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Best Practise: Produkte und Services im Wiki entwickeln

Pinakothek der Moderne
Orientierung in der Produktentwicklung. Foto: Pinakothek der Moderne, München 2004, by: Reinhard Jahn (CC BY-SA 3.0) via Wikimedia Commons.

Ein Wiki ist das zentrale Tool, um Informationen über sich ändernde Produkte und Dienstleistungen zentral, effizient und systematisch zu teilen. Wie geht man vor? Wir haben die wichtigsten Fragen zusammengestellt.

Wenn Unternehmen ihre Dienstleistungen und Produkte weiterentwickeln gibt es viele Fragen, die schnell beantwortet und an die betroffenen Abteilungen und Teams vermittelt werden müssen:

  • Was ist in dem Produkt enthalten?
  • Wie wird das Produkt kalkuliert?
  • Wie unterscheidet sich das Produkt von Konkurrenzprodukten?
  • Gibt es bei der Auslieferung bestimmte Abläufe und Voraussetzungen zu beachten?
  • Wo gibt es Zusatzinformationen über Qualitätsmerkmale oder ähnliche Produkte im Sortiment?
  • Welche Erfahrungen hat man mit diesem Produkt gemacht und wie sollte man es weiterentwickeln?

Vertrieb, Entwicklung, Projektmanagement und Support sind auf möglichst aktuelle Informationen angewiesen, um ihre Aufgabe gut und effizient erledigen zu können.

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Kategorien in MediaWiki: Arbeiten mit CategoryManager und CategoryTree

Kategorien helfen beim Sortieren der Inhalte. Bild: Ragesoss, Four colors of pills, CC BY-SA 3.0 oder GDFL, via Wikimedia Commons
Kategorien helfen beim Sortieren der Inhalte. Bild: Ragesoss, Four colors of pills, CC BY-SA 3.0 oder GDFL, via Wikimedia Commons.

Oft reicht eine technisch gelungene Suchfunktion nicht aus um alle relevanten Informationen in einer Dokumentation gezielt wiederzufinden. Wie jede Wissensmanagement-Software bietet auch BlueSpice mehrere Funktionen zur Ordnung und Verlinkung der eingefügten Informationen um so den Nutzer bei seiner Suche zu unterstützen.

Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Kategoriensystem des Wikis und zwei dazu gehörigen Erweiterungen, die die Arbeit des „Wikigärtners“ erheblich erleichtern: dem CategoryManager (Kategorieverwaltung) und dem CategoryTree (Kategorienbaum). Weiterlesen

Personen- und Mitarbeiterdaten im Wiki verwalten

Wer arbeitet eigentlich bei uns? Und welche Aufgaben und Kompetenzen hat dieser Mitarbeiter?
Wer sind die neuen Mitarbeiter auf dem Gang oder haben die nur von einer anderen Abteilung zu uns gewechselt?

Um diese Fragen zu beantworten, halten viele Unternehmen Stammdaten in einem Authentifizierungssystem vor. Für weitergehende Informationen wie Zuständigkeiten oder Expertise ist dort aber kein Platz. Dabei geht wichtiges Wissen verloren. Das ist ein Problem für Unternehmen mit mehreren Standorten, aber auch schon hemmend für kleinere mit nur 15 Mitarbeitern.

Wiki als Lösung

Größere Unternehmen installieren dann eine Art internes Facebook – ein Social Network. Oder sie parken die Informationen in Portallösungen, die aber oft umständlich gepflegt werden.

Viel einfacher und effizienter ist der Einsatz eines Wikis.
Im Firmen-Wiki, das sowieso schon die zentrale Knowledgebase des Unternehmens ist, liegen auch die Profilinformationen richtig. Die Mitarbeiter

  • kommen schnell an den Kontakt (Telefonnummer, E-Mail) einer Person,
  • sehen Vertretungen (z.B. im Urlaubsfall) auf einen Blick,
  • identifizieren standortübergreifend Ansprechpartner für Themenbereiche.

Vor allem aber können Mitarbeiter, Abteilungen und Arbeitsgruppen Einträge selbst gestalten und erweitern: Die Basisinformationen werden mit etwas Anpassung aus einem zentralen Authentifizierungssystem gezogen und daneben bietet das Wiki viel Platz für Zusatzinformationen.

Wieder ist ein MediaWiki (z. B. BlueSpice mit Semantic-Erweiterungen) die beste Wahl.  Es lassen sich Formulare erstellen, um die Profilinformationen zu verwalten. Jeder Mitarbeiter füllt diese aus und die eingetragenen Informationen können auf der Metaebene zur Verfügung gestellt werden.

