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Angebote für Franchise-Unternehmen und Partner: Neue Wege, um ein Franchise-Handbuch zu erstellen.

 

Cheese burger with lettuce cheese and tomato, isolated over white, macro, close up with copy space
Cheese burger with lettuce cheese and tomato, isolated over white, macro, close up with copy space

Ein Gang durch die Fußgängerzone einer Groß- oder Kleinstadt bezeugt – Franchiseunternehmen gibt es überall zu Hauf. Aus dem Nahrungsmittelbereich, Autovermietung, Sport, Medien oder Versicherungen, beinahe überall findet man das Prinzip des Franchising.
OBI, Fressnapf, McDonald’s, LE CROBAG, Tui, BabyOne, Schülerhilfe und viele andere setzen dabei auf ein partnerschaftliches Vertriebssystem, wobei Franchise-Geber und Franchise-Nehmer gegenseitige Verpflichtungen eingehen.

Geben und Nehmen ist im Franchising die wesentliche Voraussetzung

Der Franchise-Nehmer erhält die Möglichkeit, das Geschäfts-Konzept, Waren- oder Geschmacksmuster gegen Entgelt regional zu nutzen. Dafür stellt der Franchise-Geber gemäß des Franchise-Vertrages entsprechende Leistungen, das ist das Franchise-Paket, bereit. Auch die Zurverfügungstellung eines Franchise Handbuches für seine Franchise-Nehmer gehört dazu. Schließlich soll die Marke wiedererkannt und Qualitätsstandards eingehalten werden – systemkonformes Verhalten der Systempartner wird durch Vorgaben und Richtlinien definiert und gesichert.

Handbücher im Franchising

Ich habe mit Herrn Vogel gesprochen. Er war 20 Jahre Geschäftsführer von mittelständischen Unternehmen in der Nahrungsmittelindustrie und ist Experte für die Entwicklung und Erstellung von Franchise-Handbüchern sowie für den Aufbau und das Management von Franchise-Systemen.

Herr Vogel, warum spielen Franchise-Handbücher im Franchising eine so wichtige Rolle?

Franchise-Geber müssen Ihr Know-how zum richtigen und guten Managen der Franchise-Betriebe durch die Franchise-Nehmer zur Verfügung stellen. Das ist im Franchise-Vertrag geregelt. Dabei geht es stets um die Beschreibung von Abläufen, heute Prozesse genannt, und das Bereitstellen von Dokumenten bzw Vorlagen, an denen sich die Franchise-Nehmer orientieren können bzw. müssen. Das Franchise-Konzept wird vorgegeben, wohingegen die Umsetzung selbstständig vor Ort geschieht. Nur so kann gewährleistet werden, dass das Prinzip des Franchisings trägt. Weiterlesen

Corporate Wiki – Wie Unternehmen mit Mehrsprachigkeit im Wiki umgehen (u.a. Fallstudie Hager Group)

Von Anja Ebersbach und Markus Glaser
Im ersten Teil unseres Themenschwerpunktes „Mehrsprachigkeit in Wikis“ haben sich unsere Kollegen der allgemeinen Frage gewidmet „Mehrsprachigkeit in einem Enterprise Wiki – Internationalität als Hürde bei MediaWiki?„. Wir wollen nun konkrete Beispiele aus den Erfahrungen mit unseren Kunden ergänzen. Insbesondere dient die Hager Group als Fallbeispiel.

Übersetzung vs. Lokalisierung kollaborativ erstellter Inhalte

In international aufgestellten Firmen ist es üblich, eine offizielle Sprache, meist Englisch, zu verwenden. Eine firmenweite Sprache ist grundsätzlich nötig, um eine reibungslose Kommunikation zwischen den Standorten zu ermöglichen. Im Kontext des Wissensmanagements besteht ein Vorteil auch darin, dass der Aufwand für Pflege der Inhalte begrenzt bleibt, der ansonsten von Übersetzungsbüros oder durch entsprechend motiviertes Personal aufgefangen werden muss.

