No Wiki is perfect

Mosaik. Biennale Venedig 2009
Mosaik. Biennale Venedig 2009

… und das ist gut so.

Nach zahlreichen Wiki-Anwenderschulungen, die ich im Firmenkontext veranstaltet habe, bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass sich diese Software für Anfänger alles andere als intuitiv erweist. Zwar kennen viele User die Wikipedia, aber eben nur vom „Anschauen“ und „Lesen“. Wenn es darum geht, die aktive Mitarbeit im Wiki zu vermitteln, wird es für den Trainer zum Spießrutenlauf. Kommentare wie „Ich kann meine Seite nicht mehr finden!“, „Meine Änderungen sind verschwunden!“, „Warum muss ich denn so umständlich Tabellen programmieren?“ „In Word geht das viel einfacher!“ stehen auf der Tagesordnung. Weiterlesen

Mehr Kollaboration im MediaWiki

In seiner eben veröffentlichten Studie hat Alexaner Warta untersucht, welchen Einfluss die Wiki-Engine auf die Nutzung hat. Dazu wertete er 110 Unternehmenswikis aus, die mit der Software MediaWiki oder mit Confluence betrieben werden.

Im Ergebnis kann Warta zeigen, dass „die Voraussetzungen für Kollaboration in den untersuchten MediaWikis besser  zu sein“ scheinen. Die MediaWikis hatten mehr Ko-Autoren als die Confluence-Maschinen und in den MediaWikis werden die Artikel besser verlinkt.

Alexander Warta: Über den Einfluss der Wiki-Engine auf die Nutzung von Unternehmenswikis, in: Information Wissenschaft uind Praxis, 4/2009, 245ff.

Geschichtswissenschaft und Web 2.0

Auch die Wissenschaften entdecken die Möglichkeiten der Web 2.0-Welt. Hier ist vor allem für die Sozialwisenschaftler der Weg zu kollaborativen Arbeitsweisen sehr weit. Die einzelnen Fachdisziplinen setzen nach wie vor aus Monografien und die Betonung des Autors. Das hat auch mit dem eisgen Konkurrenzkampf zu tun, in dem die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stehen. Doch für Spezialthemen entwickeln sich auch hier nach und nach Expertenwikis.

Wie Historiker Web 2.0 sinnvoll nutzen können, werden vom 8. bis 10. Oktober Teilnehmer des Geschichtskongresses 2009 in Oberhausen diskutieren.  Richard Heigl macht dort einen Workshop unter den Titel „Geschichte von unten 2.0“. Dort wird erarbeitet, welche Chancen das neue Web für die lokale Geschichtsarbeit bietet, aber auch, welche grundsätzlichen Schwierigkeiten sich ergeben.

Tags drauf findet an der Universität Siegen eine Tagung zu einem ähnlichen Thema statt: „Web 2.0 und Geschichtswissenschaft: ‚Social Networking‘ als Herausforderung und Paradigma“. Wieder wird Richard Heigl zu sehen sein. Dann aber mit einem Vortrag zur Veränderung der wissenschaftlichen Arbeitsweisen durch Web 2.0.

Geschichtskongress
im Oktober 2009

Enterprise 2.0 von Michael Koch und Alexander Richter erschienen

Es ist bereits die zweite Auflage: Das Buch von Koch und Richter richtet sich an jene, die wissen wollen, was Social Software ist und wie diese nutzbringend im (internen) Unternehmenskontext eingesetzt werden kann. Es gibt nicht weniger als 21 Fallbeispiele zu bestaunen.

Eins wurde von Markus Glaser, Martin Mosler und Anja Ebersbach beigesteuert. Es geht um die Herausforderungen mehrsprachiger Wikis in Unternehmen. Ein Thema, das uns hier noch intensiver beschäftigen wird.

Michael Koch/Alexander Richter (Hg.): Enterprise 2.0. Planung, Einführung und erfolgreicher Einsatz von Social Software in Unternehmen, 2. Auflage, München: Oldenbourg Verlag, 2009

Corporate Blogs

Corporate Blogs haben im WWW einen schweren Stand. Nicht zuletzt, weil dort oft nur aus PR-Gründen gebloggt wird und die dort gebotene Information und Motivation die Leserinnen und Leser kalt lässt.

