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Hallo Welt! – Publishing: eine neue Firma für freie Wissensprojekte

Anja Ebersbach, Geschäftsführerin der Hallo Welt! - Publishing GmbH
Anja Ebersbach, Geschäftsführerin der Hallo Welt! – Publishing GmbH

Im Januar 2013 wurde die Hallo Welt! – Publishing GmbH gegründet mit Anja Ebersbach als Geschäftsführerin, Richard Heigl als Prokuristen und Radovan Kubani, Markus Glaser und Gunter Dueck als Gesellschaftern.

Wie kam es zur Firmengründung und was macht die neue Firma?

Ich habe mit Anja Ebersbach gesprochen:

Warum gibt es neben der Hallo Welt! – Medienwerkstatt GmbH seit Januar 2013 auch noch eine Hallo Welt! – Publishing GmbH?

Die Hallo Welt! – Medienwerkstatt ist eine Firma, die sehr stark von technischen Hintergründen geprägt ist. Sie befähigt vor allem andere Leute und Firmen, ihre Content-Plattformen zu betreiben. Angefangen von Technik bis zur Beratung, wie man so etwas hochzieht, bekommt man alles bei der Medienwerkstatt. Projekte wie Colab, das Medienwiki oder das Desertec-Wiki sind Wissensprojekte, die zum Ziel haben, Wissen frei zur Verfügung zu stellen und eine Community zu bilden. Solche Projekte haben wir mit der Hallo Welt! – Medienwerkstatt unterstützt und betreut. Doch bisher hatten wir außer unserer Technik-Community für „BlueSpice“ nicht die Chance, eine eigene Community hochzuziehen. Zudem geht die weitergehende Unterstützung solcher Projekte im Contentbereich über die Medienwerkstatt hinaus – deshalb die Neugründung der Hallo Welt! -Publishing.

Womit wird sich die Hallo Welt! – Publishing beschäftigen?

Wir haben Affinitäten zur Wikipedia, sind Autoren und beobachten mit Interesse auch die politische Entwicklung, die sich hin zu freiem Wissen weiter entwickelt – all dies sind Punkte, die uns in der Gründung einer neuen Firma bestärkt haben. Denn in der neu gegründeten Hallo Welt! – Publishing GmbH wird vor allem Wert auf Content gelegt, d. h. freie Inhalte. Wir haben uns aber ganz bewusst gegen eine – beispielsweise spendenfinanzierte – Stiftung und für eine GmbH entschieden, weil wir glauben, dass auch in diesem Bereich ein Geschäftsmodell zu verwirklichen ist. Aber wie gesagt, die Inhalte betrifft das nicht, die bleiben frei. Weiterlesen

Social Media Strategien in der Politik – Was Akteure wissen sollten

Ein Beitrag von Anja Ebersbach und Dr. Richard Heigl. Ihre These: Das Social Web ist das Schlüsselmedium der neuen Gesellschaft, in dem maßgeblich politische Einstellungen geformt werden. Neu ist, dass sich die Nutzer im Social Web nicht mehr als passive Anhänger, sondern als gleichberechtigte Akteure erfahren. In diesem neuen Medium und in diesen neuen Kulturen muss die professionalisierte Politik ihren Platz aber erst noch finden.

Die sozialen Medien krempeln auch die politische Landschaft um. Ob im arabischen Frühling, im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf: Twitter, Facebook und Blogs dienen als zentrale Mobilisierungs- und Kommunikationsmedien politischer Bewegungen. Doch auch in „Ruhephasen“ wird das Web zum zentralen Ort demokratischer Beteiligung und Kontrolle.

Startseite der Lobbypedia
Startseite der Lobbypedia

So erhielt im Jahr 2012 erhielt die Webplattform Lobbypedia den Grimme Online Award in der Sparte Wissen und Bildung. Die Begründung der Jury:

„Der Leser erfährt, wie verschiedene Interessengruppen versuchen, die Politik für ihre Zwecke zu gewinnen. Das ist nicht nur für den interessierten Bürger wichtig, sondern auch für die journalistische Recherche. Die Seite schlägt eine Brücke, denn sie schafft mehr Transparenz im Dickicht der alltäglichen Meldungen und Mutmaßungen über politische Abhängigkeiten.“

Auch in der lokalen Politik sind soziale Medien nicht mehr wegzudenken. Nach dem Vorbild der Beteiligungsformen der Piratenpartei organisieren Kommunen Bürgerbeteiligungsprozesse über das Web. Landratsämter, Abgeordnete, Parteien, Gewerkschaften und Verbände suchen ihren Weg in die digitale Öffentlichkeit.