Für kollaborativ erstellte Inhalte ergeben sich jedoch einige Herausforderungen:

  • Die Nutzer sind nicht ausreichend sicher in der Verschriftlichung der Firmensprache. Dadurch ergeben sich zusätzliche Schreibhürden, die den kollaborativen Prozess entscheidend stören können.
  • Wissen ist teilweise lokalisiert und nicht für verschiedene Länder verallgemeinerbar. Ein Beispiel sind rechtliche Vorschriften wie das deutsche Gleichstellungsgesetz.
  • Die Normierung auf eine Sprache erfolgt unter Umständen nicht freiwillig, sondern aus Sachzwängen oder per Management-Direktive.
  • Es sind ungewollte Desintegrationstendenzen feststellbar: Diejenigen, die nicht sicher oder selbstbewusst genug im Englischen sind, werden ausgeschlossen. Dadurch kommt es zu einer Festigung von Hierarchien und Machtstrukturen.

Aus unserer Erfahrung mit diversen Projekten zeigt sich, dass die Mehrsprachigkeit bei der Einführung von Wikis immer ein großes Thema ist. Inhalte in der eigenen Sprache bieten einen inhaltlich „individuellen“, niederschwelligen Einstieg und berücksichtigen die sozio-kulturellen Kontexte der Nutzer.

Im Hinblick auf die Inhalte ist zwischen zwei Formen der Internationalisierung zu unterscheiden: Entweder die Inhalte beschreiben den gleichen Sachverhalt und werden zwischen den Sprachen übertragen (Übersetzung), oder die verschiedensprachigen Artikel sind nicht deckungsgleich, sondern landesspezifisch angepasst (Lokalisierung).

Beispiele für die drei Standardlösungen

Im Bereich der Wikis können drei Patterns ausgemacht werden, mit deren Hilfe diese Problematik angegangen wird: Weiterlesen

Mehrsprachigkeit in einem Enterprise Wiki – Internationalität als Hürde bei MediaWiki?

„Sprachen sind die Archive der Geschichte“ (Ralph Waldo Emerson) Sprachen beherbergen die Entwicklung eines Volkes und überliefern deren Geschichte. Sieht man Überlieferung von Generationen im Kontext des Wissensmanagements, so könnte man sagen, dass das Wiki als Medium Wissen zwischen Menschen transferiert. Im weitesten Sinne dient es als Archiv einer Firma und je mehr Internationalität es beinhaltet, desto reicher und wertvoller das Archiv.

(Ein Beitrag von Radovan Kubani und Nathalie Köpff)

Flaggenleiste

Warum ist Mehrsprachigkeit ein Thema bei Wikis?

Ähnlich wie in Content Management Systemen können auch bei Wikis mehrere Sprachen hinterlegt werden, um Nutzern das Angebot zu machen, den Inhalt in ihrer Sprache zu lesen. Jedoch handelt es sich bei Wikis um komplexere Vorgänge, da hier prinzipielle politische, kulturelle und technische Entscheidungen getroffen werden müssen.

Wir wollen nun allgemein Hinweise darauf geben, welche Arten der Mehrsprachigkeit in MediaWikis vorkommen können, welche Fragen sich Wikigärtner und Initiatoren dazu stellen müssen und welche Lösungen es für die Internationalisierung gibt. In einem zweiten Blogbeitrag werden wir Ihnen eine konkrete Umsetzung anhand eines Fallbeispiels erläutern.

Drei Szenarien im Hinblick auf die Internationalisierung von Wikis

Gerade in international agierenden Unternehmen stehen Wikigärtner von Firmenwikis irgendwann vor der Frage, wie sie mit Mehrsprachigkeit umgehen sollen.
Sie werden sich vermutlich in einem dieser Szenarien wiederfinden:

  1. Sie planen die Einführung eines Wikis und wissen, dass dieses in verschiedenen Sprachen verfügbar sein muss.
  2. Sie haben bereits ein Wiki, vielleicht sogar schon mit einer Menge Inhalt, und möchten es nun in eine oder mehrere Sprachen übersetzen.
  3. Sie betreiben bereits ein Wiki und es sollen nun Inhalte aus dem internationalen Bereich Ihres Unternehmens dokumentiert werden, die die deutschen Inhalte ergänzen.

