Eindrücke von der Wikimania 2010

Q: Ralf Roletschek

Wir predigen es ja die ganze Zeit: Social Web Projekte brauchen ab und an eine Erdung zum echten Leben. Wikipedia und die begleitenden Projekte haben das schon lange erkannt. Und so rief die Wikimedia Foundation zum diesjährigen Treffen der Wikipedianer nach Gdansk, zur Wikimania. Hier geben sich Autoren, Administratoren, Organisatoren, Mitglieder der Foundation, Entwickler, Forscher (die WikiSym Konferenz der ACM war direkt vor der Wikimania) und Anwender die Ehre und disktuieren über Stand und Entwicklung des bedeutendsten Wiki Projekts. Da konnte Hallo Welt! selbstredend nicht fehlen.

Ich machte mich also Freitag nachmittag gespannt auf nach Polen, und, um eins schon vorweg zu nehmen, die Reise hat sich definitv gelohnt. Die drei Tage waren voll mit intensiven Gesprächen, interessanten Erkenntnissen und netten Kontakten. Weiterlesen

PDF-Export für MediaWiki

Update: Bitte beachten Sie auch den neuesten Artikel zum Thema MediaWiki und PDF hier im Blog.

Wissen im Wiki ist wunderbar – aber in einigen Anwendungsfällen ist eine Offline-Version vonnöten. Da ist der Außendienstmitarbeiter, der einen Überblick im ansprechenden Layout präsentieren will, oder der Support-Mitarbeiter, der vor Ort schnell im Handbuch etwas nachschlagen muss, oder aber der Firmenneuling, der sich schon mal in die Firmenprinzipien einlesen soll, während an seinem Arbeitsplatz der Computer aufgesetzt wird.

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Eine neue Website und die Frage: Was wollten wir eigentlich tun?

Man fragt sich ja, ob es irgendjemanden interessiert, warum wir eine neue Webseite kriegen. Andererseits habe ich mich schon oft gefragt, was sich Leute bei Ihrer Webseite so alles gedacht haben und wie sie vorgegangen sind. Das wird ja gern als Firmengeheimnis gehandhabt.

Abschied vom Provisorium

Für uns war die neue Website, die in wenigen Tagen online geht, zunächst nur ein großer Meilenstein in unserem Redesign. Die alte Seite war gut, aber eben eins der berühmten Provisorien, die ewig halten. Vor unserer ersten Cebit 2007 musste einfach schnell eine zweisprachige Seite her. Über Nacht. Jaja. Mit Unternehmerromantik hat das nichts zu tun. Mit Typo3 wurde in wenigen Tagen ein Entwurf von Radovan Kubani aus dem Boden gestampft.

hallowelt.com - noch
hallowelt.com – noch

Zweifellos eine originelle und schöne Seite, aber auf Dauer nicht sinnvoll erweiterbar. Alles sehr bunt. Die Navigation blieb unübersichtlich und man konnte keine Kampagnen organisieren. Die Seite spiegelte uns nicht mehr wieder. Wir hatten uns verändert, die Webseite, unser wichtigstes Aushängeschild, aber nicht. Es war ein Elend.

Naja, so ein wenig in mich hineingeärgert habe ich mich dann doch, weil die augenfällige Ironie unseres Slogans „Einfach alles besser wissen“ immer wieder auf Missverständnisse stieß. Die Businesswelt kann schamlos humorfrei sein.

Planungen

Also wurde neu angesetzt. Die Themen für die Webpage wurden erfasst. Michaela Hanke schrieb ein Storyboard. In heißen Diskussionen an der Kneipen-Theke wurden dann radikale Ideen gesponnen. Aber sie fielen unter den Tisch, weil die unsere Kapazitäten begrenzt sind und mit den radikalen Ansätzen die wesentlichen Verbesserungen nicht erreicht wurden. Wir wollten auf jeden Fall:

  • Eine Schärfung unseres Auftritts und die Reduktion der Stilelemente
  • Einige Stil-Elemente von Hallo Welt! weiterführen (man glaub nicht wie lange man um einen braunen Streifen herumdenkt)
  • Eine einfache und intuitive Navigation
  • So wenig Text wie möglich – die detaillierten Informationen sollen nur noch als PDF zum Download bereitstehen

Nun hatte unsere Hallowiki-Webseite ein geniales Design. Leider konnten wir es nicht weiterführen, weil plötzlich alle Softwareanbieter ungefragt mit Gras daherkamen (wir waren früher dran – ehrlich). Mit Grausen denk ich an den Cebit Stand von SAP, die ernsthaft auf ihren lackweißen und monströsen Messestand mit Gras-Streifen beklebt hatten.

hallowiki.de
hallowiki.de

Und wie das so ist, wenn man an einer Ecke zupft, stürzt auf einmal alles auf einen ein. Wir mussten feststellen, dass Webauftritt und Vertriebspublikationen miteinander harmonisiert werden mussten. Wir brauchten eine neue Verschränkung von innen und außen; also auch hier ein neues Konzept. Dann sollte die Anbindung an die Web 2.0-Welt neu organisiert werden – übrigens keine schlechte Idee für eine Web 2.0 Firma. Und so kamen dann Broschüren mit einem neuen Text- und Designkonzept, das auch auf der Webseite verwendet wurde.

Finale, endlich

Schließlich hat sich Radovan hinter sein Indesign geklemmt. Thomas Lorenz hat ein neues Typo3 aufgesetzt, mit Layout und Funktionalität bestückt; Nathalie Köpff die Inhalte übertragen und Texte geschrieben. Radovan machte den Feinschliff und ich selbst kämpf hier noch mit den letzten Texten. Es ist wirklich schön, in dem Format zu schreiben. Aber es zieht sich, weil die Hallo Welt ja auch ihren inhaltlichen Schwerpunkt verlagert und wir unsere Beratungskompetenzen in den Vordergrund stellen wollen. Das soll alles irgendwie da rein, wo bewusst kein Platz mehr ist. Denn die Nutzer sollen nicht mehr scrollen müssen.

So, und was jetzt dann in den nächsten Tagen zu sehen sein wird, wirkt dann vielleicht sogar unspektakulär. Aber für uns war es ein wichtiger Schritt in der Konzentration auf das Wesentliche. Das können nämlich neue Webprojekte – ob nun Wiki oder Webauftritt – auch sein: Katalysatoren für eine Neuausrichtung und Besinnung auf die Frage: Was wollten wir eigentlich tun?

hallowelt.com - bald
hallowelt.com – bald

Aber im Ernst: Ist doch cool geworden, oder?

Suchergebnisse mit der Facettensuche filtern

Wer suchet, der findet …

… doch was tun, wenn man sich nicht durch eine schier unendliche Liste von Suchergebnissen durcharbeiten will? Oder wenn man noch nicht ganz genau weiß, was man sucht? – Dafür gibt es eine professionelle Lösung, die nun auch Hallo Welt! für MediaWikis anbietet: Die Facettensuche. Mit diesem Suchmechanismus engt man die Ergebnisse nach und nach ein.

Facettensuche
Erweiterte Suche in blue note for MediaWiki. Neben den Ergebnissen der Titelsuche ist links die Facettensuche.
Facetten
Facetten filtern Ergebnisse

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Facebook Account löschen

facebook LogoEin Facebook-Konto ist schnell angelegt, doch so manches Mitglied möchte die Seite für immer verlassen. Gründe für einen solchen Schritt gibt es viele. Einen aktuellen Anlass dafür bietet gerade die umstrittene Datenschutzpolitik von Facebook, die laut Spiegel zum Teil hart an die Grenzen des Bundesdatenschutzgesetzes stößt und diese sogar überschreitet (siehe den Beitrag auf SPIEGEL online).

