Cebit 2010 – Die Family trifft sich

Es ist schon fast unglaublich, aber dieses Jahr wird es „unsere“ vierte Cebit. Wir haben letztes Jahr mit der Webciety Area unseren Platz gefunden. Zuvor hatten wir immer Einzelstände – auch nicht verkehrt. Im Jahr 2007 waren wir die einzigen Anbieter auf der Cebit zum Thema Wiki, da war noch viel Trubel, aber es gab bei den Besuchern noch wenig Vorstellungen über die Einsatzmöglichkeiten und wir selbst machten im Hintergrund gerade unsere Erfahrungen mit dem IBM bluepedia-Projekt.

Und 2008 standen wir frustriert in einer Nebengasse, weil direkt gegenüber für ein Forum riesige Vorhänge zur Abschirmung gespannt waren. Es war schlicht zum Davonlaufen: Auf dem Forum wurde über Web 2.0 gesprochen und die andächtig Lauschenden konnten nicht, wie diabolisch von uns ausgeheckt, ihren sanften Blick auf unseren Stand werfen auf dem riesig „Firmenwikis“ stand. Bei uns trafen sich dann eher diejenigen, die mal in Ruhe telefonieren wollten. Und das war auch die Cebit mit dem peinlichen Nachbarn. Ein Rotschopf, der uns unbedingt einreden wollte, dass wir Hostessen bräuchten. Das war ein Elend. Nicht ganz: Wir haben dort Martin Koser (frogpond) kennengelernt. Ja, und Anton Simons vom AW-Wiki. Und viele andere.

Das ist das Alleinstellungsmerkmal der Messe: Dort trifft sich die „Family“ und zwar öfffentlich. Und wie üblich gibt es in der Family Leute, die man schätzt und andere, die man weniger mag. Aber man kann herausfinden, mit wem man auf Dauer Kontakt aufbauen möchte und wer der Richtige für mein Projekt ist. Sofern die Aussteller nicht nur Vertriebler und Hostessen hinschicken. Das ist das eine.

Das andere ist, dass auf der Messe auch wirklich miteinander geredet werden kann. Deswegen ist die Webciety für uns in jeder Hinsicht interessant, weil  Ausstellung, Fachinformation und Gesprächsraum eine Einheit bilden. Wo es einer Messe gelingt, diese drei Elemente für Themen zu organisieren, und das heißt auch, dieses als Erlebnis zu gestalten, hat sie auch kein Problem mit Besucherzahlen.

Das inhaltliche Programm der Webciety organisiert wieder Björn Negelmann von Kongressmedia. Und Hallo Welt! beteiligt sich auch an den Debatten:

Am Mittwoch wird Radovan Kubani im Open Stage „blue note for MediaWiki“ vorstellen. Am Nachmittag diskutiert Markus Glaser „Kollaborative Technologien“. Am Donnerstag darf ich mich zu „Open Business Models“ äußern und Am Samstag schließlich Anja Ebersbach zum Thema „Medienkompetenz für das Web 2.0“. Das werden wir im Überlick noch irgendwann auf unsere Website stellen. Aber man kann es sich ja schon mal vormerken.

SEO Tipp zum CMS Joomla!

Ich denke für Suchmaschinenoptimierer(Innen) könnte die folgende Anleitung zur Optimierung von Joomla! ganz hilfreich sein. Alle die Joomla! bereits etwas genauer angeschaut haben, konnten bestimmt schon feststellen, dass der <h1>-Tag bisher ausschließlich für das Logo (!) reserviert war. Überschriften von Komponenten fangen mit <h2> an.

Mit einer kleinen Ergänzung im Joomla! Code lassen sich die <componentheading> Formatierungen mit <h1> erweitern.

Wechseln Sie in das Verzeichnis Ihrer Joomla! Installation und suchen Sie den Ordner:

WEBSITE-NAME\components\com_content\views\category\tmpl

In der Datei default.php ergänzen Sie den Eintrag <?php echo $this->escape($this->params->get(‚page_title‘)); ?> mit <h1> –>> <h1><?php echo $this->escape($this->params->get(‚page_title‘)); ?></h1>

Der Ordner Views beinhaltet Unterordner für weitere Seitendarstellungen… also einfach mal durchschauen, ob es noch weitere default.php Dateien gibt, die überarbeitet werden sollten. Noch wichtiger ist ein Blick auf das aktive Template. Einige Templates überschreiben diese Einstellungen (z.B. ja purity). Also auf jeden Fall im Templateverzeichnis prüfen, ob sich hier auch default.php Dateien befinden (z.B. WEBSITE-NAME\templates\ja_purity\html\com_content\article )

Und natürlich noch zwei wichtige Hinweise zum Schluss:

  1. Alle Änderungen nehmen Sie auf eigene Verantwortung vor ;o)
  2. …und nicht vergessen: beim nächsten Joomla! Update (und die sind nicht selten) sollten man darauf achten, dass diese Einstellungen nicht überschrieben werden

Viel Erfolg.

