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BlueSpice (for MediaWiki) Version 2 ist da – die zehn wichtigsten Neuerungen

BlueSpice 2.22.0 ist als stable da und die freie Version kann über Sourceforge.net heruntergeladen werden.
Im Helpdesk finden Sie die Installationsanleitung und die Release Notes.

Ganz offensichtlich ist das Facelift, das wir BlueSpice verpasst haben. Wir haben dabei versucht, aus unseren Erfahrungen und denen unserer Kunden zu lernen. Deshalb sind einige Elemente stark verändert worden, einige (fast) genauso geblieben. Ziel war es, das Design flexibel zu gestalten und störende Elemente wie die WidgetBar, die immer wieder Inhalte überdeckt hat, so zu verändern, dass sie das Arbeiten nicht behindern, sondern unterstützen.

Weniger offensichtlich, dafür grundlegend, ist im Übrigen der Umbau der Architektur zu einer „echten“ MediaWiki-Extension. Das fällt insbesondere Administratoren auf, die sich mit MediaWiki gut auskennen. Denn BlueSpice kann nun wie eine „normale“ MediaWiki-Extension behandelt werden, d.h. Erfahrungen mit MediaWiki können nun auf BlueSpice angewandt werden.

Neben diesen grundlegenden Änderungen gibt es natürlich auch in diesem Release viele neue Funktionen, die das alltägliche Arbeiten mit BlueSpice unterstützen.

Viel Neues also, womit man sich erst mal zurecht finden muss.

Damit Sie eine schnellere Orientierung bekommen, haben wir mal die, unserer Meinung nach, zehn wichtigsten Neuerungen der neuen BlueSpice Version 2 für Sie zusammengestellt:

1. Der neue Skin – das Layout mal so richtig aufgeräumt
Wie oben bereits erwähnt, wollten wir erreichen, dass das Layout luftiger und flexibler wird. Fangen wir links an: die dreiteilige Navigation hat sich bewährt, aber nimmt doch recht viel Platz ein. Nun können die Menüpunkte dort mit Icons versehen werden, so registriert das Gehirn schneller worum es eigentlich geht. Außerdem hat dies den Vorteil, dass die Navigation nun „zusammengeklappt“ werden kann. Ein Klick auf die dunkelblauen Pfeile bewirkt, dass sich die Navigation verkleinert und sich der Inhaltsbereich dadurch vergrößert.

Die dreiteilige Navigation kann auf- und zugeklappt werden.
Die dreiteilige Navigation kann auf- und zugeklappt werden.

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Eindrücke von der SMWCon Fall 2013

Seit meinem Besuch auf der SMWCon in Berlin ist nun fast eine Woche vergangen. Zeit genug, um die Eindrücke der Konferenz zu verarbeiten und zu teilen.

Eins vorweg: Benedikt Kämpgen, Yuri Katkov und Karsten Hoffmeyer und ihr Team haben ganze Arbeit geleistet! Es war mein erster Besuch einer SMWCon, daher kann ich keinen Vergleich zu vorherigen Veranstaltungen dieser Reihe ziehen, aber ich war sehr zufrieden mit dem „Line up“ der Talks. Viele hochkarätige Sprecher machten die Konferenz für mich zu einem inspirierenden Ereignis.

Den zwei Konferenztagen vorgeschaltet war ein „Tutorial day“ an dem interessierte Entwickler Anleitung zur Arbeit mit Semantic MediaWiki und MediaWiki im allgemeinen erhalten konnten. Obwohl es aufgrund der sehr großen Teilnehmerzahl stellenweise recht kuschelig wurde konnte man eine Menge Know-How von professionellen MediaWiki-Entwicklern abgreifen. Ich selbst habe hauptsächlich am „Developer track“ teilgenommen und dadurch leider so manches interessantes Thema des „User track“ verpasst. Aber man kann sich ja dummerweise nicht zweiteilen.

Während der zwei „Conference days“ konnte ich dann wichtige Informationen über die weitere Entwicklung von SMW, den Stand beim Wikidata Projekt und Business Process Management mit SMW sammeln. Weitere Highlights waren mit Sicherheit Joel Natividad’s NYCPedia Showcase, die Breaking News Detection von Thomas Steiner (Google),  sowie Bernhard Krabina über SMW im Public Sector. Sehr gefreut habe ich mich auch darüber, dass Wojtek Breiter vom KIT sich in seiner Diplomarbeit mit ACL-Konzepten/Erweiterungen für (Semantic) MediaWiki auseinandersetzen möchte. Ich erwarte deine Ergebnisse mit großer Spannung, Wojtek!