Profilinformationen über ein Semantic-Formular eintragen
Profilinformationen über ein Semantic-Formular eintragen

Profilinformationen abfragen und im Wiki darstellen

Egal, ob aus den Informationen eine Telefonliste generiert wird oder eine Liste mit Ansprechpartnern für einen Bereich samt deren Vertreter – alle Informationen, die in den Profilen hinterlegt sind, können nach Bedarf kombiniert, abgefragt und dargestellt werden.

Ein Beispiel: In einer mittelständischen Firma, die über zwei Standorte verteilt ist, wird kurzfristig eine Person gesucht, die am Standort Regensburg ist und sich tiefergehend mit dem CRM auskennt (z. B. Konfiguration von Berichten). Eine entsprechende Abfrage der Metadaten nach dem Standort und der Kompetenz liefert passende Ansprechpartner.

Abfrage von Kompetenzen mit Semantic MediaWiki
Abfrage von Kompetenzen mit Semantic MediaWiki

Das Schöne daran: Die Zeit für die Suche nach Wissen und Ansprechpartnern wird erheblich reduziert, denn das System muss nicht gewechselt werden. Es gibt einen zentralen Ort für Mitarbeiter, nämlich das Wiki, um schnell auf die allgemeine Wissensbasis, Dokumentation, aber eben auch auf das Metawissen über Mitarbeiter zugreifen zu können. Auch für die Einarbeitung neuer Mitarbeiter ist das ein entscheidendes Plus, denn diese können sich selbstständig und in kürzester Zeit alle Informationen beschaffen und Verantwortlichkeiten identifizieren, die sie für einen reibungslosen Einstieg in die Firma benötigen.

Weitergehende Verknüpfungen von Informationen sind dahingehend realisierbar, dass Mitarbeiter einem Projektkalender zugeordnet werden können und neben Kompetenzen und Zuständigkeiten werden Verfügbarkeiten sichtbar.

Industrie 4.0-Projekt gestartet: Selbstlernende Plattform für Wartungsprozesse auf Wiki-Basis

Wir freuen uns, zusammen mit unseren Verbundpartnern, ein sehr spannendes und umfangreiches Industrie 4.0 – Projekt umzusetzen. Der Startschuss ist bereits gefallen. In dem nun angelaufenen Projekt „Selbstlernendes, verteiltes und sicheres Wissensmanagement-System für die produktivere Echtzeit-Wartung von Produktionsanlagen“ geht es darum, Wartungsprozesse von Produktionsanlagen zu vereinfachen und zu automatisieren.

Der Hintergrund ist, dass die Steuerungs‐ und Regelungstechnik größerer Produktionsanlagen zwar einen hohen Grad an Automatisierung und Echtzeit‐Vernetzung aufweisen, aber die zugehörigen Wartungsprozesse in der Mehrzahl noch durch manuell geprägte Melde‐ und Informationswege geprägt sind. Zudem werden Wartungsprozesse bislang überwiegend isoliert bearbeitet. Das Wiki‐System, das mit BlueSpice realisiert wird, soll nun einerseits von den Maschinen erfasste Prozessdaten und Prozessinformationen, andererseits aber auch vom Bedien- und Wartungspersonal getätigte Kommentare, Hinweise und Wartungsreports integrieren. Auch visuelle und akustische Informationen spielen in der Realisierung eines ganzheitlichen Wartungsmanagements der Produktionsanlage durch ein selbstlernendes verteiltes Wissensmanagement‐System eine Rolle. Auch das Thema Sicherheit wird eine Rolle spielen, um sowohl das Wiki-System als auch verknüpfte Anlagenteile vor unbefugten Eingriffen und Datenmissbrauch zu schützen.

Durch semantische Datenauswertung und Datenfusion wird kontinuierlich neues Wartungswissen erzeugt. Dazu werden existierende Wartungsszenarien und archiviertes Datenmaterial laufend neu bewertet und eine Art Wartungsregelwerk kontinuierlich fortgeschrieben.

