Cebit 2011 oder: A Man has to do what a Man has to do

Klare Rollenbilder und Parties, die aus den spießigen 1950ern stammen könnten.
Klare Rollenbilder und Parties, die aus den spießigen 1950ern stammen könnten.

So. Das war’s mit der Cebit 2011. Technisch mag das 21. Jahrhundert angebrochen sein, von den Geschlechterverhältnissen her befinden wir uns auf der weltgrößten IT-Messe noch in den 1940ern. Das muss einfach mal gesagt werden: Auch nach fünf Jahren habe ich mich noch nicht daran gewöhnt, den (rückschrittlichen) Stand der Emanzipation so gnadenlos vorgehalten zu bekommen.

Natürlich trifft man auf dem Messegelände Frauen. Das ist doch schon mal was (immerhin geht es um Technik!). Schaut man jedoch genauer hin, bewegen sich „die Mädels“ hauptsächlich im „unteren“ Servicebereich: Entweder sie schenken im adretten Stewardesskleidchen ihren ach so wichtigen Kollegen Kaffee aus oder sie lassen sich in irgendwelche vulgären Bunnykostümchen stecken um nicht minder bescheuerte Werbeartikel an die Herren Krawattenträger zu verteilen. Diese genießen es sichtlich, dermaßen begehrt zu sein: Hier ist die Welt halt noch in Ordnung. Weiterlesen

Eigenschaften, Unterschiede und Grundfunktionen von sozialen Online-Netzwerken

Online-Netzwerke unterscheiden sich vor allem anhand der Realisierung der Grundfunktionen und dem zusätzlichen Featureangebot. Vor allem Freundschafts- oder Businessnetzwerken können so unterschieden werden. Eine alternative Einteilung der Grundfunktionen finden Sie bei Richter und Koch (2008).

1. Zugang zum Netzwerk

Registrierungsformular bei facebook
Registrierungsformular bei facebook

Interessierte können sich über eine einfache Online-Registrierung anmelden. Sie benötigen dazu lediglich eine E-Mail-Adresse, die es dann zu verifizieren gilt. Aber auch durch die Empfehlung oder Einladung eines bereits registrierten Nutzers, kann man auf das Netzwerk aufmerksam gemacht werden. Möglich ist weiterhin, dass der Betreiber des Netzwerkes eine spezielle Einladung verschickt, dies gilt z. B. für Expertennetzwerke. Um große Mitgliederzahlen zu erreichen, sollen die Einstiegshürden so gering wie möglich gehalten werden. Viele Nutzer werden von bereits registrierten Mitgliedern geworben, deshalb versucht man diese Art der Rekrutierung durch besondere Angebote, etwa bequeme Einladungsfunktionen, zu unterstützen. Die Nutzung der freundschaftlichen Netzwerke ist meistens kostenlos, Business Networks bewerben kostenpflichtige Premiummitgliedschaften die besondere Privilegien bei der Nutzung von Funktionen (Suchfunktion) genießen. Weiterlesen

ISO 9001 Qualitätsmanagement mit MediaWiki – Ein Erfahrungsbericht der BerlinApotheke

Die BerlinApotheke ist ein Verbund aus vier Apotheken in Berlin.
Wachsende Aufträge, Kundenzahlen und eine wachsende Anzahl von Beschäftigten, die sich untereinander nicht mehr kannten, erforderten eine Neustrukturierung der Aufgaben- und Kompetenzbereiche.

Wiki wird zentrale Wissensplattform unserer Filialen

Das für die Neustrukturierung eingeführte Content Management System erwies sich bald als unpraktisch. Die BerlinApotheke etablierte schließlich auf Basis der Software MediaWiki eine allgemeine Wissensplattform. Mit dem Wiki ließen sich jetzt die Workflows dynamisch optimieren. Der offene Prozess der Wissenssammlung im Wiki machte die Unternehmensorganisation transparent und förderte die interne Kommunikation. Weiterlesen

BlueSpice for MediaWiki basic 2.0 – Missionstatement und Erweiterungen

Schnell, optimal ausgestattet und benutzerfreundlich.
Mit dem BlueSpice- Framework macht MediaWiki einen großen
Sprung – und die freien Entwickler verdienen künftig mit.

 

The Free world

MediaWiki ist Power: Ob Non-Profit-Organisation oder mittelständisches Unternehmen: Sie alle profitieren täglich von der Wikipedia-Software.

Mit BlueSpice for MediaWiki machen wir dieses Wiki noch benutzerfreundlicher. Die Software erhält viele neue Erweiterungen: Vom  WYSIWYG-Editor über eine Administrationsoberfläche mit Benutzerverwaltung bis hin zur Suchmaschine Lucene.  Außerdem kann MediaWiki künftig leichter gewartet und an andere Anwendungen (z.B. SharePoint oder ELGG) angebunden werden. Weiterlesen

Facebook – Ein exemplarischer Sonderfall

Der Aufstieg von Facebook zum weltweit größten Social-Network-Anbieter ist ein interessantes Phänomen.