Auch nicht unerwähnt sollte natürlich bleiben, dass ich zusammen mit Markus ebenfalls einen Talk beigesteuert habe. Ich hoffe wir konnten mit unseren Erfahrungen aus dem FeatureMatrix Projekt anderen Wikidata-Interessierten ein wenig weiterhelfen.

Ich freue mich schon auf die nächste SMWCon!

MediaWiki: Die wichtigsten Extensions gegen Spam

Gerade öffentliche Wikis kämpfen mit Spamattacken und Fakeaccounts. Geht es aber um Missbrauch offener Systeme, ist die Wikipedia am härtesten betroffen: Die Online-Enzyklopädie muss nicht nur massenweise leere Benutzer-Accounts und Werbebeiträge abwehren, ihr setzen auch unzählige Trolle und Vandalen zu.

Ohne technische Schutzmaßnahmen wären die Administratoren und Helfer der Wikipedia schnell überfordert.  Deswegen gibt es gerade für die Software MediaWiki eine Vielzahl hilfreicher Erweiterungen, mit denen sich die Spammerei im Griff behalten lässt.

Wir haben hier die wichtigsten Erweiterungen und Maßnahmen zusammengeschrieben, mit denen man ungeliebtem elektronischen Müll loswerden und sogar präventiv entgegenwirken kann: Weiterlesen

Agile Methoden – Mit Scrum und Wikis IT-Projekte planen

Scrum und agile Softwareentwicklung  sind mittlerweile bekannte Alternativen zum klassischen Projektmanagement. Agile Projekte brauchen agile Tools, findet Martin Brüggemann, Technical Writer bei emarsys eMarketing Systems AG, Wien.

Was sind „agile Methoden“?

Das klassische Projektmanagement versucht den Erfolg eines Projekts mit einer möglichst umfassenden Planung sicherzustellen. Doch diese Herangehensweise ist mit dem Problem konfrontiert, dass Planung im Vorfeld ihre Grenzen hat und sich oft im Verlauf des Projekts einiges ändert:

Zu Beginn eines Projektes herrscht viel Unsicherheit (Cone of uncertainty)
Der Cone of Uncertainty visualisiert den Verlauf von Unsicherheiten in einem Projekt.
  • Der Auftraggeber muss schon zu Beginn wissen, was das Gesamtsystem später können muss, sodass es bei allen Eventualitäten funktioniert.  Das heißt, gerade zu Beginn eines Projektes werden von ihm präzise Entscheidungen gefordert, obwohl noch die größte Unsicherheit herrscht. Bei vielen Auftraggebern werden die Vorstellungen erst im Verlauf eines Projektes präziser und die Unsicherheit verringert sich.
  • Auf Projektleiter-Seite entstehen zu Beginn hohe Aufwände für die Aufwandsschätzung, wenn Anforderungen noch nicht genau beschrieben sind. Auch für den Projektleiter sind präzise Planungen schwierig: Es treten unvorhergesehene Probleme auf, Prozesse verzögern sich, Änderungen müssen mit dem bisherigen Plan abgeglichen und ggf. neu beauftragt  werden.

Agile Methoden sehen dagegen Veränderungen als Vorteil und setzen auf möglichst enge Zusammenarbeit der Beteiligten und kürzere Abläufe, um auf Veränderungen flexibel reagieren zu können. Dinge, die man nicht ändern kann, werden hier zunächst akzeptiert und es wird an einem anderen Punkt angesetzt. So entstehen in kurzen Abständen und regelmäßig Teilergebnisse. Dies impliziert, dass Veränderungen früh kommuniziert werden und gemeinsam mit dem Kunden nach Lösungen gesucht wird.  „Das kommt den Ansprüchen vieler Kunden entgegen“, sagt Martin Brüggemann im Gespräch mit Hallo Welt!. Weiterlesen

Angebote für Franchise-Unternehmen und Partner: Neue Wege, um ein Franchise-Handbuch zu erstellen.