Sei es, dass das MediaWiki Bestandteil eines international agierenden Unternehmens ist, oder dass ein Unternehmen wächst und sich die Ansprüche an die verwendete Software verändern – Mehrsprachigkeit von Wikis wird oft zu einer Hürde.  Weiterlesen

Wiki erstellen – Hinweise zum Start für ein eigenes Wiki

Eine eigene Wikipedia zu erstellen ist gar nicht so schwer. Egal, ob sich das Wiki um ein bestimmtes Thema dreht, oder Sie vielleicht ein neues Stadtwiki oder Firmenwiki aufstellen wollen, die Grundüberlegungen sind zunächst eimal sehr ähnlich. Im Folgenden einige Hinweise, auf was zu achten ist, wenn Sie ein Wiki erstellen. Denn es bedarf eines „grünen Daumens“ und einer geeigneten Umgebung. Als einzelner Wiki-Fan hat man zwar auf Gruppenprozesse immer nur begrenzt Einfluss, aber es gibt schon ein paar elementare Grundregeln, die weiterhelfen.

Startseite der Lobbypedia
Startseite der Lobbypedia – Mission: „Lobbyismus-Kritik“

Wikis brauchen „Missionen“

Überlegen Sie sich vorher gut, was Sie mit ihrem Wiki erreichen möchten. Gibt es dafür eine genügend große und genügend interessierte Zielgruppe? Denn es ist wichtig, das sich später engagierte Autoren finden, die das Wiki mit Inhalten füllen und am Leben halten. Der „Wiki-Effekt“ kann nur eintreten, wenn das System in einen größeren Gesamtzusammenhang eingebunden ist. Das heißt, es muss helfen, drängende Probleme einer Gruppe zu lösen oder Medium eines zu gestaltenden Veränderungsprozesses sein.

Wikis verlangen von den Beteiligten sehr viel: Diese müssen ihre Gedanken formulieren, selbständig Ordnungssysteme entwickeln, Regeln erarbeiten und einhalten. Wikis werden deshalb nur genutzt, wenn sie einen Bedarf abdecken und ein ganz praktischer Nutzen für die User zu erkennen ist. Das kann vor allem in Unternehmen und Organisationen eine Reduktion der täglichen Routinearbeit sein oder die Vereinfachung und Beschleunigung von Arbeitsabläufen, aber auch Anerkennung durch Kolleginnen und Kollegen, bzw. ein kollaboratives Arbeitsklima. Wikis helfen beispielsweise, die Menge ihrer Rund-Mails zu reduzieren. Damit bleibt mehr Zeit, um sich auf die kniffligeren Fragen zu konzentrieren. Das Paradebeispiel Wikipedia verdankt seinen Erfolg nicht zuletzt dem Umstand, dass bis dahin jenseits der Suchmaschinen kein wirklich zentraler Anlaufpunkt für die Internetrecherche bestand.
In öffentlichen Wikis ergibt sich die Relevanz oft durch die Bedeutsamkeit eines Themas für eine (hohe) Anzahl an Interessierten. So ist beispielsweise das Frankenwiki ein Wiki, das in erster Linie Heimatverbundene Einwohner der Region Franken anspricht. Finden sich hier genügend Autoren, die gute Inhalte erstellen, kann das wiki Breitenwirkung erzielen und beispielsweise einen Mehrwert für Touristen bieten.

