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BlueSpice MediaWiki vs. Confluence – Die Wiki-Alternativen (2)

Las Vegas Sportsbook
Überblick behalten mit Firmenwikis. Bild: Las Vegas Sportsbook, Baishampayan Ghos, CC-BY-SA-2.0.

Die Fortsetzung unseres Vergleichs von BlueSpice MediaWiki und Confluence – mit einer kurzen Zusammenfassung.

Im zweiten Teil unseres Vergleichs wenden wir uns mehr den Funktionen im Hintergrund zu, die weniger für den normalen Nutzer als für Powernutzer und Administratoren von Bedeutung sind. (Lesen sie hier Teil 1 unseres Vergleichs).

Datenanalyse

Im Umgang mit Metadaten scheiden sich bei BlueSpice und Confluence durchaus die Geister. Weiterlesen

BlueSpice MediaWiki vs. Confluence – Die Wiki-Alternativen (1)

Germany and Argentina face off in the final of the World Cup 2014 von Danilo Borges/copa2014.gov.br Licença Creative Commons Atribuição 3.0 Brasil [CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons
Wissen teilen: Ein Ziel – unterschiedliche Strategien. Bild: Germany and Argentina face off in the final of the World Cup 2014 von Danilo Borges/copa2014.gov.br, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons
In unserem zweiteiligen Artikel vergleichen wir ausführlich die Wiki-Platzhirschen MediaWiki und Confluence.

Wir hatten schon vor einigen Jahren ein paar Zeilen über MediaWiki und Confluence geschrieben. Dabei ging es um die häufigsten Einwände gegen MediaWiki.

Der damalige Artikel ist immer noch lesenswert und auch weitgehend aktuell. Letztlich war damals die Kernaussage, dass es bei der Tool-Auswahl nicht nur um Features geht, sondern auch um das Konzept der Software. Das ist zeitlos richtig.

Allerdings muss MediaWiki auch den direkten Feature-Vergleich nicht scheuen. Nicht zuletzt mit der Enterprise-Distribution BlueSpice hat sich die Feature-Frage in meinen Augen längst erledigt. Das zeigt auch unsere neueste interne Featurevergleichstabelle, die wir hier veröffentlichen und zum freien Download anbieten:

Die Publikation ist ein guter Anlass, um einmal umfassend und systematisch die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Projekte herauszuarbeiten.

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MediaWiki vs. Confluence? Keine Frage der Features

Confluence vs. MediaWiki
Confluence vs. MediaWiki

Wenn Unternehmen eine professionelle Wikisoftware einsetzen wollen, stehen sie schnell vor der Frage, ob sie sich für MediaWiki oder Confluence entscheiden sollen. Mit Confluence wurde ein Wiki speziell für die Bedürfnisse von Unternehmen entwickelt. MediaWiki ist dagegen für die große Online-Enzyklopädie Wikipedia konzipiert. Mit über 750.000 Downloads im Jahr ist MediaWiki die uneinholbare Standard-Wikisoftware – auch in Unternehmen.

Anhänger von Confluence monierten in der Vergangenheit, dass MediaWiki für Unternehmen nicht wirklich geeignet sei. Und man findet ernsthaft Vergleichsstudien, die ausgerechnet die Erweiterungs- und Anpassungsmöglichkeiten von MediaWiki komplett ausblenden. Dabei ist die Ausbaubarkeit und Anpassungsfähigkeit von MediaWiki ein wesentliches Merkmal der Software. Allein die Projektseite MediaWiki.org listet über 1.800 Extensions.
Und seit der Veröffentlichung von BlueSpice gibt es eine komplette freie Enterprise-Distribution für kommerzielle Nutzer, die individuell mit Modulen ausgebaut werden kann.

Nur um zu zeigen, wie MediaWiki als Unternehmenslösung tatsächlich dasteht, habe ich einmal die häufigsten Einwände gegen MediaWiki gesammelt und kommentiert.