 

Cheese burger with lettuce cheese and tomato, isolated over white, macro, close up with copy space
Cheese burger with lettuce cheese and tomato, isolated over white, macro, close up with copy space

Ein Gang durch die Fußgängerzone einer Groß- oder Kleinstadt bezeugt – Franchiseunternehmen gibt es überall zu Hauf. Aus dem Nahrungsmittelbereich, Autovermietung, Sport, Medien oder Versicherungen, beinahe überall findet man das Prinzip des Franchising.
OBI, Fressnapf, McDonald’s, LE CROBAG, Tui, BabyOne, Schülerhilfe und viele andere setzen dabei auf ein partnerschaftliches Vertriebssystem, wobei Franchise-Geber und Franchise-Nehmer gegenseitige Verpflichtungen eingehen.

Geben und Nehmen ist im Franchising die wesentliche Voraussetzung

Der Franchise-Nehmer erhält die Möglichkeit, das Geschäfts-Konzept, Waren- oder Geschmacksmuster gegen Entgelt regional zu nutzen. Dafür stellt der Franchise-Geber gemäß des Franchise-Vertrages entsprechende Leistungen, das ist das Franchise-Paket, bereit. Auch die Zurverfügungstellung eines Franchise Handbuches für seine Franchise-Nehmer gehört dazu. Schließlich soll die Marke wiedererkannt und Qualitätsstandards eingehalten werden – systemkonformes Verhalten der Systempartner wird durch Vorgaben und Richtlinien definiert und gesichert.

Handbücher im Franchising

Ich habe mit Herrn Vogel gesprochen. Er war 20 Jahre Geschäftsführer von mittelständischen Unternehmen in der Nahrungsmittelindustrie und ist Experte für die Entwicklung und Erstellung von Franchise-Handbüchern sowie für den Aufbau und das Management von Franchise-Systemen.

Herr Vogel, warum spielen Franchise-Handbücher im Franchising eine so wichtige Rolle?

Franchise-Geber müssen Ihr Know-how zum richtigen und guten Managen der Franchise-Betriebe durch die Franchise-Nehmer zur Verfügung stellen. Das ist im Franchise-Vertrag geregelt. Dabei geht es stets um die Beschreibung von Abläufen, heute Prozesse genannt, und das Bereitstellen von Dokumenten bzw Vorlagen, an denen sich die Franchise-Nehmer orientieren können bzw. müssen. Das Franchise-Konzept wird vorgegeben, wohingegen die Umsetzung selbstständig vor Ort geschieht. Nur so kann gewährleistet werden, dass das Prinzip des Franchisings trägt. Weiterlesen

Corporate Wiki – Wie Unternehmen mit Mehrsprachigkeit im Wiki umgehen (u.a. Fallstudie Hager Group)

Von Anja Ebersbach und Markus Glaser
Im ersten Teil unseres Themenschwerpunktes „Mehrsprachigkeit in Wikis“ haben sich unsere Kollegen der allgemeinen Frage gewidmet „Mehrsprachigkeit in einem Enterprise Wiki – Internationalität als Hürde bei MediaWiki?„. Wir wollen nun konkrete Beispiele aus den Erfahrungen mit unseren Kunden ergänzen. Insbesondere dient die Hager Group als Fallbeispiel.

Übersetzung vs. Lokalisierung kollaborativ erstellter Inhalte

In international aufgestellten Firmen ist es üblich, eine offizielle Sprache, meist Englisch, zu verwenden. Eine firmenweite Sprache ist grundsätzlich nötig, um eine reibungslose Kommunikation zwischen den Standorten zu ermöglichen. Im Kontext des Wissensmanagements besteht ein Vorteil auch darin, dass der Aufwand für Pflege der Inhalte begrenzt bleibt, der ansonsten von Übersetzungsbüros oder durch entsprechend motiviertes Personal aufgefangen werden muss.

Für kollaborativ erstellte Inhalte ergeben sich jedoch einige Herausforderungen:

  • Die Nutzer sind nicht ausreichend sicher in der Verschriftlichung der Firmensprache. Dadurch ergeben sich zusätzliche Schreibhürden, die den kollaborativen Prozess entscheidend stören können.
  • Wissen ist teilweise lokalisiert und nicht für verschiedene Länder verallgemeinerbar. Ein Beispiel sind rechtliche Vorschriften wie das deutsche Gleichstellungsgesetz.
  • Die Normierung auf eine Sprache erfolgt unter Umständen nicht freiwillig, sondern aus Sachzwängen oder per Management-Direktive.
  • Es sind ungewollte Desintegrationstendenzen feststellbar: Diejenigen, die nicht sicher oder selbstbewusst genug im Englischen sind, werden ausgeschlossen. Dadurch kommt es zu einer Festigung von Hierarchien und Machtstrukturen.