Enterprise 2.0 Summit

Nächste Woche ist es wieder soweit: Das Enterprise 2.0 Summit tagt im Frankfurter Le Méridien Parkhotel. Das Team von Björn Negelmann und Thomas Koch hat ein spannendes Programm mit renommierten Referenten zusammengestellt.

Darin zeichnen sich die aktuellen Tendenzen der Diskussionen um Wissensmanagement mit Web 2.0-Technologien ab: Standen vor ein/ zwei Jahren noch technologische Fragen im Vordergrund, so tauschen heute die Unternehmen ihre Erfahrungen aus. Vor allem die Frage nach der Motivation der Nutzer steht heute ganz oben auf der Agenda. Und nicht zuletzt die Kommunikation in Unternehmen mit sehr unterschiedlichen Teilkulturen und Sprachen. Themen, die Hallo Welt! seit Beginn an adressiert. Nun aber lassen sich theoretische Konzepte und unserer Erfahrungen mit der betrieblichen Praxis in den unterschiedlichsten Branchen abgleichen.

Es referiert ein Ensemble internationaler Referentinnen und Referenten.  Ich werde auch hinfahren und in diesem Blog darüber berichten. Nicht zuletzt bin ich auf den Block „E2.0 beyond blogs & wikis: BPM 2.0 & CRM 2.0“ gespannt. Auch für mich ein kleiner Blick über den Tellerrand.

Übrigens mit dem Promoschlüssel e20srh kommen Leser dieses Blogs um 200 Euro günstiger rein 😉

Die Beschaffenheit eines Wiki Pilot Teams

Q: U.S. Navy, Wikimedia Commons, Lizenz: CC
Q: U.S. Navy, Wikimedia Commons, Lizenz: CC

Plaudern wir ein wenig aus dem Web 2.0-Nähkästchen: Der Erfolg eines Projekts hängt nicht zuletzt vom „Pilot Team“ ab, das, um im Bild zu bleiben, die Plattform „zum Fliegen“ bringen soll.

Ein Wiki zum Beispiel. Geht man von einer typischen Wiki-Implementation innerhalb eines Unternehmens aus, so läuft diese in Phasen ab, d.h. die Unternehmensmitarbeiter werden zu bestimmten Projektabschnitten in Gruppen in das Wiki eingeführt, die man wie folgt benennen kann:

Innovators: Hierbei handelt es sich um die Projektinitiatoren, die mit der Untersuchung der Mitarbeiteranforderungen, mit der Auswahl der Software, mit der Beantragung und Freigabe des entsprechenden Budgets und der Projektplanung betraut sind. Abhängig von der Unternehmensgröße, der Reichweite des geplanten Wikis und der Methode des Projektmanagements sind fünf bis zehn Mitarbeiter mit den betriebswirtschaftlichen und organisatorischen Aufgaben des sogenannten Pre-Pilots für ca. ein halbes Jahr (mit unterschiedlicher Arbeitsbelastung) beschäftigt. Die „Haupt“-Verantwortlichen für den Betrieb des Wikis, also die Wissensmanager und ggfs. ihre Assistenten werden essentieller Teil des Pilot Teams.

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Dicke Bretter bohren

Wer die Internetseite von Hallo Welt! sieht, könnte den Eindruck bekommen, dass in Regensburg gerade nicht viel vorwärts geht. Nichts dergleichen: Wir werken gerade viel im Hintergrund.

Aktuell laufen natürlich diverse Kundenprojekte. Daneben bereiten wir zwei größere Eigenprojekte vor: unser Redesign 2010 und den ersten Release von blue note for MediaWiki. Das letztere ist die enterprisetaugliche Erweiterung von MediaWiki. Dazu wird es eine free Version geben. Mit dem Gedanken tragen wir uns ja schon lange. Jetzt wird er endlich Wirklichkeit. Dazu gibt es ein neues Design und neue Funktionalitäten. Auf der Cebit soll blue note präsentiert werden.