Wir entwickeln diese Industrie 4.0 Wiki-Plattform zusammen mit unseren Verbundpartnern,

  • b-plus GmbH: Entwicklung komplexer Hard- und Softwarelösungen u.a. Fahrerassistenzsysteme und Sicherheitssteuerungen
  • Jelba Werkzeug und Maschinenbau GmbH & Co. KG: Anlagen, Sondermaschinen, Vorrichtungen sowie Dreh-, Fräs und Präzisionsteile bis zu 80 Tonnen Stückgewicht
  • Pilkington Deutschland AG: Hersteller von Glas und Glasprodukten für die Bereiche Architectural, Automotive und Technical Glass

und im Bereich Forschung und Entwicklung der Universität der Bundeswehr München.

Navigation im Wiki – so geben Sie den Nutzern Orientierung und Struktur

Ein guter Orientierungssinn in der realen Welt hilft in einem Wiki zunächst einmal nichts. Und trotzdem wissen wir, dass Orientierungspunkte und gute Navigationswerkzeuge unerlässlich sind, um zum Ziel zu finden. In Wikis ist daher die Suche eines der wichtigsten Werkzeuge für Nutzer. Aber Administratoren und Wiki-Gärtner können den Nutzern auch mit einer durchdachten Befüllung der bereitgestellten Navigationselemente unter die Arme greifen.

Ist die Basisarbeit mit der Definition von Namensräumen, Kategorien, sowie die Rechtevergabe und ähnliche Strukturierungsarbeit erst einmal erledigt, empfehlen wir daher folgende Bereiche näher zu betrachten, um Ihre Nutzer zielsicher durchs Wiki zu führen:

1. Anlegen der Hauptnavigation

Die Hauptnavigation (allgemeine Navigation) auf der linken Seite ist der rote Faden. Sie spiegelt in groben Zügen wieder, um welche Art von Wiki es sich handelt und wie es am stärksten genutzt wird; denn hier sind die wichtigsten Inhalte für alle User übergreifend verlinkt. Die Einstiegspunkte für Handbücher, Protokolle, Themen oder auch Nachrichten werden in dieser linken Navigationsleiste hinterlegt – je nachdem wo der Schwerpunkt und die Aufmerksamkeit liegen sollen. Auch die Überblicksseiten wichtiger Kategorien sind beliebte Navigationspunkte. Die linke Navigation sollte vor allem auf Seiten innerhalb des Wikis selbst verlinken, so sind es die Nutzer von Seiten im Internet gewohnt.

Linke Navigation eines Dokumentations- und Handbuchwikis
Linke Navigation eines Dokumentations- und Handbuchwikis

Linke Navigation eines öffentlichen Wikis
Linke Navigation eines öffentlichen Wikis

Linke Navigation einer internen Wissensplattform
Linke Navigation einer internen Wissensplattform

Die Entscheidung, was wichtige Themenbereiche sind, kann neben einer konzeptionellen Überlegung auch mit Hilfe von Tools unterstützt werden. z.B. was interessiert die Wiki-Nutzer und welche Seiten rufen sie oft auf. Nutzen Sie hierzu in MediaWiki und BlueSpice Spezialseiten und Werkzeuge z.B.

  • Spezial:Statistik
  • Das Admin Dashboard (Spezial:Admin_Dashboard) und die hier verfügbaren Portlets „Am meisten bearbeitete Seiten“, „Meist aufgerufene Seiten“ und „Meist gesuchte Seiten“.

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Geschäftsprozesse, Produkte und Services mit dem Wiki einführen und aktualisieren

Viele Firmen nutzen Wiki Software von Anfang an als Wissensmanagementplattform, doch meist stellt sich innerhalb kurzer Zeit heraus, dass das Wiki noch an vielen anderen Stellen Probleme lösen kann. Beispielsweise wird es zunehmend auch als Qualitätsmanagementsystem (QMS) wichtig. Geschäftsprozesse, Dienstleistungen und Produkte werden hier aufgeschrieben und verbreitet. Das Wiki ist dabei Plattform, um beispielsweise die Prozesse fortlaufend und möglichst transparent zu optimieren und zu ergänzen, im Sinne des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP). Es ist Nachschlagewerk und Hilfsmittel für interne Fortbildungsmaßnahmen. BlueSpice pro, als speziell für Unternehmen entwickelte Wiki Engine, bringt alle nötigen Voraussetzungen mit, um ein Unternehmen zu organisieren. Doch wie geht man am besten vor?

Zuerst Struktur oder zuerst Inhalte?

Zunächst gibt es das Henne-Ei-Problem: Schreibt man zuerst die Artikel oder baut man zuerst die Struktur und füllt dann die Artikel mit Inhalten? Die Antwort ist „beides“.
Man kann zum Beispiel mit Beschreibungen von Abläufen beginnen, die man im Wiki als Artikel anlegt. Um die Übersicht nicht zu verlieren, ist es hilfreich, all diese Abläufe auf einer Extraseite zu sammeln und zu sortieren.

