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Die ersten selbstverwalteten Computernetze

Smaky-100 computer
Rama & Musée Bolo (Own work), Smaky 100 IMG 4149, CeCILL or CC BY-SA 2.0.

Zur Geschichte des Social Webs, Teil 2

Die Idee, Computer für eine zivile Gesellschaft zu nutzen, faszinierte Menschen schon immer. Je mehr sie verstanden wie diese neuen digitalen Werkzeuge funktionierten, wurde darüber nachgedacht wie diese am besten für die Sammlung und Verbreitung von Wissen eingesetzt werden können.

Zentrale vs. dezentrale Organisation

In den 1960er Jahren setzte eine Diskussion über die Vor- und Nachteile zentraler und dezentraler Rechnerarchitekturen ein. Mit dieser Debatte war die Frage verbunden, ob dezentrale und offene Organisationsmodelle zentralistischen Ansätzen überlegen sind – und ob, wie im Falle der RFCs, die Einbindung aller Nutzer in Entscheidungsprozesse nicht zu stabileren Ergebnissen führen würden. In den Auseinandersetzungen zwischen Anhängern des Betriebssystems Linux und Windows wurde dieses Thema ebenso wieder aufgegriffen wie im Zeitalter des Social Webs bezüglich der Vorzüge einer von vielen Nutzern geschriebenen Wikipedia gegenüber einem redaktionell betreuten, gedruckten Lexikon.

Zivile Nutzung durch Privatpersonen

Dieser Diskurs schloss auch eine Diskussion über alternative Nutzungspotenziale des Computers ein. Philosophierten in der Pionierzeit des Computers vor 1960 Einzelpersonen und kleine Kreise über das Verhältnis von Mensch und Computer, so erhielt diese Debatte in den radikalen 1960er Jahren neue Impulse und überhaupt einmal eine soziale Trägerschicht, weil neue gesellschaftliche Gruppen, vor allem Studentinnen und Studenten, mit dem Medium Computer experimentierten und beispielsweise nach 1969 Zugriff auf das ARPANET erhielten. Weiterlesen