Aus unserer Erfahrung mit diversen Projekten zeigt sich, dass die Mehrsprachigkeit bei der Einführung von Wikis immer ein großes Thema ist. Inhalte in der eigenen Sprache bieten einen inhaltlich „individuellen“, niederschwelligen Einstieg und berücksichtigen die sozio-kulturellen Kontexte der Nutzer.

Im Hinblick auf die Inhalte ist zwischen zwei Formen der Internationalisierung zu unterscheiden: Entweder die Inhalte beschreiben den gleichen Sachverhalt und werden zwischen den Sprachen übertragen (Übersetzung), oder die verschiedensprachigen Artikel sind nicht deckungsgleich, sondern landesspezifisch angepasst (Lokalisierung).

Beispiele für die drei Standardlösungen

Im Bereich der Wikis können drei Patterns ausgemacht werden, mit deren Hilfe diese Problematik angegangen wird: Weiterlesen

Wiki erstellen – Hinweise zum Start für ein eigenes Wiki

Eine eigene Wikipedia zu erstellen ist gar nicht so schwer. Egal, ob sich das Wiki um ein bestimmtes Thema dreht, oder Sie vielleicht ein neues Stadtwiki oder Firmenwiki aufstellen wollen, die Grundüberlegungen sind zunächst eimal sehr ähnlich. Im Folgenden einige Hinweise, auf was zu achten ist, wenn Sie ein Wiki erstellen. Denn es bedarf eines „grünen Daumens“ und einer geeigneten Umgebung. Als einzelner Wiki-Fan hat man zwar auf Gruppenprozesse immer nur begrenzt Einfluss, aber es gibt schon ein paar elementare Grundregeln, die weiterhelfen.

Startseite der Lobbypedia
Startseite der Lobbypedia – Mission: „Lobbyismus-Kritik“

Wikis brauchen „Missionen“

Überlegen Sie sich vorher gut, was Sie mit ihrem Wiki erreichen möchten. Gibt es dafür eine genügend große und genügend interessierte Zielgruppe? Denn es ist wichtig, das sich später engagierte Autoren finden, die das Wiki mit Inhalten füllen und am Leben halten. Der „Wiki-Effekt“ kann nur eintreten, wenn das System in einen größeren Gesamtzusammenhang eingebunden ist. Das heißt, es muss helfen, drängende Probleme einer Gruppe zu lösen oder Medium eines zu gestaltenden Veränderungsprozesses sein.

Wikis verlangen von den Beteiligten sehr viel: Diese müssen ihre Gedanken formulieren, selbständig Ordnungssysteme entwickeln, Regeln erarbeiten und einhalten. Wikis werden deshalb nur genutzt, wenn sie einen Bedarf abdecken und ein ganz praktischer Nutzen für die User zu erkennen ist. Das kann vor allem in Unternehmen und Organisationen eine Reduktion der täglichen Routinearbeit sein oder die Vereinfachung und Beschleunigung von Arbeitsabläufen, aber auch Anerkennung durch Kolleginnen und Kollegen, bzw. ein kollaboratives Arbeitsklima. Wikis helfen beispielsweise, die Menge ihrer Rund-Mails zu reduzieren. Damit bleibt mehr Zeit, um sich auf die kniffligeren Fragen zu konzentrieren. Das Paradebeispiel Wikipedia verdankt seinen Erfolg nicht zuletzt dem Umstand, dass bis dahin jenseits der Suchmaschinen kein wirklich zentraler Anlaufpunkt für die Internetrecherche bestand.
In öffentlichen Wikis ergibt sich die Relevanz oft durch die Bedeutsamkeit eines Themas für eine (hohe) Anzahl an Interessierten. So ist beispielsweise das Frankenwiki ein Wiki, das in erster Linie Heimatverbundene Einwohner der Region Franken anspricht. Finden sich hier genügend Autoren, die gute Inhalte erstellen, kann das wiki Breitenwirkung erzielen und beispielsweise einen Mehrwert für Touristen bieten.