Daneben machen wir viel konzeptionelle Arbeit: Nächste Woche wird ein umfangreiches Pflichtenheft fertig und vor wenigen Tagen hatten wir einen zweitägigen Workshop für eine Bedarfsanalyse. Das werden zwei sehr spannende Projekte. In einem Fall geht es um die Bereitstellung von Firmen-Wissen in den Niederlassungen eines Maschinenbauers über den ganzen Globus hinweg. Das andere Projekt ist ein technisches Handbuch eines Versorgungsunternehmens.

Das heißt, es gibt mit Wikis nach wie vor viel zu tun. Und das vorallem in zwei Anwendungsfällen: Wikis als Portale und Wikis als Online-Dokumentationen.

Das klingt für Enterprise 2.0-Erfahrene alles sehr klassisch, aber wir haben nie behauptet, dass Wikis nur ein Hype sind. Die Durchsetzung dieser Technologie in Unternehmen, und das hießt auch immer die Durchsetzung der Web 2.0-Verfahren und Denkweisen, wird noch etliche Jahre beanspruchen. Organisationspolitisch sind da nicht selten sehr dicke Bretter zu bohren. Und da kommt die Medienwerkstatt gerade recht.

knowledgecamp 2009 – Eindrücke aus Karlsruhe

Das erste KnowledgeCamp fand letzte Woche in Karlsruhe statt und hat nicht nur bei mir Lust auf mehr gemacht. Ich unterteile meine Eindrücke mal auf die Organisation und die inhaltlichen Aspekte. Die Veranstalter (Karlheinz Pape und Simon Dückert) haben sich ins Zeug gelegt und eine reibungslose Veranstaltung auf die Beine gestellt. Man war immer gut informiert und kann von der Location bis hin zum Abendevent von einer runden Sache sprechen. Bei den Teilnehmern waren überwiegend barcamp newbies vertreten, aber die Stimmung war dennoch sehr schnell familiär und locker.

Bei den Sessions war eigentlich alles zum Thema Wissensmanagement vertreten. Angefangen von der Selbstorganisation über SCRUM, Kunst und Wissensmanagement, öffentliches Wissen (Stadtwikis) bis hin zur WM Vision 2100!

Es waren meist fünf Slots gleichzeitig belegt, so dass man leider auf einige interessante Themen verzichten musste… hier wäre es schön gewesen über eine Abstimmung Inhalte am zweiten Tag nochmal aufzugreifen.

Natürlich gab es aber auch interessante Erkenntnisse für mich. So kann ich mir gut vorstellen, dass die SCRUM Projektmethode gut zu uns passen könnte. Projekte werden in kleine, handliche Pakete definiert und die Einzelaufgaben werden skizzenhaft verbildlicht. Mit diesen übersichtlichen „Bröckchen“ kann man eigentlich nur noch Erfolge erzielen… wäre ja ne super Sache 😉 Die ganzen Zwischenergebnisse könnte man über Microblogging allen Mitarbeitern verfügbar machen. So erzeugt man ein Informationsrauschen, von dem andere Mitarbeiter profitieren können, wenn dadurch die 1:1 Kommunikation etwas aufgebrochen wird.

Apropos Aufbrechen… in diesem Zusammenhang gab es eine Session die uns über künstlerische Elemente das Mittel der „Dezentrierung“ näher gebracht hat. Wenn man also mal an einer Frage hängt oder einen Gedanken nicht weiterführen kann, sollte man eine Möglichkeit suchen, konstruktive Ablenkung zu finden (Musik, Malerei, Sport, Frühjahrsputz ;-)). Am Ende kommt man zum ursprünglichen Problem zurück und betrachtet es aus einer neuen Perspektive.

Damit komm ich auch wieder zum Anfang zurück… Das KnowledgeCamp hat so einige neue Ideen aufgebracht und meine Spannung auf das #gkc10 gesteigert 😉

IHK Darmstadt: Wikis in Unternehmen

Am 22. September2009 wurde an der IHK Darmstadt Bilanz gezogen: Welche Erfahrungen wurden mit Wikis in Unternehmen gemacht? Welche Konsequenzen sind zu ziehen? Von Firmen wie Merck (Wiki in einer Forschungsabteilung), Voith IS (Wiki mit Social Network) und Fraport (Skywiki) liegen positive Erfahrungsberichte und Ansätze vor. Auch das Wiki-Projekt der IHK Darmstadt ist eine Erfolgsgeschichte. Letztere setzt das Wiki als zentrale Intranetlösung ein.

