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Benutzerfreundlichkeit durch Scripts und Ajax

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Zur Technik des Social Webs, Teil 2

Werden im Zusammenhang mit dem Web 2.0 technische Aspekte diskutiert, darf Ajax nicht fehlen. Dabei handelt es sich nicht um ein neues Programm oder eine neue Programmiersprache, sondern lediglich um eine Kombination etablierter Webtechnologien. Der Schöpfer des Begriffs, der Webdesigner Jesse James Garret, hat mit dieser leicht zu merkenden Kurzform eines ansonsten umständlich langen Ausdrucks, nämlich »Asynchronous JavaScript And XML«, erheblich zu der Verbreitung des Konzepts beigetragen.

Zudem konnten in den letzten Jahren eine Reihe von Applikationen durch eine verbesserte Oberfläche und eine elegante ajaxbasierte Lösung das Interesse des Webpublikums auf sich ziehen und damit auch auf Ajax aufmerksam machen. Allen voran ist hier die Google-Suchleiste zu nennen, die schon während des Tippens Vorschläge zur Vervollständigung des Suchbegriffs macht. Dieser Vorgang wäre ohne die Ajax nicht denkbar.

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Die Grundlagen von Web-Anwendungen

In der Komplexität der Technologie des Webs verliert man sich leicht. Bild: CCO Public Domain via Pixabay.
Im Prinzip gar nicht so komplex: die Technologie des Webs. Bild: CCO Public Domain via Pixabay.

Zur Technik des Social Webs, Teil 1

Wir starten mit diesem Post eine kleine Einführung in die Technologie des Webs. Bevor wir aber tiefer einsteigen, wollen wir vorab ein paar grundlegende Konzepte erklären. Weiterlesen

Lobbypedia gewinnt Grimme Online Award 2012

Jetzt ist es passiert: Das lobbykritische Onlinelexikon Lobbypedia hat am letzten Mittwoch den Grimme Online Award WISSEN und BILDUNG 2012 gewonnen! Die Begründung der Jury:

Unabhängigkeit und Transparenz sind Worte, die in den Reden vieler Politiker zwar oft vorkommen, doch viele Bürger stehen diesen Aussagen skeptisch gegenüber. Zu groß ist der Einfluss gesellschaftlicher Gruppen auf die politischen Akteure, zu eng erscheinen vor allem die Verbindungen zwischen Politik und Wirtschaft. „Lobbypedia“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die versteckten Strukturen des Lobbyismus sicht- und greifbar zu machen. Die Plattform bietet in einem Wiki viele Entwicklungsmöglichkeiten, um Geld- und Beeinflussungsströme innerhalb der Politik transparent aufzuzeigen. Dazu zählen Einblicke, welche Lobbygruppen mit Mitarbeitern in Ministerien vertreten und welche Politiker in die Wirtschaft gewechselt sind.

Prinzipiell kann bei diesem Wiki jeder mitmachen, die Redaktion hat jedoch ein ausgefeiltes Regelsystem entwickelt, um die Qualität zu sichern. Einträge werden mit Quellen belegt und sind sachlich dargestellt. Dadurch wird der Anspruch untermauert, unabhängig und fair über den Lobbyismus in Deutschland zu berichten. Der Leser erfährt, wie verschiedene Interessengruppen versuchen, die Politik für ihre Zwecke zu gewinnen. Das ist nicht nur für den interessierten Bürger wichtig, sondern auch für die journalistische Recherche. Die Seite schlägt eine Brücke, denn sie schafft mehr Transparenz im Dickicht der alltäglichen Meldungen und Mutmaßungen über politische Abhängigkeiten.

Die Jury hat die Hoffnung, dass das noch junge Projekt „Lobbypedia“ in Zukunft weiter wachsen wird und einen Beitrag dazu leistet, politische Entscheidungen und deren Hintergründe für die Bürger nachvollziehbarer zu machen.

Wir gratulieren dem Team von LobbyControl ganz herzlich und wünschen auch für die Zukunft viel Erfolg! – Und natürlich gratulieren wir auch allen anderen Preisträgern.

