- und Fahrradstrecken oder wollen Sie selbst Routen z.B. für Rennrad oder Mountainbike veröffentlichen?

Wer selbst Routen eingeben möchte, kann dies auf einer der Online-Karten im Browser tun oder eine GPS-Aufzeichnung importieren. Der Dienst erlaubt es, das Gelände näher zu inspizieren, die Länge der Strecke zu messen u.v.a.m.

Ein besonderes Schmankerl gerade für Wikis, die Freizeitaktivitäten anbieten und Sportlern einen Mehrwert bieten wollen!

Mit der MediaWiki Erweiterung haben Sie alle Funktionen dieses Google-Dienstes auch in Ihrem Wiki.
http://help.blue-spice.org/index.php/GPSies
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Das BlueSpice-Wiki kommt in die Cloud

Ein wichtiger Meilenstein für die Firmenwiki-Lösung BlueSpice ist die Entwicklung erster Cloud-Angebote bis Ende 2012. Im vierten Quartal dieses Jahres ist es endlich soweit: BlueSpice wird sowohl im Fujitsu Cloud Store angeboten, als auch im Rahmen der Open-Source-Cloud-Infrastruktur der Deutschen Wolke.

Wozu die Cloud überhaupt gut sein soll, welche Strategie wir damit verfolgen und was das konkret den Unternehmen bringt, erklären wir kurz in diesem Blogbeitrag – und natürlich in diesem Video.

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