Der Erfolg des Wahlkampfs von Barack Obama und andere Beispiele beflügeln die Phantasie und nähren die Hoffnung, verlorenen politischen Einfluss zurückzugewinnen. Doch diese neuen Medien folgen anderen Gesetzen: Dezentral organisiert sind sie weit weniger zu kontrollieren und zu manipulieren. Zustimmung, Follower und Unterstützer erhält man nicht einfach so. Transparenz, Authentizität und Reputation der Akteure spielen eine bedeutende Rolle in der digitalen Öffentlichkeit. Im Gegensatz zum Zeitalter der unidirektionalen, zentralistischen Massenmedien sind in diesem tendenziell egalitären Kommunikationsmedium andere Haltungen, Kommunikations- und Vermittlungsformen gefragt.
Dass nun jeder schreiben und kommentieren kann, schürt natürlich auch Ängste. Ängste vor einer losgelösten Masse, vor einem Verfall von Werten und Standards. Durch „Shitstorms“ und unzählige Diskussionsforenbeiträge sehen sich viele Akteure in ihrer pessimistischen Sicht bestätigt.

Nach (knapp) einem Jahrzehnt sozialer Medien lassen sich aber drei Erscheinungen feststellen:

1. Ob man will oder nicht: Das Web ist das Schlüsselmedium jeder neuen Gesellschaft. Die politische Arbeit wird sich unvermeidlich in diesen Bereich verlagern. Die politische Einrichtungen und Akteure werden sich in der Intensität der Nutzung des Webs unterscheiden und auch in der Absicht, was sie erreichen wollen. Die politischen Vorreiter des Webs entwickeln zusammen mit ihren Unterstützern ihre politische Programmatik. Sie schließen den Regelkreis, indem die Rückmeldungen auch sichtbare Auswirkungen auf ihre Politik haben. Weiterlesen

Hallo Welt! Kundentreffen – das BlueSpice Come Together 2012

Wozu brauchen wir ein BlueSpice Kundentreffen?

Wachstum im Wiki - Ideenentwicklung im WikiLab
Wachstum im Wiki – Ideenentwicklung im WikiLab

Das BlueSpice Come Together kam zustande, um Kunden die Möglichkeit zu geben, sich gegenseitig ihre Best Practices vorzustellen und sich über die Entwicklung ihres Wikis austauschen zu können; zudem sollte Hallo Welt! geplante Entwicklungen vorstellen. Der Austausch zu Herausforderungen, Lösungen und Ideenentwicklung sollte von drei Seiten her möglich sein: von Kunde zu Kunde, von Hallo Welt! zu Kunde und von Kunde zu Hallo Welt!. Edeka Minden-Hannover gab dazu den Anstoß und organisierte dankenswerterweise den Veranstaltungsort und half bei der weiteren Planung.

Wie sah unser Tag aus?

Nach einer kurzen, persönlichen Vorstellungsrunde stellten die Kunden ihre Firma und ihr Wiki vor. Hier eine kurzer Überblick: Seit 2009 betreibt die IHK Darmstadt ein Wiki der Hallo Welt! Der Schwerpunkt liegt hier auf einer zentralen Wissensplattform um inhaltliche Dopplungen, und damit Pflegeaufwände einzelner Abteilungen zu reduzieren. Das Wiki löst damit ein Intranet ab. Inhalte betreffen u.a. Mitarbeiter, Anweisungen, Protokolle, Projektportraits sowie Standardprozesse. Eine zentrale Wiki-Redaktion kümmert sich hier Weiterentwicklung des Systems, Marketing nach innen und außen, fungiert als Ansprechpartner und ist für Qualität und Pflege zuständig. Weiterlesen

WikiWomenCamp 2012 – „It feeds my curiosity“ – warum Frauen in der Wikipedia aktiv sind

Vom 23. bis 25. Mai 2012 fand in Buenos Aires (Argentinien) das WikiWomenCamp statt. Das Camp war das erste seiner Art und wurde anlässlich des vielgenannten „GenderGap“ in der Wikipedia ins Leben gerufen. Nur etwa 13% aller Wikipedianer sind Frauen, das ist ein Ungleichgewicht, dem die Wikimedia entgegenwirken möchte. Doch um Maßnahmen zu formulieren und anzugehen, müssen natürlich zuerst Gründe eruiert werden, warum Frauen nicht in der Wikipedia schreiben, aber auch, was die Frauen, die sich engagieren, dazu motiviert.
Beim WikiWomenCamp war die Aufgabe einer Gruppe von Frauen aus aller Welt, sich genau über dieses Thema auszutauschen. Ein kurzer Bericht über das Thema findet sich auf dem Wikimedia Blog.