Bleibt die Frage wie man seinen Facebook-Account löschen kann. Ich mache mich auf die Suche nach der Antwort … Weiterlesen

Eine MediaWiki-Erweiterung für TIFF-Bilder

Unser Projekt mit Wikimedia Deutschland e.V. trägt erste Früchte: Die Erweiterung PagedTiffHandler steht nun zum Download bereit. Dabei handelt es sich um eine Extension, die es möglich macht, TIFF-Bilder in MediaWiki-Artikel einzubinden und anzeigen zu lassen (bisher geht das nur bei JPG, GIF und PNG). Ein besonderes Feature ist die Darstellung von Dateien, die mehrere Bilder enthalten. Manche mögen das aus der Speicherung von Fax-Daten kennen: hier werden die einzelnen Fax-Seiten zu einem TIFF-Bild zusammengefasst. Andere Anwendungsfelder sind Karten der NASA oder Daten aus Archiven. Diese Bilder können mithilfe eines Parameters „page=n“ in Bild-Links gezielt angesprochen werden. Auf der entsprechenden Dateiseite im Wiki ist es auch möglich, durch die Seiten direkt durchzublättern. Wir freuen uns sehr über diese Veröffentlichung und danken der Wikimedia Deutschland für die überaus gute Zusammenarbeit. Über Feedback zum Einsatz der Erweiterung freuen wir uns natürlich ungemein!

Cebit 2010 Rückblick

Auch 2010 war die Hallo Welt! wieder auf der Cebit. Genauer gesagt auf der Webciety.

Anfangs schien es zwar als hätte sich der holprige Weg mit einem etwas zu kleinen Wagen nicht gelohnt, doch schon am zweiten Tag kamen aus allen Ecken Web 2.0 –Interessierte gekrochen, auch wenn es einige Kraft kostete, sie vom Lockruf des Wassers fernzuhalten. Denn neben uns dauerplätscherte der Wasserfall von T-Systems und ließ Botschaften regnen. Das führte einerseits zwar zu Beinahe-Hypnosen , hatte aber auch sein Gutes: Viele Leute blieben stehen und nahmen sich die Zeit sich auf der Webciety ein wenig umzusehen. Weiterlesen

Jugendlichen ist Anerkennung wichtiger als Datenschutz

Mitschnitt vom 27.01.2010 auf B5 aktuell:

Die Grünen-Fraktion im Landtag hat gestern abend die Chancen aber auch die Risiken sogenannter sozialer Netzwerke im Internet ausgelotet. Im Dialog mit Experten ging es dabei darum, Wege zu finden, wie die Medienkompetenz vor allem junger Nutzer gestärkt werden kann.

Twitter, Facebook und StudiVZ – soziale Netzwerke haben gerade bei Jugendlichen einen hohen Stellenwert. Doch recht sorglos gehen die Nutzer oft mit persönlichen Daten um. Fotos von wilden Partys oder durchzechten Nächten werden für jedermann öffentlich sichtbar ins Netz gestellt. Zwar kennen die jugendlichen Nutzer die Risiken allzu großer Freizügigkeit im Netz besser als früher, aber das eigene Verhalten ändern sie trotzdem nicht.

Der Regensburger IT-Trainer Markus Glaser erklärt, warum: „Das hängt damit zusammen, dass der Nutzen, den man aus diesen Netzwerken zieht, sehr hoch ist. Das geht um die eigene Reputation, um die eigene Identität, auch um die Möglichkeit über andere mal was rauszufinden, und dafür nimmt man in Kauf, dass man eben diese Privatsphärenverletzungen erleiden muss.“

Die Medienkompetenz der Nutzer stärken, das ist das Credo der Grünen im Bayerischen Landtag. Denn das Internet vergisst nichts.

„Das Wissen ist eben kein Snapshot“

Forschung und Entwicklung. Q.: Schaeffler Gruppe
Forschung und Entwicklung. Q.: Schaeffler Gruppe

Wie machen sich Wikis in Unternehmen? Bewähren sie sich? Paul Seren, Leiter des Wissensmanagements der Schaeffler Gruppe hat schon vor Jahren ein Unternehmenswiki eingeführt. Es ist heute eines seiner Erfolgsprojekte. Hallo Welt! sprach mit ihm über seine Erfahrungen. Weiterlesen