Mark Zuckerberg (E. und P. Chan, Creative Commons)
Mark Zuckerberg (E. und P. Chan, Creative Commons)

Frühjahr 2004 kann als die Geburtsstunde von facebook angesehen werden. Ursprünglich wurde es von Studenten für Studenten an der Harvard University entwickelt. Mark Zuckerberg als Initiator des Projektes, das seit Mitte 2006 Verbreitung über die ganze Welt und in mehreren Sprachen fand, ist heute mehrfacher Milliardär.

Ähnlich der Online-Enzyklopädie Wikipedia nimmt Facebook eine gewisse Sonderrolle ein und dient zugleich als allgemeines Beispiel für Chancen wie Risiken von Social Networks. Grundsätzlich wird mit Facebook die Etablierung von OSN als Massenmedium verbunden – zumindest in Deutschland.

Das liegt nicht zuletzt an der Software selbst. Weiterlesen

Online Social Networks: Merkmale und prominente Beispiele

Soziale Online-Netzwerke, auch als Social-Network-Dienste (SND) oder Online Social Networks (OSN) bekannt, haben es sich zum Ziel gesetzt, Freundes- und Bekanntenkreise ebenso wie Geschäftspartner miteinander zu verbinden. Der Mensch und seine Beziehungen sind zentral und so sind bei Social Networks Menschen gleichzeitig Mittel und Inhalt der Anwendung. Die meisten unterscheiden sich untereinander durch „Class“, „Age“ oder „Culture“.

Merkmale:

  • socialnetwork-struktur-farbigRegistrierung erforderlich,
  • Profilseiten mit Interessen und Tätigkeiten,
  • Daten liegen hauptsächlich in strukturierter Form vor,
  • Beziehungen zu anderen Menschen werden dargestellt,
  • Bekanntschaften über die sprichwörtlichen »fünf Ecken« werden nachvollziehbar gemacht und
  • starker Bezug zu realen Sozialbindungen.

Social Networking Dienste sind eigentlich schon lange bekannt. Bereits 1997 kam Sixdegrees als erstes Social Networking Angebot auf den Markt, wurde aber nach vier Jahren verkauft und stellte seinen Dienst im Jahre 2001 ein.
Kurz danach starteten die großen, erfolgreichen Netzwerke wie Tribe und LinkedIn und sammelten in Kürze Millionen von Mitgliedern.

Doch wie entstehen digitale soziale Netzwerke? Das Schneeballsystem kann Erklärung bieten: Weiterlesen

Bericht KnowTech 2010

Für die Hallo Welt! war es dieses Jahr vom 15.-16.09.2010  in Bad Homburg die erste KnowTech.DSC_07142

Wir haben uns gleich mal als Sponsor probiert und konnten neben etwa zehn weiteren Ausstellern uns selbst als Coaching-Team für Enterprise 2.0 -Projekte und unser blue spice for MediaWiki als Wissenstool präsentieren. Leider traten gleich zu Beginn die üblichen WLAN-Probleme auf. Zu wenige offene Ports verhinderten zunächst den Zugang ins Internet, aber nach einigen Stunden konnte das behoben werden.

Von den etwa 400 Besuchern waren bestimmt 70% direkt mit dem Thema Wissensmanagement beschäftigt oder intensiv vertraut. So ergaben sich einige interessante Gespräche mit zahlreichen Facetten rund um das Gebiet Wissensorganisation und Umgang mit Informationen. Weiterlesen

BlueSpice- Projekttag: MediaWiki Distribution als Chance oder Fiktion?

Samstag,11.09.2010. Dicker Nebel wabert durch die Straßen Regensburgs. Trotzdem wagen sich schon am Morgen einige Ortsfremde nach draußen, um ihren Bestimmungsort für diesen Tag zu begutachten. Welcher Ort das ist? Die Untere Bachgasse 15. Wer sie sind? Geladene Gäste. Wohin sie wollen? Zum BlueSpice – Projekttag.

Ausgewählte Bekannte und Freunde der Hallo Welt! wurden eingeladen, um das neue „BlueSpice for MediaWIki“ genauer unter die Lupe zu nehmen. BlueSpice ist unser aktuelles Projekt, um aus einem MediaWiki ein businesstaugliches Firmenwiki zu machen. Erweiterungen und Designanpassungen sollen das Arbeiten mit dem Wiki erleichtern und Einstiegshürden minimieren.  Das besondere an der Sache: BlueSpice wird ebenso wie die Basissoftware MediaWiki als freie Open Source Software verfügbar sein.  Zwei Versionen soll es geben: basic, eine abgespeckte Version, damit auch Vereine etc. mit einem Wiki arbeiten können und fully featured, auf Unternehmen hin optimiert.