Die Gelegenheit war günstig ein paar persönliche Fragen an die anwesenden Frauen zu stellen: Wie war denn ihr Weg in die Wikipedia? Welche Zukunft sehen sie für das Projekt? Was motiviert sie, trotz dem Aufwand, der damit verbunden ist, sich nach wie vor aktiv zu beteiligen – was bekommen sie zurück?

Sue Gardner (USA, Kanada): Exekutive Director der Wikimedia Foundation  – „It feeds my curiosity“

Sues erster Edit in der Wikipedia war die Verbesserung eines Kommafehlers. Obwohl die ehemalige Journalistin dann unwissentlich einige Regelverletzungen begangen hatte, schreibt sie bis heute regelmäßig in der Wikipedia.  Sie findet, dass die Wikimedia Projekte große Bedeutung in der Welt haben und unter anderem einen Bildungsauftrag besitzen. Warum sie sich engagiert und die Wikipedia so faszinierend findet? „It feeds my curiosity“. Weiterlesen

Ich backe eine Facebook App

Damit es in der Hallo Welt! nicht langweilig wird, haben wir uns kürzlich in einem Projekt der wilden Facebook-Welt gestellt. Die Mittelbayerische Zeitung hatte sich und uns die Aufgabe gegeben, zwei Veranstaltungen tagesaktuell zu begleiten und zusätzliche Funktionalität gegenüber der „normalen“ Fanpage bereit zu stellen.

Wie funktionieren Facebook Apps?

Grundsätzlich sind Facebook Apps als autonome Webseiten zu verstehen, die innerhalb von Facebook in einem iFrame eingebettet werden. Facebook und die Webseite werden gegenseitig bekannt gemacht, indem man auf Facebook die Adresse der Seite und dort wiederum einen geheimen Zahlencode der App für Facebook hinterlegt. Schon funktioniert die Kommunikation und ich kann von meiner App aus die relevanten Daten lesen. Wie man sowas genau einrichtet, ist vielerorts im Netz beschrieben, z.B. hier im Facebook App Tutorial. Wichtig ist, dass man sich einen Server zulegt, der ein gültiges SSL-Zertifikat besitzt. Facebook besteht auf einer sicheren Verbindung, und selbst gebaute Zertifikate werden hier nicht akzeptiert.

Um das Rad und wichtige Webseitenfunktionen und -standards nicht ständig neu erfinden zu müssen, haben wir uns entschlossen, auf ein Framework zu setzen. Unsere Wahl ist auf CakePHP gefallen. Es ist einigermaßen leichtgewichtig, schnell und intuitiv zu erlernen und bietet mit seinen Plugins einige interessante Features (in unserem Fall die Verbindung zum Facebook-SDK und das einfache Skalieren von Bildern).

Facebook selbst spricht man über die OpenGraph-API an. Die übernimmt z.B. die Authentifizierung des Nutzers oder das Posten auf der Timeline und wird serverseitig über das oben genannte Facebook PHP SDK gesteuert. Die dynamischen Elemente im Browser werden vom JavaScript-SDK übernommen.

Was haben wir gelernt?

Bei der Umsetzung der Apps haben wir einige Erfahrungen gemacht, die ich gerne weitergeben möchte.

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Joomla! plus MediaWiki ist JWiki! – Neuer Release 2012

Die Medienwerkstatt publiziert heute das neue JWiki. Mit JWiki integriert man zwei führende Open Source Anwendungen Joomla! CMS und MediaWiki. Viele Website-Betreiber warteten schon lange auf eine Aktualisierung dieser beliebten Erweiterung, die über die letzten 30 Monaten fast 43.000 Mal heruntergeladen wurde. Das war für uns Motivation genug, das Projekt zu aktualisieren. (Der Dank geht an Sebastian Ulbricht, Anja Ebersbach, Michael Rödl und Felix Weiland)

JWiki (früher bekannt als JoomlaWiki) wurde ursprünglich von Lyquidity Solutions Limited entwickelt. 2009 hatte HalloWelt!  das Projekt übernommen und benannte es in JWiki um, nachdem Lyquidity die Weiterentwicklung und den Support einstellte. 2012 programmierte die HalloWelt! den kompletten Code von Grund auf neu, um einige Probleme zu beseitigen und den Code an die neuen Versionen von PHP, Joomla! und Mediawiki anzupassen.

JWiki 0.11.0 ist nun die Aktualisierung für Joomla 2.5 und integriert ein MediaWiki 1.18. Geplant ist in einer nächsten Stufe, die MediaWiki Enterprise Distribution BlueSpice zu integrieren. Damit gewinnen die Nutzer zahlreiche Funktionalitäten dazu. Aus diesem Grund ist der Download auch auf die neue BlueSpice-Seite umgezogen.