Planen Sie nicht gleich eine Wikipedia

Schätzen Sie realistisch die wahrscheinliche Größenordnung des Wikiprojekts ein. Es ist ein Unterschied, ob das Wiki Medium eines Teams bzw. einer kleinen Gruppe, oder einer Großgruppe mit grob gesagt über 30 Mitgliedern ist. Bei letzteren ist eine direkte Kommunikation aller mit allen nicht mehr möglich. Es bilden sich Kleingruppen, wie in einem weiterhin öffentlichen Raum – wie ein Wiener Kaffeehaus wo man für sich bleibt, aber auch gesehen werden kann. Das bedeutet im Wiki, dass die Kontrolle des Gesamtprojekts vom Einzelnen nicht mehr zu leisten ist. Es heißt aber auch, dass bei einer Kleingruppe beispielsweise die Korrektur der Rechtschreibfehler auf Grund der geringen Teilnehmerzahl entfallen kann oder Moderatoren benötigt werden. Weiterlesen

Cloud Wiki: BlueSpice im Fujitsu Cloud Store in nur 4 Schritten buchen

Der Fujitsu Cloud Store erweitert sein Angebot für Collaboration-Software um ein Enterprise Wiki.

BlueSpice im Fujitsu Cloud Store
BlueSpice im Fujitsu Cloud Store

BlueSpice ist die Wikipedia für Ihr Unternehmen. Ob Produktinformationen, Arbeitsprozesse, Projekterfahrungen oder technische Dokumentationen, das BlueSpice Enterprise Wiki ist der zentrale Ort für alles, was man über Ihre Produkte, Dienstleistungen und Prozesse wissen muss.

In Zusammenarbeit mit der Hallo Welt! – Medienwerkstatt hat die Fujitsu Technology Solutions nun ein Angebot für ein Wiki in der Cloud zusammengestellt, das vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen attraktiv ist.

BlueSpice kann als Basispaket für nur 3,50€ pro Tag und ohne Nutzerbegrenzung gebucht werden. Weitere Module zur Erweiterung lassen sich jederzeit ergänzen. So wächst das Wiki mit dem konkreten Bedarf, wenn zum Beispiel Handbücher erstellt oder redaktionelle Workflows unterstützt werden sollen.

Hallo Welt! bietet auf Bestellung zusätzlich viele Services an: Daten aus bestehenden MediaWikis lassen sich beispielsweise auf Wunsch in das neue BlueSpice-Wiki migrieren. Ebenso erhalten Kunden dort Support, Trainings und Beratung.

Nutzer des Fujitsu Cloud Stores können das System 30 Tage lang kostenlos testen.

4 Schritte und es kann losgehen!

BlueSpice nach Wunsch konfigurieren
BlueSpice nach Wunsch konfigurieren

Schritt 1 – Registrieren: Registrieren Sie sich im Fujitsu Cloud Store. (Achtung, wenn Sie die Seite auf Englisch benötigen, so müssen sie unter „Willkommen“ zunächst die Sprache wechseln!). Rufen Sie die BlueSpice Seite im Fujitsu Cloud Store auf.  Klicken Sie hier auf abonnieren.

Schritt 2 – Konfigurieren: Unter dem Reiter „Preismodell“ finden Sie die allgemeinen Geschäftsbedingungen. Füllen Sie dann die Parameter des Buchungsformulars ( Reiter „Konfiguration“) nach Ihren Bedürfnissen aus.

 

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Reife Firmenwikis – Herausforderungen im späteren Prozess- und Wissensmanagement

Ein Beitrag von Markus Glaser und Anja Ebersbach.

Viele Foschungsarbeiten beschäftigen sich mit der Einführung von Wikis in Unternehmen. Was passiert jedoch nach der erfolgreichen Einführung, wenn das Wiki eine gewisse Reife erreicht hat?
Auf welche Problemstellungen sollte man sich gefasst machen, um darauf adäquat reagieren zu können? Der Beitrag arbeitet anhand des etablierten TOM-Modells, das um die Dimension „Content“ erweitert wird, thesenartig einige markante Herausforderungen heraus, die sich in späteren Stadien der Wikinutzung stellen.