Doch zurück zum Projekttag: er begann mit einem gemütlichen Zusammenfinden
DSC30621und den ersten Litern Kaffee, um mit Schwung in den Tag starten zu können. Nach einer kleinen Vorstellungsrunde gings auch schon los mit einer kurzen Präsentation  von BlueSpice. Ziele, aktueller Stand und Technikgrundlagen sollten einen ersten Einblick in das Wiki gewähren. Danach erhielten die Teilnehmer einen kleinen Leitfaden und konnten (und sollten) das Wiki auf Herz und Nieren testen. Die Männer legten voller Begeisterung los. Die Stimmung wechselte zwischen konzentrierter Stille und interessierten Diskussionen. Immer wieder hörte man ein überraschtes „Häh?!“ oder ein begeistertes „cool!“, gelegentlich auch ein „Mist!“.  Alles in allem waren die Teilnehmer sehr angetan von unserem Wiki,  und einer schien sogar so begeistert, dass er gleich den Blog geklaut hatte.

Das Feedback ergab viele hilfreiche Anregungen bezüglich des Designs, zusätzlichen Funktionen und Optimierung vorhandener Funktionen. Die Tipps bezüglich Microblogging, und generell Qualitäts- und vor allem Kommunikationssteigerung fielen bei uns auf fruchtbaren Boden. Natürlich lief beim Bearbeiten des Testauftrags nicht alles glatt, und so fanden einige Bugs ihren Weg ans Tageslicht unserer beta-Version. In den nächsten Wochen werden also die Finger unsrer Programmierer wundgetippt, um möglichst bald eine fertige basic-Version von BlueSpice herausbringen zu können.

Besonderen Anklang fand im Übrigen unsere Shoutbox,  ebenso der hinsichtlich Übersicht optimierte Adminbereich, und auch unsere Facettensuche erhielt ein großes Lob.

Nach einem reichlichen Mittagsessen startete der zweite Teil des Projekttages. Nun wurde das Geschäftsmodell von blue spice diskutiert. Besonders heiße Diskussionen flammten auf, als es darum ging, wie man Programmierer dazu bekommt, sich an dem Projekt zu beteiligen. Eine spannende Sache, die uns noch weiter beschäftigen wird.

Tja, und mir nichts dir nichts, war der Tag auch schon vorbei (fotografisch festgehaltene Eindrücke sind auf flickr zu finden).

Danke an alle Beteiligten, die einen wunderschönen Sonnensamstag für uns geopfert haben, um mit uns ein Projekt zu testen und zu diskutieren, von dem man in nächster Zeit noch viel hören wird.

Wir haben uns sehr gefreut, dass Ihr dabei wart und uns bestätigt habt, dass wir mit BlueSpice for MediaWiki auf dem richtigen Weg sind.

Fazit: blue spice –  heiß diskutiert und scharf getestet!

Enterprise Social Network – ein vergleichender Erfahrungsbericht

ELGG, Just Software, Jive

Social Networks in Unternehmen, das ist häufig noch ein Thema für große Unternehmen. Doch auch mittelständische Unternehmen denken zunehmend darüber nach, mit einem Social Network die Kommunikation im Unternehmen zu beleben und das bisherige „Intranet“, also in der Regel ein Content-Management-System durch eine dynamischere Software abzulösen.

Ihr Ziel ist die Schaffung eines Expertennetzwerkes. Wissen und Informationen sollen schnell im Unternehmen erarbeitet und verteilt werden. Nicht zuletzt will man Unternehmenseinheiten integrieren, Arbeits- und Innovationsprozesse beschleunigen.

Die Anbieter entsprechender Software arbeiten mit dem Versprechen, dass ihre Software natürlich alle Anforderungen des Unternehmens an das „Intranet“ erfüllt werden.  Doch hinter den Lösungen stecken ganz unterschiedliche Philosophien und Zielvorstellungen, die in die Software eingeflossen sind. Das gilt auch für die drei Lösungen, die ich mir systematisch angesehen habe.

  • Jive: Am weitest fortgeschrittene Enterprise-Lösung, in die sehr viel Erfahrung eingeflossen ist. Sie ist mein Maßstab für den professionellen Entwicklungsfortschritt.
  • ELGG ist die führende Open Source Lösung. Ein relativ junges Projekt, das schnell zu einer Art  Standard im freien Bereich wurde.
  • Just Software: Eine aufstrebende Software, die für eine richtige Community (kajoo, heute Opennetworx) entwickelt wurde und so schon zig Tausend Fans gewonnen hat. Weiterlesen

Ohne MOSS nix los? – Microsoft SharePoint Server vs. MediaWiki

Microsoft SharePoint Server vs. MediaWiki
spvswZugegeben – so direkt vergleichen kann man die beiden eigentlich nicht: Der Microsoft SharePoint Server bietet „alles-in-einem“ für die Teamarbeit im Microsoft Office Umfeld, während MediaWiki besonders dafür gedacht ist, gemeinsam webbasierten Content zu erstellen.

Trotzdem lohnt es sich einmal über die Vor- und Nachteile beider nachzudenken. Dabei haben wir drei Punkte unter die Lupe genommen: Weiterlesen