Update 26.09. 2012

Artikel von Anja Ebersbach über das JWiki im Contentmanager:

Teil 1: Joomla! + MediaWiki = JWiki – Präsentieren und Wissen sammeln auf einer Plattform
u.a. Abgrenzungen (Wiki vs. CMS) und Konzeption des JWiki

Teil 2: JWiki – Die Joomla!  Erweiterung im Detail
u.a. Funktionalitäten und Integration

Update 01.10.2014

JWiki ist nun auch für die Joomla Version 3.3.3 verfügbar. Das Paket enthält ein MediaWiki 1.22 sowie eine ausführliche Installations und Nutzeranleitung.

http://shop.bluespice.com/extensions/mediawiki-extensions/jwiki-1-22-0.html

Update 23.03.2107

Wir haben die Publikation und den Verkauf eingestellt. Wir bedauern diesen Schritt sehr und haben uns lange mit der Entscheidung herumgeschlagen. Aber die Wartung des Moduls war am Ende zu unwirtschaftlich. Von daher können wir das Projekt leider nicht weiter fortführen.

Probier’s mal mit Gemütlichkeit…

Gestern erhielten wir als Gastgeschenk von einer Kundin die komplette Serie der „Dschungelbuch“-Kuscheltiere der McDonalds Happy Meals aus dem Jahre 2000. Diejenigen, die uns kennen, können ja gerne mit uns überlegen, welcher Hallo Welt!-Mitarbeiter durch welches Tierchen repräsentiert wird.

Vielen Dank für die charmante Idee, Miriam!

PS: Ich weiß schon, wer der Affe ist. 😉

4 kostenlose Business Online Tools

Es gibt jede Menge kleine Helferlein für den Arbeitsalltag. Viel davon sind kostenlos und online verfügbar. Einige kennt man schon, andere sind relativ unbekannte Schätze. Ich habe vier dieser Werkzeuge ausgewählt, um sie Ihnen vorzustellen:

  1. Doodle: Werkzeug für Terminabfragen, Umfragen und Abstimmungen.
  2. Trello: Tool, das  für Projektmanagement und Workflows genutzt wird.
  3. Tricider: unterstützt nachvollziehbar Brainstorming- und Abstimmungsprozesse.
  4. The Deadline: Werkzeug für Aufgabenerstellungen und To-Do-Listen mit vielen Extras.

Alle ausgewählten Tools sind online und kostenlos verfügbar. Gemeinsam ist ihnen auch, dass sie alle sehr intuitiv und benutzerfreundlich aufgebaut sind und man sie schnell für seine Zwecke nutzen kann. Eine genaue Beschreibung der ersten Schritte, speziellen Funktionen und ein kurzes Fazit finden Sie nachfolgend:

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Bekannte Theorien zu sozialen Netzwerken – von Milgram bis McAfee

Soziale Netzwerke waren bereits vor dem Web 2.0 und sogar schon vor der Erfindung des Internets von wissenschaftlichem Interesse. Da die damals erworbenen Erkenntnisse zum Teil heute noch relevant sind, beschränken wir uns bei der hier vorgestellten Auswahl an Netzwerktheorien nicht auf aktuelle Ansätze sondern greifen ein paar Jahre zurück: Weiterlesen

Cebit 2011 oder: A Man has to do what a Man has to do

Klare Rollenbilder und Parties, die aus den spießigen 1950ern stammen könnten.
Klare Rollenbilder und Parties, die aus den spießigen 1950ern stammen könnten.

So. Das war’s mit der Cebit 2011. Technisch mag das 21. Jahrhundert angebrochen sein, von den Geschlechterverhältnissen her befinden wir uns auf der weltgrößten IT-Messe noch in den 1940ern. Das muss einfach mal gesagt werden: Auch nach fünf Jahren habe ich mich noch nicht daran gewöhnt, den (rückschrittlichen) Stand der Emanzipation so gnadenlos vorgehalten zu bekommen.

Natürlich trifft man auf dem Messegelände Frauen. Das ist doch schon mal was (immerhin geht es um Technik!). Schaut man jedoch genauer hin, bewegen sich „die Mädels“ hauptsächlich im „unteren“ Servicebereich: Entweder sie schenken im adretten Stewardesskleidchen ihren ach so wichtigen Kollegen Kaffee aus oder sie lassen sich in irgendwelche vulgären Bunnykostümchen stecken um nicht minder bescheuerte Werbeartikel an die Herren Krawattenträger zu verteilen. Diese genießen es sichtlich, dermaßen begehrt zu sein: Hier ist die Welt halt noch in Ordnung. Weiterlesen