Das Einführen von neuen Geschäftsprozessen ist leider nicht in wenigen Tagen erledigt. Von daher ist es ratsam, Schritt für Schritt vorzugehen. Legen Sie eine Grundstruktur für die Prozesse an, die in naher Zukunft bearbeitet werden sollen. Dazu sollte aber im Vorfeld schon eine Idee von den künftigen Strukturen als Grundlage bereitstehen. Man kann sich z.B. an standardisierten Gliederungen orientieren oder diese sogar übernehmen (eine solche Struktur und Inhalte für ITIL-Handbüchern gibt es z.B. hier). Der Vorteil von diesen Standardisierungen liegt vor allem in der enormen Zeitersparnis und darin, dass diese Gliederungen eine gute Vorbereitung für eine spätere Zertifizierung darstellen.
So oder so geht es darum, dass Seiten für Prozessbeschreibungen angelegt werden, die demnächst mit Inhalten gefüllt werden. Damit diese Prozesse für alle Mitarbeiter sofort sichtbar sind, sollten diese in der Navigation ihren festen Platz bekommen.

Klassische Aufteilung: Allgemeine WIssensdatenbank und Organisationsbeschreibungen in der Navi
Klassische Aufteilung: Allgemeine Wissensdatenbank und Organisationsbeschreibungen links in der Navigation

Über eine Buchfunktion, wie in BlueSpice dem Bookmaker, können im Wiki hierarchische Strukturen angelegt und als Handbuch exportiert werden. Weiterlesen

Wissen der Organisation sammeln und verteilen: Wissensmanagement und QM bei der ASIS GmbH – ein Use Case

Teil der Schleifmittelwechselstation von ASIS GmbH
Teil der Schleifmittelwechsel-station von ASIS GmbH

Die Firma ASIS GmbH aus dem schönen Landshut ist im Bereich Automatisierungstechnik tätig. Der Schwerpunkt des Mittelständlers liegt dabei auf der Oberflächentechnik für die Automobilindustrie. So entwickelt und produziert ASIS mit derzeit um die 120 Mitarbeitern u.a. Lackier- und Schleifanlagen.

Ich habe mit Jana Timinger, Technische Redakteurin bei ASIS GmbH, darüber gesprochen, wie sich Wissens- und Qualitätsmanagement u. a. durch das Wachstum der Firma verändert haben.

Frau Timinger, ASIS hat in den letzten Jahren einige Veränderungen durchlebt, welche Herausforderungen sind daraus entstanden?

Wir sind innerhalb von wenigen Jahren von 70 auf 120 Mitarbeiter gewachsen. Zudem haben wir zwei Standorte und viele Mitarbeiter, die viel außer Haus auf Baustellen oder beim Kunden unterwegs sind. Hier ist es immer wieder Thema, wie wir die Zusammenarbeit über die Entfernung hinweg gut organisieren können, zum Beispiel bei Projekten, bei denen Planer mehrerer Standorte zusammenarbeiten. Generell gesagt: wie kriegen alle Mitarbeiter wichtige Informationen regelmäßig mit und wie können Dokumente zentral zugänglich und wieder auffindbar machen? Unsere bisherige Ablagestruktur war hierfür nicht ideal.

Was war der Auslöser, dass Sie sich auf die Suche nach einem System für die Lösung dieser Herausforderungen gemacht haben? Und was waren Ihre Anforderungen an das System?

Anstoß war ursprünglich das Qualitätsmanagement. Dort hatten wir Dokumente in so einer Art Intranet. Das war nicht sonderlich komfortabel und wir waren damit sehr unzufrieden, weil es viel Doppelablage gab und die Dokumente für die Mitarbeiter nicht gut zugänglich waren. Außerdem hatten unsere Fachabteilungen den Wunsch Wissen zentral festhalten zu können, so dass es für alle in der Abteilung, aber auch firmenweit zugänglich ist. Denn Word-Dokumente irgendwo auf dem Server gehen einfach viel zu schnell unter – sie sind kaum noch auffindbar.

Nun findet die ganze Qualitätsmanagement-Dokumentation im Wiki statt und wir haben für die einzelnen Abteilungen Unterportale eingerichtet, in denen die Fachabteilungen relevante Informationen und Neuigkeiten einstellen und hervorheben können.