Erweiterung des TOM-Modells um die Dimension „Content“

Das TOM-Modell postuliert einen „ganzheitlichen“ Wissensmanagement-Ansatz. Dem Modell liegt die Annahme zugrunde, dass Wissensmanagement-Initiativen nur dann dauerhaft erfolgreich sein können, wenn alle drei Dimensionen – Technik, Organisation und Mensch – berücksichtigt werden [BWP97].

erweitertes TOM-Modell
Erweitertes TOM-Modell für die Wikinutzung

Da die Nutzung eines Wikis – im Vergleich zu beispielsweise einem Blog oder einem Social Network – im erhöhten Maße eine Auseinandersetzung mit der Definition und der Ordnung der Inhalte erfordert, ist die Einführung einer weiteren Dimension „Content“ für dieses spezielle System angebracht. Content umfasst alle Fragen, die sich mit der Benennung, Strukturierung und Zuordnung von Informationseinheiten beschäftigen, wie z. B. die Kategorisierung.
Die Übergänge aller vier Aspekte zueinander sind fließend. So sollte zum Beispiel die Frage einer Migration von Inhalten in ein Wiki sowohl von der technischen und organisatorischen als auch von der inhaltlichen Perspektive heraus betrachtet werden.

Problemstellungen reifer Wikis in den vier Dimensionen

Vorläufig verstehen wir unter dem Begriff „gereifte Wikis“ Installationen, die nach der Pilot- oder Einführungsphase mindestens ein Jahr lang regelmäßig editiert wurden. Als empirische Grundlage dienen dabei Wiki-Installationen u.a. bei der IBM Deutschland, IHK Darmstadt, Voith IS und HAVI Logistics IS. Diese werden von den Autoren im Rahmen ihrer Arbeit bei der Hallo Welt! – Medienwerkstatt GmbH betreut.

1. Technik

Technologischer Wandel vs. eingespielte Arbeitsprozesse

Auch Wikisysteme müssen in gewissen Abständen aktualisiert werden. Bei Minor Updates und bei Upgrades kommt es zu einer Veränderung der Funktionalität. Das Einspielen zusätzlicher Erweiterungen oder Änderungen an der Systeminfrastruktur verlangen aber auch Änderungen der Verhaltensmuster. Damit zieht jede technische Neuerung ein neues Werben um Akzeptanz nach sich. Das Selbstverständnis der Wiki-Communities ist berührt. So können häufige technische Änderungen nicht nur Verbesserung von Arbeitsabläufen bedeuten, sondern auch zu Vertrauensverlust und Unsicherheit bei den Nutzern führen, wenn die Erwartungskonformität leidet. Weiterlesen

Unternehmenswiki HAVIpedia – HAVI Logistics auf dem Weg zum Enterprise 2.0

Dieser Erfahrungsbericht beruht auf einem Interview mit Miriam Schönberg, verantwortlich für den Bereich Wissensmanagement bei HAVI Logistics. Sie ist maßgeblich an der Entwicklung der HAVIpedia beteiligt. HAVI Logistics ist Lead Logistics Provider für die Food Service Industry und beliefert unter anderem Restaurantketten wie beispielsweise McDonald’s, Nordsee und Vapiano. Das Unternehmen hat derzeit 5.510 Mitarbeiter und 55 Distributionszentren in Europa.

Wie verlief die Entwicklung vom Abteilungswiki zum Firmenwiki?

HAVI Logistics startete bereits 2004 mit der Einführung eines Abteilungswikis im Bereich IT. Sechs Jahre später wurde das damals erste Wiki der Hallo Welt! GmbH, es hieß „hallowiki“, eingeführt. Es erweiterte das bestehende MediaWiki und machte das einstige Abteilungswiki für über 200 Nutzer unserer gesamten IT in verschiedenen Ländern verfügbar.