Planen Sie nicht gleich eine Wikipedia

Schätzen Sie realistisch die wahrscheinliche Größenordnung des Wikiprojekts ein. Es ist ein Unterschied, ob das Wiki Medium eines Teams bzw. einer kleinen Gruppe, oder einer Großgruppe mit grob gesagt über 30 Mitgliedern ist. Bei letzteren ist eine direkte Kommunikation aller mit allen nicht mehr möglich. Es bilden sich Kleingruppen, wie in einem weiterhin öffentlichen Raum – wie ein Wiener Kaffeehaus wo man für sich bleibt, aber auch gesehen werden kann. Das bedeutet im Wiki, dass die Kontrolle des Gesamtprojekts vom Einzelnen nicht mehr zu leisten ist. Es heißt aber auch, dass bei einer Kleingruppe beispielsweise die Korrektur der Rechtschreibfehler auf Grund der geringen Teilnehmerzahl entfallen kann oder Moderatoren benötigt werden. Weiterlesen

Cloud Wiki: BlueSpice im Fujitsu Cloud Store in nur 4 Schritten buchen

Der Fujitsu Cloud Store erweitert sein Angebot für Collaboration-Software um ein Enterprise Wiki.

BlueSpice im Fujitsu Cloud Store
BlueSpice im Fujitsu Cloud Store

BlueSpice ist die Wikipedia für Ihr Unternehmen. Ob Produktinformationen, Arbeitsprozesse, Projekterfahrungen oder technische Dokumentationen, das BlueSpice Enterprise Wiki ist der zentrale Ort für alles, was man über Ihre Produkte, Dienstleistungen und Prozesse wissen muss.

In Zusammenarbeit mit der Hallo Welt! – Medienwerkstatt hat die Fujitsu Technology Solutions nun ein Angebot für ein Wiki in der Cloud zusammengestellt, das vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen attraktiv ist.

BlueSpice kann als Basispaket für nur 3,50€ pro Tag und ohne Nutzerbegrenzung gebucht werden. Weitere Module zur Erweiterung lassen sich jederzeit ergänzen. So wächst das Wiki mit dem konkreten Bedarf, wenn zum Beispiel Handbücher erstellt oder redaktionelle Workflows unterstützt werden sollen.

Hallo Welt! bietet auf Bestellung zusätzlich viele Services an: Daten aus bestehenden MediaWikis lassen sich beispielsweise auf Wunsch in das neue BlueSpice-Wiki migrieren. Ebenso erhalten Kunden dort Support, Trainings und Beratung.

Nutzer des Fujitsu Cloud Stores können das System 30 Tage lang kostenlos testen.

4 Schritte und es kann losgehen!

BlueSpice nach Wunsch konfigurieren
BlueSpice nach Wunsch konfigurieren

Schritt 1 – Registrieren: Registrieren Sie sich im Fujitsu Cloud Store. (Achtung, wenn Sie die Seite auf Englisch benötigen, so müssen sie unter „Willkommen“ zunächst die Sprache wechseln!). Rufen Sie die BlueSpice Seite im Fujitsu Cloud Store auf.  Klicken Sie hier auf abonnieren.

Schritt 2 – Konfigurieren: Unter dem Reiter „Preismodell“ finden Sie die allgemeinen Geschäftsbedingungen. Füllen Sie dann die Parameter des Buchungsformulars ( Reiter „Konfiguration“) nach Ihren Bedürfnissen aus.

 

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Reife Firmenwikis – Herausforderungen im späteren Prozess- und Wissensmanagement

Ein Beitrag von Markus Glaser und Anja Ebersbach.

Viele Foschungsarbeiten beschäftigen sich mit der Einführung von Wikis in Unternehmen. Was passiert jedoch nach der erfolgreichen Einführung, wenn das Wiki eine gewisse Reife erreicht hat?
Auf welche Problemstellungen sollte man sich gefasst machen, um darauf adäquat reagieren zu können? Der Beitrag arbeitet anhand des etablierten TOM-Modells, das um die Dimension „Content“ erweitert wird, thesenartig einige markante Herausforderungen heraus, die sich in späteren Stadien der Wikinutzung stellen.

