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Best Practise: Produkte und Services im Wiki entwickeln

Pinakothek der Moderne
Orientierung in der Produktentwicklung. Foto: Pinakothek der Moderne, München 2004, by: Reinhard Jahn (CC BY-SA 3.0) via Wikimedia Commons.

Ein Wiki ist das zentrale Tool, um Informationen über sich ändernde Produkte und Dienstleistungen zentral, effizient und systematisch zu teilen. Wie geht man vor? Wir haben die wichtigsten Fragen zusammengestellt.

Wenn Unternehmen ihre Dienstleistungen und Produkte weiterentwickeln gibt es viele Fragen, die schnell beantwortet und an die betroffenen Abteilungen und Teams vermittelt werden müssen:

  • Was ist in dem Produkt enthalten?
  • Wie wird das Produkt kalkuliert?
  • Wie unterscheidet sich das Produkt von Konkurrenzprodukten?
  • Gibt es bei der Auslieferung bestimmte Abläufe und Voraussetzungen zu beachten?
  • Wo gibt es Zusatzinformationen über Qualitätsmerkmale oder ähnliche Produkte im Sortiment?
  • Welche Erfahrungen hat man mit diesem Produkt gemacht und wie sollte man es weiterentwickeln?

Vertrieb, Entwicklung, Projektmanagement und Support sind auf möglichst aktuelle Informationen angewiesen, um ihre Aufgabe gut und effizient erledigen zu können.

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go-digital – Jetzt mit uns das neue Förderprogramm nutzen!

LAN-Party
Winter 2004 DreamHack LAN Party, by Toffelginkgo (GFDL, CC-BY-SA-3.0 or CC BY-SA 1.0), via Wikimedia Commons.

Nach einem erfolgreichen Modellversuch im Jahr 2015, der auf Sachsen und das Ruhrgebiet beschränkt war, startete im Juli 2017 das Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie das neue Förderprogramm „go-digital“ bundesweit. Dadurch sollen kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (KMU), einschließlich des Handwerks, befähigt werden, die Digitalisierung ihres Geschäftsalltags voranzutreiben, indem sie kostengünstiger externe Beratungsleistung zur Umsetzung der IT-Projekte in Anspruch nehmen können.

Das Programm umfasst drei Module:

  • IT-Sicherheit,
  • Internet-Marketing und
  • digitalisierte Geschäftsprozesse.

Hallo Welt! ist für die Module „Internet-Marketing“ und „digitalisierte Geschäftsprozesse“ autorisiert worden und unterstützt die Unternehmen von der Analyse und Erstberatung bis hin zur Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen.

Die zu fördernden Unternehmen müssen folgende Kriterien erfüllen:

  • Beschäftigung von weniger als 100 Mitarbeitern,
  • Jahresumsatz oder eine Jahresbilanzsumme des Vorjahres von höchstens 20 Millionen Euro,
  • Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland,
  • Förderfähigkeit nach der De-minimis-Verordnung.

Die Zuwendung wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss in Form einer Anteilsfinanzierung gewährt. Die maximale Anzahl an förderungsfähigen Beratertagen liegt bei 30, es werden 50% des Tagessatzes – der 1.100 Euro nicht überschreiten darf – gefördert.

Kontaktieren Sie uns, wenn Sie von dieser Förderung profitieren wollen. Die Fördermittel stehen erfahrungsgemäß nur begrenzt zur Verfügung.

Tel.: 0941 – 600 80 – 0
E-Mail: sales@hallowelt.com

Agiles Prototyping: “MediaWiki is like a white sheet of paper for data”

MediaWiki ist die Lösung für kollaborative Wissensplattformen. Weniger bekannt ist, dass die Wikipedia-Software auch für die Entwicklung von Prototypen und neuen Plattformen ideal ist.

Markus Glaser hat diesen Zusammenhang auf der diesjährigen Semantic-MediaWiki-Konferenz (SMWCon) klar herausgearbeitet. Hier die Folien des Beitrags.

 

In seinem Vortrag ging Markus Glaser – was ich recht spannend fand – zuerst auf unterschiedliche Formen des Prototypings ein. Im nächsten Schritt zeigte er, was MediaWiki an Funktionalitäten mitbringt. Sinnvoll kombiniert und erweitert lassen sich aus diesen neue und sehr spezifische Anwendungen entwickeln. Dazu liefert MediaWiki bereits einen umfangreichen Werkzeugkoffer, der es erlaubt, schnelle Anpassungen vorzunehmen, ohne komplett neue Funktionalitäten programmieren zu müssen.

Zu nennen sind da ganz sicher die Erweiterungspakete für Semantic MediaWiki, über die sich Metadaten erfassen und abfragen lassen. Das ist sehr sinnvoll, wenn Datenmodelle modelliert oder die Benutzerführung und Bedienelemente noch positioniert werden müssen. BlueSpice liefert natürlich ein ganzes Füllhorn an Optionen. Responsive Skins wie Chameleon sind die Grundlage für schicke Oberflächen. Und mit Lua steht eine Scriptsprache zur Verfügung, mit der sich der Seitenaufbau sehr dynamisch gestalten lässt.