Die aktuelle Hauptseite der HAVIpedia
Die aktuelle Hauptseite der HAVIpedia

Es stellte sich sehr schnell heraus, dass die Informationen aus dem Wiki nicht nur für die IT, sondern auch für die Abteilungen interessant und hilfreich waren, die mit IT zusammenarbeiteten. Deshalb haben wir dann 2011 HAVIpedia für alle Kollegen im Unternehmen geöffnet. Theoretisch  kann seitdem also jeder unserer Mitarbeiter, der Zugang zu unserem Firmennetzwerk hat, auf das Wiki zugreifen, nach Informationen suchen oder selbst mitschreiben.

Reine Leserechte gibt es nicht, denn jeder soll und darf sich beteiligen. HAVIpedia  ist zudem angebunden an das Active Directory, das heißt die Kollegen melden sich über ihren normalen Account an, und sind dann auch registriert im Wiki unterwegs.

Wie funktioniert das Wiki als eines von mehreren Kollaborationssystemen innerhalb von HAVI Logistics?

Im Zuge der Entwicklung zu einem Enterprise 2.0 Unternehmen gibt es bei HAVI Logistics mehrere Web Applikationen für die interne Kommunikation und Zusammenarbeit. Das Wiki ist ein Bestandteil von vier zentralen Platformen, zur Förderung des internen Wissensaustausches; es gewinnt jedoch zunehmend an Bedeutung.

Die vier Säulen bilden: Weiterlesen

Wissensmanagement und Handbücher im Finanzsektor: Ein Wiki mit Blog für die Kreissparkasse Saalfeld-Rudolstadt

 „Endlich mehr Zeit fürs Geschäft durch Web 2.0 – Die Kreissparkasse Saalfeld knackt ihre Wissenssilos und findet einen neuen Umgang mit Regeln“ von Christian Sauer (Zusammenfassung des Erfahrungsberichtes von Nathalie Köpff).

Es ist ein alter Hut, dass Vieles in Deutschland überreglementiert ist. Statt die Kreativität und unternehmerisches Denken und Handeln zu fördern, geht durch zu viele Regelungen der Überblick verloren und es entstehen Redundanzen; im Extremfall sogar Widersprüche. Bei der Einführung von Web 2.0 geht es also unter anderem darum Wissenssilos aufzubrechen, neu erworbenes Wissen von Mitarbeitern zu teilen und zwar an einem zentralen, für alle zugänglichen Ort z.B. im Intranet. Mitarbeitern soll eine Informationsplattform zur Verfügung gestellt werden, die sie zur aktiven Mitarbeit motiviert und einen erkennbaren Mehrwert schafft.

Online Organisationshandbuch und freie Dokumentation

Die Hauptseite der S-Pedia verweist auf wichtige Neuerungen

Das Wiki der Kreissparkasse Saalfeld-Rudolstadt vereint beide Anforderungen. Der eine Teil des Wikis genügt den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Revisionsanforderungen. Dieser Bereich fixiert die Ordnung des Geschäftsbetriebes schriftlich und ist daher mit Freigabe- und Workflowprozessen ausgestattet. Zum anderen gibt es einen freien Bereich, in dem die Kollegschaft frei dokumentieren kann.  Ein Blog unterstützt dieses System durch eine unverbindlichere Form der Informationsweitergabe.

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Sieben Mythen bei der Einführung von Wikis

von Anja Ebersbach & Markus Glaser

Die Einführung von Wikis in Unternehmen ist häufig mit hohen Erwartungen verbunden. Diese sind nur teilweise erfüllbar. Es werden sieben Mythen vorgestellt und diskutiert.

Einleitung

Zweifelsohne kann die Einführung eines Wikis im Unternehmen die Dokumentation und Organisation von Wissen in manchen Bereichen deutlich vereinfachen und verbessern. Der Hype-Zyklus Social Software von Gartner [G12] indiziert, dass die Technologie mittlerweile nüchtern betrachtet wird und eine gewisse Reife entwickelt hat. Dennoch werden an Wikis immer noch hohe Erwartungen geknüpft, die sich als nur teilweise erfüllbar erweisen. Einige dieser Mythen werden im Folgenden näher beleuchtet.

einfach wie Ball spielen1. Die Bedienung des Wikis ist intuitiv und einfach

Nicht zuletzt durch den Erfolg der Wikipedia wird die Behauptung genährt, dass es sich bei einem Wiki um eine Software handelt, die sich von selbst erklärt  und sich damit für den massenhaften Gebrauch ungeschulter Nutzer besonders  gut eignet.