Weitere Links zum Thema:

 

Lobbypedia für den Grimme Online Award nominiert.

Vor wenigen Tagen hat die Jury die Nominierungen für den Grimme Online Award (GOA) bekannt gegeben. Wir freuen uns, dass ein von uns betreutes Projekt, die Lobbypedia, im Themenbereich „Wissen und Bildung“ ausgewählt wurde, und drücken die Daumen für die letzte Runde! Übrigens kann die Weböffentlichkeit einen Publikumspreis vergeben. Deswegen: Schaut euch die Kandidaten an und stimmt hier ab! Gern auch für die Lobbypedia.

„Der Grimme Online Award Wissen und Bildung zeichnet beispielhafte Angebote aus, die der Vermittlung von allgemein relevanten Wissensinhalten dienen und einen Beitrag für gesellschaftliche Bildung, Beratung und Aufklärung leisten,“ heißt es auf der offiziellen GOA-Website. Diesen Zielen sieht sich die Lobbypedia verpflichtet wie nur wenig andere Projekte. Die noch junge aber schon sehr erfolgreiche Organisation LobbyControl startete 2010 das Projekt, um Wissen, Daten, Fakten und Zusammenhänge über die Einflussnahme auf Politik und Öffentlichkeit zu recherchieren und zu veröffentlichen. Dabei stand u.a. das britische Webprojekt Spinwatch Pate.

Sorgfalt bei der Informationsbeschaffung, Verlässlichkeit und Belegbarkeit der Informationen ist für LobbyControl von zentraler Bedeutung: Falsche Informationen würden die Organisation schnell unter politischen und finanziellen Druck setzen. Deswegen wurde der Autorenkreis bislang eher behutsam erweitert. Autorinnen und Autoren sind aber immer gesucht und willkommen! Es gibt auch Überlegungen, die Lobbypedia mittelfristig ganz zu öffnen und mit einem einfachen Freigabemechanismus wie in der Wikipedia zu steuern.  Das wird sich aber zeigen. LobbyControl erkundet hier noch ziemliches Neuland. Die weitere Entwicklung des Projekts bleibt in jedem Fall spannend. Die publizierten Inhalte sind es bereits.

Übrigens legte das Projekt im Oktober 2010 einen medialen Traumstart hin. Die umfassende Berichterstattung in klassischen Massenmedien und in der Blogosphäre, sowie 600 Seitenabfragen in der Minute beim Launch des Projekts dokumentieren das große Interesse der Netzöffentlichkeit an mehr Transparenz in der politischen Einflussnahme.

Hallo Welt! darf das Projekt und das zugrunde liegende MediaWiki von Beginn an technisch betreuen. Bedeutsam an diesem Projekt ist zum einen die Kampagnenfähigkeit (Serverarchitektur für kurzzeitige Hochlast) und zum anderen die zeitweilige Unterstützung der Redaktion (Berechtigungssystem, inhaltliche Strukturierung, Training).

Wir bedanken uns bei der Gelegenheit für die großartige Zusammenarbeit mit Felix Kamella, Ulrich Müller und Elmar Wigand von LobbyControl und den Kolleginnen und Kollegen von JPBerlin, die für die Server sorgen.

Peter Kruse: Revolutionäre Netze durch kollektive Bewegungen

Der Psychologe und Unternehmensberater Prof. Dr. Peter Kruse in einem kurzen Statement bei der 4.Sitzung der Enquete Kommision „Internet und digitale Gesellschaft“, im Deutschen Bundestag. Seine Zusammenfassung:

1) Ein hochvernetztes System mit hoher Spontanaktivität und mit kreisenden Erregungen führt zu Selbstaufschaukelungen, die nicht vorhersagbar sind.

2) Die Macht verschiebt sich zum Nachfrager: extrem starke Kunden, extrem starke Mitarbeiter, extrem starke Bürger sind die Folgen.