Tenor der Beiträge war, dass die Einführung eines Wikis eine Managementaufgabe ist, für die Geld und Personal zur Verfügung stehen muss. Perspektivisch sehen wir von Hallo Welt! zwei Entwicklungen:

  • der Schwerpunkt der künftigen Entwicklung wird auf der inhatlichen Arbeit und Prozessorientierung liegen
  • Wissensmanagement wird noch mehr und radikaler  „bottom-up“ organisiert  werden müssen

Das soll jedoch nicht heißen, dass technisch nicht mehr zu tun wäre. Doch die technische Anpassung und Integration folgt immer weniger der Faszination, die von den technischen Spielmöglichkeiten ausgeht, sondern von den Anforderungen des betrieblichen Alltags.

Die Folien gibt es online zum Download.

Single-Sign-On am Active Directory mit Apache und mod_auth_kerb

Viele Netzbürger kennen das Problem: Jede ihrer Lieblingsseiten verlangt von neuem nach ihrer Benutzername-Passwort-Kombination.

Dies gilt analog auch in kleineren Intranets. Bekommt das Netzwerk Zuwachs in Form von neuen Benutzern, wird die Menge an Passwörtern auf den verschiedenen Servern schnell unübersichtlich. Viele Firmen setzen daher auf eine zentrale Benutzerverwaltung mittels Microsofts Active Directory. Das spart nicht nur dem Administrator Zeit und Nerven. Auch der Benutzer muss nicht mehr mit Passwörtern jonglieren, und ist wie durch Zauberhand netzinternen Webseiten und Diensten automatisch mit Namen bekannt.

Administratoren, die den „hauseigenen“ Webserver von Microsoft einsetzen sind hier fein raus: Der IIS arbeitet per Mausklick mit dem Active Directory zusammen. Unsere kurze Anleitung zeigt Ihnen, wie Single-Sign-On auch mit dem Apachen unter Unix klappt.

PDF: SSO_mit_mod_auth_kerb_v3

Kennen Sie Wikibu?

Screenshot Wikibu
Screenshot Wikibu

Bei meinem letzten Aufenthalt an der PH Bern habe ich von der Homepage Wikibu erfahren. Mit dem Projekt von Werner Hartmann vom Zentrum für Bildungsinformatik der PHBern kann man deutsche Wikipedia-Seiten auf ihre Qualität hin prüfen und bewerten lassen.

Die Handhabung ist kinderleicht: Geben Sie einfach den Namen des gewünschten Wikipedia-Artikels in dem angezeigten Formularfeld an. Auf der Basis bestimmter Bewertungskriterien, die man auch auf der Homepage von wikibu selbst nachvollziehen kann, wird dem Artikel eine bestimmte Anzahl an Punkten – maximal 10 – verliehen. Zudem „errechnet“ Wikibu die fünf Hauptautoren des Artikels und zeigt andere Artikel an, an denen sie ebenfalls mitgewirkt haben.

Die Entwickler des Tools, Nando Stöcklin und Michael Hielscher, betonen, dass die Wertung auf rein statistischen Erhebungen beruht und daher eine zusätzliche inhaltliche Prüfung unumgänglich ist. Dennoch ein sehr interessanter Ansatz für das erste Monitoring eines Artikels!

@ Tom Messerli:  Danke für den Tipp! ;o)

Seiten beleben mit Frequenzbringern

Handelsübliche Käsetheke. Q:Wikimedia Commons
Handelsübliche Käsetheke. Q:Wikimedia Commons

In ihrem Supermarkt gibt es eine Fleisch- und Käsetheke oder ein Kühlregal. Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass Sie zu diesen Orten, an denen verderbliche Ware verkauft werden, immer durch den ganzen Laden rennen müssen? Ja? Das ist natürlich Absicht. Im Wirtschaftsjargon nennt man das „Frequenzbringer“. Gemeint sind Waren im Sortiment, die besonders günstig sind („Lockangebote“) oder täglich neu eingekauft werden müssen. Sie werden so platziert, dass man an allen Regalen vorbei muss, und dann auf den ganzen anderen Kram stößt, dessen Kauf eigentlich nicht beabsichtigt war. Ein Frequenzbringer kann aber auch ein Bereich sein, in dem es immer Sonderangebote gibt, denken Sie an die bekannten Discounter. Weiterlesen