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Eine gute Nachricht: Das Buch „Enterprise Wikis“von Seibert, Preuss und Rauer

Endlich mal wieder ein Wiki-Buch! Nach unzähligen „Alle wichtigen Social Media-Anwendungen und wie man’s richtig macht in 200 Seiten“-Werken präsentieren die Autoren ein Buch, das sich dediziert mit der Einführung von Wikis im Unternehmenskontext beschäftigt.  Man hat es also mit Experten zu tun, die – wie sie selber schreiben –  schon über zweihundert Wiki-Projekte in Firmen geleitet haben.

Eines dieser Projekte (oder eine Mischung aus mehreren?) wird im Buch als Muster durchexerziert: Von der Entscheidungsfindung bis hin zur Pflege des Wikis wird die fiktive Capitol AG (übrigens: heute startet die neue Stromberg-Staffel) bei der Implementierung ihrer neuen Wissensmanagementplattform begleitet. Demnach ist das Buch in folgende Teile gegliedert:

  • Unternehmenskommunikation: Wie ein Wiki Unternehmen verändert
  • Technologische Aspekte der Wiki-Einführung und eine skeptische IT-Abteilung
  • Organisatorische und kulturelle Aspekte
  • Wiki-Nutzung ankurbeln

Die Hauptrollen spielen die Autoren selbst und als Mitarbeiter der Capitol AG so genannte „Personas“ , typische Charaktere, die sicherlich schon jedem im Arbeitsalltag begegnet sind, wie zum Beispiel Marc Microsoft oder Gerd Gebichnichther.

Die locker erzählte Geschichte ist flüssig zu lesen – ich habe im Urlaub zwei Tage dazu gebraucht – und wird immer wieder sowohl mit theoretischem als auch mit praktischem Fachwissen gespickt. So werden z. B. 111 Gründe für ein Enterprise-Wiki aufgelistet oder Bezüge zu relevanten Studien hergestellt.

Obwohl es ein Kapitel gibt, das sich mit der Technik des Wikis auseinandersetzt, handelt es sich nicht um eine Bedienungsanleitung für eine bestimmte Wiki-Software. Die Autoren versuchen weitestgehend zu abstrahieren, was ihnen jedoch nicht in Gänze gelingt. Sowohl die Wahl der Begrifflichkeiten und der empfohlenen Plugins als auch das Wiki-Symbol in den Infografiken und das ständige Hadern mit der Wikipedia (ist sie nun ein gutes Vorbild für ein Firmenwiki oder nicht?) machen klar: Hier dreht es sich um Confluence. Dadurch nimmt der Ratgeber aber keinen Schaden, die Tipps und Tricks lassen sich auch auf andere Wiki-Systeme übertragen.

Bezüglich der Zielgruppe muss ich den Angaben des Klappentextes etwas widersprechen.  Für „Ernst Entscheider“ und „Nina Nochniegemacht“ ist das Buch garantiert eine großartige Einführung, die nicht zu tief ins Detail geht und einen guten Überblick bietet.  Für Berater und erfahrene Wikianer jedoch, die selbst bereits Wiki-Projekte durchlaufen haben und nach weitergehenden Informationen suchen, bleibt das Buch zu stark an der Oberfläche. Aber selbst für diese Gruppe bietet es den Mehrwert einer amüsant geschriebenen Zusammenfassung mit Wiedererkennungseffekt.

Martin Seibert, Sebastian Preuss und Matthias Rauer (2011): Enterprise Wikis – Die erfolgreiche Einführung und Nutzung von Wikis in Unternehmen, Gabler Verlag, Wiesbaden.

 

Mehr Kollaboration im MediaWiki

In seiner eben veröffentlichten Studie hat Alexaner Warta untersucht, welchen Einfluss die Wiki-Engine auf die Nutzung hat. Dazu wertete er 110 Unternehmenswikis aus, die mit der Software MediaWiki oder mit Confluence betrieben werden.

Im Ergebnis kann Warta zeigen, dass „die Voraussetzungen für Kollaboration in den untersuchten MediaWikis besser  zu sein“ scheinen. Die MediaWikis hatten mehr Ko-Autoren als die Confluence-Maschinen und in den MediaWikis werden die Artikel besser verlinkt.

Alexander Warta: Über den Einfluss der Wiki-Engine auf die Nutzung von Unternehmenswikis, in: Information Wissenschaft uind Praxis, 4/2009, 245ff.