Grundsätzlich sehr knackig präsentiert, argumentiert Kruse als Systemtheoretiker. Für meine Begriffe führt das zu gewissen Verkürzungen, die man einrechnen muss, allerdings ist in einer so kurzen Zeit auch unmöglich ein komplexerer Zusammenhang zu entwickeln. Auf jeden Fall hörenswert.

Google+ Ein Social Network auf der Überholspur

Ein Überblick

Zur Liste der Social Networks hat sich in den letzten Wochen das lang erwartete Google+ gesellt. Wieder einmal in Google Manier, war es zunächst nur einem ausgewählten Benutzerkreis zugänglich. Per Einladung konnte man, unabhängig davon, ob man einen Google-Account besitzt, darauf hoffen, zu den Auserwählten zu gehören.
FireShot-capture-091-Willkommen-bei-GoogleMan musste sich lediglich auf der Projektseite registrieren. Selbst jetzt erhält man noch den Hinweis auf der Startseite, dass man zu einem eingeschränkten Nutzerkreis zählt, da sich das Projekt noch in der Testphase befindet. Mit bereits 15Mio angemeldeten Nutzern klingt das allerdings schon etwas witzig – wobei das im weltweiten Vergleich tatsächlich nicht viele sind (Facebook besitzt angeblich weltweit 750Mio registrierte Nutzer). Wurde man also erfolgreich in den Kreis der Auserwählten aufgenommen, findet man sich dank der leichtgewichtigen und übersichtlichen Oberfläche schnell zu recht. Das hat in den ersten Tagen sicherlich zu der hohen Akzeptanz der Plattform beigetragen und die Nutzerzahlen hochgetrieben.

Werfen wir gleich einen Blick auf die verschiedenen Bereiche: Weiterlesen

Multi Channel Integration: Ein Konzept aus dem Vertrieb hilft bei der Umsetzung von Enterprise 2.0

In den 1990er Jahren fingen Firmen verstärkt an, über „Multi Channel“ Vertriebs- und Marketingstrategien nachzudenken. Dabei ging es um die Frage, wie die Vielzahl an neuen Vertriebswegen („Channels“), die sich zum Beispiel im Internet herausgebildet hatten, in bestehende Vertriebsstrukturen integriert werden kann, um Umsatz, Profit und Kundenzufriedenheit zu steigern und gleichzeitig die Vertriebs- und Marketingkosten zu senken. Weiterlesen

Web-Monitoring: eine Rezension zu P. Brauckmanns Buch

Mittlerweise dürfte es für viele ein Gemeinplatz sein, dass es unerlässlich ist, die eigene Wirkung im Widerhall der sozialen Medien zu reflektieren. Neue Aktualität hat das Thema nun bekommen, da mit Google+ ein weiteres intensiv zu beobachtendes Medium aus der Taufe gehoben wurde. So manchem wird sich hier erneut die Frage stellen, wie man denn nun dieses Netzwerk effektiv beobachten sollte.
web-monitoring-buch-brauckmannWichtige Anregungen dazu kann das Buch „Web-Monitoring – Gewinnung und Analyse von Daten über das Kommunikationsverhalten im Internet“ von Patrick Brauckmann (Hg.) geben. Der Sammelband mit 22 Einzelbeiträgen von über 30 Autoren zeichnet einen Querschnitt der Thematik aus den verschiedensten Blickwinkeln.

Der erste Teil beschäftigt sich mit den Grundlagen, der Notwendigkeit und den Aufgaben von Web Monitoring. Sehr schön ist hier die empirische Studie von Alexander Plum, die einen systematischen Überblick mit empirischen Daten untermauert und so ein gutes Gefühl für die eigentliche Anwendung vermittelt. In weiteren Beiträgen wird der Sinn von Web-Monitoring in den Feldern Politik und Wirtschaft eingehend diskutiert.

Ausführlich beschreibt der zweite Teil unterschiedliche Methoden, um die Situation im Netz zu beobachten. Weiterlesen

Studie zu Enterprise 2.0 – Microblogging und Social Messaging im Unternehmen

Microblogging hat in den letzten Jahren verstärkt den Weg in die externe und interne Unternehmenskommunikation gefunden. Der Twitter-Dienst wird gerne dazu genutzt, Informationen nach außen weiterzugeben, aber auch um Stimmungen von außen einzufangen.  Microblogging eröffnet also die Möglichkeit schnell und prägnant Informationen zu verbreiten.