Das Portal des Qualitätsmanagements im Wiki
Das Portal des Qualitätsmanagements im Wiki

Und wir hatten vorher ein Organisationshandbuch in Word mit firmeninternen Regelungen, Bildern von Mitarbeitern und dergleichen – das ist auch komplett ins Wiki übergegangen.

Die Anforderung an eine neue Lösung war vor allem, dass es leicht zugänglich sein muss für alle, die lesen müssen. Die Wiederauffindbarkeit von Dokumenten und Informationen sollte deutlich besser werden (z. B. durch eine Volltextsuche) und ganz besonders wichtig war auch, dass redundante Datenablage zukünftig verhindert werden sollte. Und wir sollten erreichen, dass alle, die aktiv sein möchten, ohne Hindernisse mitarbeiten können.

ASIS setzt nun seit Sommer 2014 die Wiki-Software BlueSpice ein. Welche Abteilungen sind denn involviert und wer ist für das Wiki und dessen Inhalte verantwortlich? Weiterlesen

Der Anfang der Schublade – Der Dokumentationsprozess im Firmenwiki

Copyright Card Catalog Drawer
Michael Holley: Swtpc6800, Public domain, via Wikimedia Commons
Eine Dokumentation im Unternehmenswiki hat das Ziel, dass die Mitarbeiter firmeninterne Informationen gezielt wiederfinden. Das Sammeln, Ablegen und Ordnen dieser Informationen ist idealer Weise kein Selbstzweck, sondern in besonderem Maße auf die Suchbedürfnisse der anderen Nutzer angepasst.

Verlassen sich die Wikiautoren allein auf eine technisch gelungene Suchfunktion, anhand der die Artikel im Volltextmodus gefunden werden können, verzichten sie auf viele wichtige Wiki-Funktionen und Methoden, die dem Suchenden das Auffinden von relevanten Informationen erheblich erleichtern, z. B. das Anlegen von Begriffsklärungsseiten (Disambiguierung) oder Weiterleitungen bei synonymen Begriffen.

Genau mit diesen Methoden der Wissensrepräsentation werde ich mich in den folgenden Blogartikeln beschäftigen. Die Reihe orientiert sich an dem Namen von David  Weinbergers „Das Ende der Schublade“ und möchte die (Gegen)-These vertreten, dass selbst im Web 2.0- Zeitalter mit seinen hochgelobten Tagging—Systemen, die quasi unkontrolliert von einer Massen von Usern aus einem sehr subjektiven Blickwinkel erstellt werden, inhaltlich geplante und zentral gepflegte Ordnungssysteme in vielen Organisationen eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen.

Das heißt jedoch nicht, dass ich eine Rückkehr in das Bibliothekszeitalter propagiere, in dem ein einsamer Dokumentar über seine von oben vorgegebene, starre Signaturordnung wacht. Im Gegenteil: Das Spannende an der Ordnung im Wiki ist die Tatsache, dass nicht nur die Erstellung des Inhalts in die Hände von „Amateuren“ gegeben wird, sondern auch das Handwerk des Bibliothekars mit all seinen komplexen Aufgabestellungen. Und die Realität zeigt, dass es in den meisten Fällen gut funktioniert!

Die Wikigärtner in den jeweiligen Unternehmen eignen sich aus einer sehr praktischen Perspektive Kenntnisse der Ordnungslehre, Sprachwissenschaft und Computerlinguistik an, um der Informationsflut Herr zu werden und werden damit zu Experten für die Wissens-, Informations- und Kommunikationsstrukturen in ihrer Organisation.

Den Einstieg in dieses Thema widme ich der grundlegenden Fragestellung,  wie eine (ideal)-typische Erstellung eines Wikiartikels aussehen könnte.
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Dokumentation mit BlueSpice for MediaWiki erstellen – Hinweise und Tipps für Online-Handbücher