Anders sieht es in den Unternehmen selbst aus.  So wissen wir aus Fallstudien aber auch aus eigenen Erfahrungen, dass Weblogs im Intranet eine wichtige kommunikative Funktion erfüllen. Beispielsweise werden dort Erfahrungen einzelner Unternehmenbereiche ausgetauscht.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Wie Wikis und andere Web 2.0 Anwendungen bewegen sich Blogs an der Grenze zwischen implizitem und explizitem Wissen. Hier werden neue Ideen formuliert, Probleme besprochen und Lösungsvorschläge eingebracht.  Firmeninterne Trends werden erkennbar. Weiterlesen

Start-up is over

Das Projekt Hallo Welt! ist nun bald drei Jahre alt. Die Start-up-Phase ist so langsam vorbei. In der Zwischenzeit hat sich unsere Firma gehörig weiterentwickelt. Über zehn Leute bevölkern das Büro in der Unteren Bachgasse. Was haben die vor? Weiterlesen

Relaunch der Regensburger Verbundklassifikation

Es ist eine Erfolgsgeschichte. Die Regensburger Universitätsbiblithek entwickelt seit 1964 eine Systematik zur Erfassung wissenschaftlicher Buchbestände. Die Systematik legt zum Beispiel fest, dass in jeder Bibliothek, die diesen Standard verwendet, unter dem Kürzel CA bis CI Philosophiebücher zu finden sind, dass unter G Germanistikbücher gesammelt werden usw.

Das Besondere:

  • Die Regensburger Verbundklassifikation (RVK) ist ein freier Standard für Bibliotheken. Es gibt andere Systematiken, deren Verwendung ernsthaft Geld kostet.
  • Dieser Standard wird auch heute noch in Zusammenarbeit weiterentwickelt. Ob hier das Wort „kollaborativ“ so ganz zutrifft, kann der Autor dieser Zeilen nicht sagen. Doch der Ansatz setzt auf Beteiligung und Konsens.

Die RVK hat es bis zu einem Eintrag in der Wikipedia gebracht.

Die Internetseite der RVK wurde in den letzten Wochen von Hallo Welt! gründlich überarbeitet:

  • Es gibt ein neues Design
  • Technisch kommt das Content Management System Joomla! 1.5 zum Einsatz; erweitert um ein nagelneues Joomlawiki.
  • Weiter wurde die RVK-Datenbank angebunden und kann im Joomla! online abgerufen werden.

Die neue Page geht in wenigen Tagen online. Wir wünschen dem Projekt auch noch weiterhin viel Erfolg!

Joomlawiki ist wieder da!

Logo Joomla!
Logo Joomla!

 

UPDATE: Bitte beachten Sie den Hinweis auf den neuen Release für Joomla! 2.5

Hallo Welt! wird das Joomlawiki-Projekt weiterführen. Seit heute gibt es die Integration von MediaWiki 1.15 in Joomla 1.5 wieder zum Download. Als Beta-Version.
Was ist passiert?

  • Das MediaWiki wurde auf die Version 1.15 geupdated
  • Wir haben das Setup angepasst
  • Bei der Installation wird jetzt ein Menü-Eintrag ins Hauptmenü gelegt und das Wiki-Menü so vorkonfiguriert, dass es immer angezeigt wird, wenn man sich innerhalb des Wikis befindet.

Anleitungen finden Sie auf unserer Internetpräsenz.

Kostenlos? Open Source ist nicht gleich Freie Software

Es ist schon ein Trauerspiel. Da trommelt wieder einmal ein Unternehmen aus der IT-Branche für sein Seminar unter dem Titel „Ökonomischer Nutzen von Open Source“. Die Wachsamen werden schon hellhörig. Aber es geht wie schon vermutet weiter:

Immer mehr Unternehmen wenden sich verstärkt Open-Source-Software […] zu, um Kosten erheblich zu senken und gleichzeitig eine zeitgemäße IT Infrastruktur aufzubauen.

Stopp. Das mit der zeitgemäßen IT-Infrastruktur mag ja stimmen. Aber Open-Source ist nicht automatisch umsonst. Das wird zwar immer wieder suggeriert und oft ist eine Open Source Software zugleich auch eine freie Software. Genaugenommen bedeutet Open Source aber nur, dass der Quellcode offengelegt und bearbeitbar ist. Weiterlesen