Mehr als Twitter

Innerhalb von Unternehmen ist der Einsatz von Microbloggingsystemen noch nicht verbreitet. Viele fürchten einen Informations-Overflow. Dabei lässt sich mit Microblogs – in Abstimmung mit anderen Kommunikationskanälen – das Vertteilen von Wissen besser organisieren. So werden beispielsweise viele Newsletter und Rundmails überflüssig, die lediglich Linkhinweise enthalten. Über Statusmeldungen bleibt man über Projektfortschritte auf dem Laufenden u.v.a.m.

Die Handhabung von Micro-Blogging-Systemen ist genauso einfach, wie man es von Twitter kennt. An die Anwendungen selbst werden jedoch andere Anforderungen gestellt. Beispielsweise sollen manche Blogs nur für bestimmte Nutzergruppen sichtbar sein. Deshalb gibt es eine Vielzahl an Microblogging-Systemen, die speziell für das Unternehmensumfeld entwickelt wurden. Vom vergleichsweise einfachen „Enterprise Microblogging“ zu einem umfangreicheren „Micro Sharing“-Konzept, sind verschiedenste Varianten vertreten.  Dazu zählen u.a. Systeme wie Lotus connections, Jive, Socialtext, BlueKiwi, Communote, Yammer…

Studie von n:sight

Die Studie „Social Messaging Vendor“ untersucht insgesamt 17 Microblogging-Systeme.  Verglichen und bewertet werden:

  • User management,
  • Content management,
  • Application management sowie
  • Analysis und Controlling.

Die Basis der Bewertung sind 145 Fragen eines speziell entwickelten Funktionsmodells, das eine Lösung als ein Input-Prozess-Output System begreift und es dahingehend überprüft.

Die Studie ist darauf ausgelegt, eine Marktanalyse zu betreiben, also die bestehende Micro-Blogging Landschaft theoretisch zu beschreiben und je nach Funktion und Angebotskonzept zu differenzieren.  Sie enthält weiterhin eine ausführliche theoretische Grundlage zum Thema Social Messaging in Unternehmen.

Durchführung der Studie im Herbst 2010 von n: sight (Joachim Lindner und Björn Negelmann)

Eigenschaften, Unterschiede und Grundfunktionen von sozialen Online-Netzwerken

Online-Netzwerke unterscheiden sich vor allem anhand der Realisierung der Grundfunktionen und dem zusätzlichen Featureangebot. Vor allem Freundschafts- oder Businessnetzwerken können so unterschieden werden. Eine alternative Einteilung der Grundfunktionen finden Sie bei Richter und Koch (2008).

1. Zugang zum Netzwerk

Registrierungsformular bei facebook
Registrierungsformular bei facebook

Interessierte können sich über eine einfache Online-Registrierung anmelden. Sie benötigen dazu lediglich eine E-Mail-Adresse, die es dann zu verifizieren gilt. Aber auch durch die Empfehlung oder Einladung eines bereits registrierten Nutzers, kann man auf das Netzwerk aufmerksam gemacht werden. Möglich ist weiterhin, dass der Betreiber des Netzwerkes eine spezielle Einladung verschickt, dies gilt z. B. für Expertennetzwerke. Um große Mitgliederzahlen zu erreichen, sollen die Einstiegshürden so gering wie möglich gehalten werden. Viele Nutzer werden von bereits registrierten Mitgliedern geworben, deshalb versucht man diese Art der Rekrutierung durch besondere Angebote, etwa bequeme Einladungsfunktionen, zu unterstützen. Die Nutzung der freundschaftlichen Netzwerke ist meistens kostenlos, Business Networks bewerben kostenpflichtige Premiummitgliedschaften die besondere Privilegien bei der Nutzung von Funktionen (Suchfunktion) genießen. Weiterlesen

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