Inzwischen sind Dokumentationen mit Wikis kein Neuland mehr. Auf der Suche nach Online-Dokumentationen, die auf einer Wiki-Engine beruhen, findet man so einiges. Vor allem die Softwareschmieden selbst scheinen hier eine Vorreiterrolle zu besitzen. Viele der Dokumentationsplattformen machen sich den kollaborativen Charakter des Wikis zu nutze und beziehen die Community mit ein. Aber nicht nur öffentliche Dokumentationen, auch interne Dokumentationen setzen vermehrt auf die spezifischen Wikistrukturen, um beispielsweise Handbücher zu erstellen. BlueSpice (for MediaWiki) bietet spezifische Werkzeuge, um Sie bei der Erstellung von Dokumentationen zu unterstützen. Vorneweg sei bemerkt, dass viele Funktionen bereits in der kostenlosen Version BlueSpice free enthalten sind, andere wiederum sind in der Subskription BlueSpice pro enthalten oder als Einzelpakete im Shop erhältlich (Selbstinstallation). Der Unterschied zu vergleichbaren proprietären Systemen besteht in der Flexibilität, denn Sie können das System bei Bedarf beliebig customizen. Zudem gibt es bei BlueSpice keine Bepreisung nach Nutzern, die Autorenschaft wächst einfach automatisch und kostenlos mit. Auch gibt es bei BlueSpice keinen Vendor-Lock-in, das heißt Ihre Daten bleiben bei Ihnen und sind weiterhin verfügbar, auch wenn Sie sich dazu entschließen sollten den Vertrag zu kündigen.

Nun aber zurück zu den eher inhaltlichen Aspekten einer Dokumentation, die vor allem in der Planungs- und Entscheidungsphase die Argumentation beeinflussen. Wir hangeln uns an verschiedenen Fragestellungen entlang: Weiterlesen

Die Wissensplattform der DESERTEC Foundation – ein Wiki zur Unterstützung von Wissenstransfer und Kooperation einer NGO

Öffentliche Wikis stellen die Betreiber vor viele Herausforderungen. Aktive Mitglieder zu rekrutieren oder für eine neue Plattform zu begeistern gehört ebenso zu den Aufgaben wie auf der rein technischen Seite der Umgang mit Spam. Die DESERTEC Knowledge Platform gehört zu den öffentlichen Wikis, die die Öffentlichkeitsarbeit unterstützen sollen. Ein weltweites Projekt der DESERTEC Foundation, das zusammen mit der Hallo Welt! – Medienwerkstatt GmbH umgesetzt wurde.

Doch lesen Sie mehr über das Projekt von Andreas Huber, Mitglied des Management Teams der DESERTEC Foundation. Er schreibt über seine Erfahrungen mit der Wissensplattform:

Nachhaltige Zukunft gestalten – Die DESERTEC Foundation

deserteclogo_02Die DESERTEC Foundation ist eine zivilgesellschaftliche globale Initiative zur Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft. Sie wurde am 20. Januar 2009 als gemeinnützige Stiftung gegründet und ging hervor aus einem Netzwerk von Wissenschaftlern, Politikern und Ökonomen aus der Mittelmeerregion, die gemeinsam das DESERTEC-Konzept entwickelten. Wir arbeiten an der schnellen weltweiten Umsetzung des DESERTEC-Konzepts, einer Lösung, die Klimaschutz und Energiesicherheit mit Entwicklungs- und Sicherheitspolitik verbindet. Mit rund 30 Mitarbeitern und regionalen Netzwerk-Koordinatoren sowie einer großen Gemeinschaft von Unterstützern sind wir rund um den Globus aktiv.

Die Knowledge Platform – Wissen möglichst einfach zur Verfügung stellen

Startseite der DESERTEC Knowledge Platform
Startseite der DESERTEC Knowledge Platform

Eine Herausforderung ist die Sammlung und Bereitstellung des Wissens der Menschen aus den einzelnen Disziplinen verteilt auf dem ganzen Globus. Da das DESERTEC-Konzept die Nutzung aller Arten von erneuerbaren Energien zum Ziel hat und gleichzeitig politische, ökologische, ökonomische und zivilgesellschaftliche Bereiche berührt, ist es wichtig, den Menschen eine einfache Möglichkeit zu schaffen, der Gemeinschaft ihr Wissen zur Verfügung zu stellen. Zu diesem Zweck wurde die DESERTEC Knowledge Platform gegründet. Verschiedene Plattformen und Software wurden anhand der identifizierten Anforderungen analysiert. Für uns am wichtigsten, war der weltweite Support bzw. die weltweite Verbreitung der Software. Die später ausgewählte Software MediaWiki stellt dies mit der Umsetzung der Wikipedia eindeutig unter Beweis. Da wir uns jedoch Verbesserungen in der Nutzerfreundlichkeit wünschten und auch einige zusätzliche Funktionen benötigten basiert die  DESERTEC Knowledge Plattform auf BlueSpice for Mediawiki und wurde mit der Unterstützung von Partnern wie Hallo Welt! realisiert.

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