Die Einführung von Wikis in Unternehmen zeigte jedoch, dass die Funktionen eines Wikis im Vergleich zu anderen Programmen zwar leicht zu erlernen sind, der User jedoch nicht um eine Einführung, z. B. in Form einer kurzen Schulung, herumkommt.  Dies hängt weniger mit der technischen Komplexität des Wikis als mit den oft hohen psychologischen Hürden zusammen, die beim Erlernen der „Kulturtechnik“ des Zusammenarbeitens und dem hohen Maß an Eigenverantwortlichkeit zunächst abgebaut werden müssen.

2. Ein Wiki verursacht fast keine Kosten

Viele Wiki-Engines sind als freie Software im Netz verfügbar und können einfach heruntergeladen und installiert werden. Zudem baut ein Wiki auf dem Prinzip der Selbstorganisation auf. Es liegt daher der Schluss nahe, dass die Implementierung eines Wikis in einem Unternehmen mit relativ geringen Kosten und Aufwand verbunden ist. Diese Einschätzung ist so nicht zu halten. Weiterlesen

Semantische Wikis und ihr Einsatz im Unternehmen. Ein Interview.

Sie lesen einen Text und verstehen sofort, dass „Franz“ ein Vorname ist. Ein Computer hat bei derselben Aufgabe Schwierigkeiten: Er kann „Franz“ nicht mit der Bedeutung „das ist ein Vorname“ zusammenbringen. Sie müssen dem Begriff „Franz“ schon noch die Information mitgeben, dass es sich hier um einen Vornamen handelt. Stellen Sie sich vor, alle Dokumente im Web hätten diese Zusatzinformationen: Sie könnten die gewünschten Inhalte viel besser finden und vor allem viel besser auswerten.

Das ist sehr vereinfacht gesagt, die Grundidee des „semantischen Webs„. Es gibt zahlreiche Projekte, die das World Wide Web in ein semantisches Web weiterentwickeln wollen. Um die Wikipedia-Software MediaWiki hat sich dazu eine besonders aktive Entwicklercommunity gebildet. Eines der Projekte, das freie SemanticMediaWiki, gehört zu den Vorreitern der Entwicklung. Aus diesem Umfeld entstehen  auch zahlreiche Anwendungen für Unternehmen. Wir sprachen mit unserem Partner Alexander Gesinn von gesinn.it über praktische Einsatzmöglichkeiten und Erfahrungen.

Wikiartikel mit semantischen Annotationen - in der rechten Informationsbox.
Wikiartikel mit semantischen Annotationen – in der rechten Informationsbox.

Warum sollte ich ein semantisches Wiki nutzen?

Grundsätzlich geht es um die Entlastung der sogenannten Informationsarbeiter, also den Menschen, die den Hauptteil Ihrer Arbeitszeit den Computer nutzen. Wer kämpft nicht mit Unmengen an E-Mails, der Suche in Archiven und Ordnerstrukturen oder ärgert sich über notwendige Umformatierung vorhandener Informationen? Während traditionelle Wikis nur Texte enthalten, die Computer weder verstehen noch auswerten können, fügen semantische Wikis über eine formularbasierte Eingabe automatisch semantische Annotationen hinzu. Diese semantischen Annotationen machen es dem Computer möglich, uns bei der Beantwortung unserer Fragen zu unterstützen und Fakten zu verarbeiten. Das bedeutet bessere Suchergebnisse, automatisch aktualisierte Tabellen, Grafiken, Texte, und Vernetzung von Informationen. Ein semantisches Wiki speichert zusätzlich zu den Textinformationen strukturierte Daten ab – ähnlich einer Datenbank. Weiterlesen