Erweiterung des TOM-Modells um die Dimension „Content“

Das TOM-Modell postuliert einen „ganzheitlichen“ Wissensmanagement-Ansatz. Dem Modell liegt die Annahme zugrunde, dass Wissensmanagement-Initiativen nur dann dauerhaft erfolgreich sein können, wenn alle drei Dimensionen – Technik, Organisation und Mensch – berücksichtigt werden [BWP97].

erweitertes TOM-Modell
Erweitertes TOM-Modell für die Wikinutzung

Da die Nutzung eines Wikis – im Vergleich zu beispielsweise einem Blog oder einem Social Network – im erhöhten Maße eine Auseinandersetzung mit der Definition und der Ordnung der Inhalte erfordert, ist die Einführung einer weiteren Dimension „Content“ für dieses spezielle System angebracht. Content umfasst alle Fragen, die sich mit der Benennung, Strukturierung und Zuordnung von Informationseinheiten beschäftigen, wie z. B. die Kategorisierung.
Die Übergänge aller vier Aspekte zueinander sind fließend. So sollte zum Beispiel die Frage einer Migration von Inhalten in ein Wiki sowohl von der technischen und organisatorischen als auch von der inhaltlichen Perspektive heraus betrachtet werden.

Problemstellungen reifer Wikis in den vier Dimensionen

Vorläufig verstehen wir unter dem Begriff „gereifte Wikis“ Installationen, die nach der Pilot- oder Einführungsphase mindestens ein Jahr lang regelmäßig editiert wurden. Als empirische Grundlage dienen dabei Wiki-Installationen u.a. bei der IBM Deutschland, IHK Darmstadt, Voith IS und HAVI Logistics IS. Diese werden von den Autoren im Rahmen ihrer Arbeit bei der Hallo Welt! – Medienwerkstatt GmbH betreut.

1. Technik

Technologischer Wandel vs. eingespielte Arbeitsprozesse

Auch Wikisysteme müssen in gewissen Abständen aktualisiert werden. Bei Minor Updates und bei Upgrades kommt es zu einer Veränderung der Funktionalität. Das Einspielen zusätzlicher Erweiterungen oder Änderungen an der Systeminfrastruktur verlangen aber auch Änderungen der Verhaltensmuster. Damit zieht jede technische Neuerung ein neues Werben um Akzeptanz nach sich. Das Selbstverständnis der Wiki-Communities ist berührt. So können häufige technische Änderungen nicht nur Verbesserung von Arbeitsabläufen bedeuten, sondern auch zu Vertrauensverlust und Unsicherheit bei den Nutzern führen, wenn die Erwartungskonformität leidet. Weiterlesen

Sieben Mythen bei der Einführung von Wikis

von Anja Ebersbach & Markus Glaser

Die Einführung von Wikis in Unternehmen ist häufig mit hohen Erwartungen verbunden. Diese sind nur teilweise erfüllbar. Es werden sieben Mythen vorgestellt und diskutiert.

Einleitung

Zweifelsohne kann die Einführung eines Wikis im Unternehmen die Dokumentation und Organisation von Wissen in manchen Bereichen deutlich vereinfachen und verbessern. Der Hype-Zyklus Social Software von Gartner [G12] indiziert, dass die Technologie mittlerweile nüchtern betrachtet wird und eine gewisse Reife entwickelt hat. Dennoch werden an Wikis immer noch hohe Erwartungen geknüpft, die sich als nur teilweise erfüllbar erweisen. Einige dieser Mythen werden im Folgenden näher beleuchtet.

einfach wie Ball spielen1. Die Bedienung des Wikis ist intuitiv und einfach

Nicht zuletzt durch den Erfolg der Wikipedia wird die Behauptung genährt, dass es sich bei einem Wiki um eine Software handelt, die sich von selbst erklärt  und sich damit für den massenhaften Gebrauch ungeschulter Nutzer besonders  gut eignet.

Die Einführung von Wikis in Unternehmen zeigte jedoch, dass die Funktionen eines Wikis im Vergleich zu anderen Programmen zwar leicht zu erlernen sind, der User jedoch nicht um eine Einführung, z. B. in Form einer kurzen Schulung, herumkommt.  Dies hängt weniger mit der technischen Komplexität des Wikis als mit den oft hohen psychologischen Hürden zusammen, die beim Erlernen der „Kulturtechnik“ des Zusammenarbeitens und dem hohen Maß an Eigenverantwortlichkeit zunächst abgebaut werden müssen.

2. Ein Wiki verursacht fast keine Kosten

Viele Wiki-Engines sind als freie Software im Netz verfügbar und können einfach heruntergeladen und installiert werden. Zudem baut ein Wiki auf dem Prinzip der Selbstorganisation auf. Es liegt daher der Schluss nahe, dass die Implementierung eines Wikis in einem Unternehmen mit relativ geringen Kosten und Aufwand verbunden ist. Diese Einschätzung ist so nicht zu halten. Weiterlesen