Das bedeutet, dass MediaWiki eine ideale Basis ist, um agil neue Wissensplattformen zu bauen. Die Flexibilität von MediaWiki bringt dabei einen großen Zeit-Vorteil. Man muss kein Programmierer sein, um diese funktionierenden Prototypen bauen zu können, weil vieles bereits mit Bordmitteln bewerkstelligt werden kann. Und so erhält man schon frühzeitig ein funktionierendes System, mit dem man wichtige Erfahrungen sammelt.

Aber trotz der vielen Bordmittel sollten sich angehende Betreiber bewusst sein, dass die Entwicklung einer neuen Wissensplattform immer aufwändig und kostenintensiv bleibt: Planungen, Besprechungen und Anpassungen brauchen Zeit. Nachdem eine Alpha- oder Beta-Version entwickelt ist, müssen einzelne Funktionalitäten professionalisiert und eigenständig programmiert werden.

Man kann grob sagen, dass die Entwicklung eines stabilen Produktivsystems noch einmal so viel Zeit beansprucht, wie die Entwicklung der Beta-Version für die ersten Testnutzer. Allerdings werden die Entwicklungszeit und die Risiken der Entwicklung mit dem Prototyping auf Basis von MediaWiki deutlich reduziert.

„Die Digitalisierung zwingt uns, die Unternehmensorganisation neu zu denken“

By rzv - Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=24295116
By rzv – Own work, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Prof. Dr.-Ing. Hartmut F. Binner ist Vorsitzender der Gesellschaft für Organisation e.V. (gfo) und Geschäftsführer der Prof. Binner Akademie in Hannover. Er gilt als führender Spezialist für das Geschäftsprozessmanagement. Angesichts der Digitalisierung sieht er erheblichen Handlungsbedarf für das Management. Ein Interview.

 

Konzentration auf die horizontale Wertschöpfungskette

Frage: Herr Prof. Binner, Sie sagen, durch die neuen Informationstechnologien wird es zunehmend notwendig, das Businessmodell in Prozessform zu definieren. Warum ist das so? Was hat sich geändert?

Hartmut F. Binner
Prof. Dr.-Ing. Hartmut F. Binner

Prof. Binner: Die neuen Informationstechnologien „Cloud Computing, Big Data, Enterprise Mobility, Social Business“ unterstützen diese Entwicklung durch Ihren Fokus auf die horizontale Wertschöpfungskette.

Tayloristisch ausgerichtete Organisationsstrukturen können aufgrund der ausgeprägten Arbeitsteilung und den vielen daraus resultierenden Schnittstellen mit dem dazugehörigen Spezialistentum und der auftretenden Bürokratisierung nicht den zurzeit ablaufenden dynamischen Veränderungsprozessen durch Globalisierung, Preisdruck, kurze Produktlebenszyklen und steigenden Kundenanforderungen den Ansprüchen an eine wettbewerbsfähige Organisationsstruktur standhalten.

Der notwendige Veränderungsansatz ist eine Neuausrichtung der gesamten Unternehmensentwicklung und -gestaltung entlang der Wertschöpfungskette über Organisations- und Systemgrenzen hinweg.

Der strukturelle Aufbau eines Unternehmens muss sich an den betrieblichen Prozessen orientieren. Dabei erfolgt eine Schwerpunktverlagerung des Unternehmensgeschehens vom Abteilungs- und Bereichsdenken hin zum Prozessdenken mit dem Mitarbeiter als Mitdenker und Mittelpunkt der Geschäftsprozesse; dies verbunden mit einem hohen Gestaltungs-, Verantwortungs- und Entscheidungsspielraum. Traditionell gewachsene Bereichs- und Funktionsgrenzen werden zugunsten einer durchgängigen Betrachtung der Prozesse aufgebrochen.

Integration der IT-Einzellösungen

Frage: Unsere Kunden nutzen Wikis sowohl für agile Wissensmanagement- und Dokumentationsplattformen. Aber sie nutzen sie aber auch zunehmend für – redaktionell sehr reglementierte – Betriebs- und Qualitätshandbücher. Man könnte sagen, als vor einigen Jahren Web 2.0 Einzug in die Unternehmen hielt, ging es den Unternehmen um offene Kommunikationsräume für Neues und Innovatives. Aktuell will man den permanenten Veränderungsprozessen und der Informationsflut wieder Herr werden. Machen Sie ebenfalls diese Beobachtung? Gibt es da eine Pendelbewegung? Oder was passiert gerade in der Organisationsentwicklung?

Prof. Binner: Auch die vorhandenen Dokumentenmanagementsysteme (DMS) oder Enterprise Content Management Systeme (ECM) entwickeln sich prozessorientiert im Sinne von Enterprise Information Management weiter. Weiterlesen

Hallo Welt! ist autorisiertes Beratungsunternehmen (go-inno und go-digital)

go-inno-Logo-grünInnovationsberatung

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert mit den BMWi-Innovationsgutscheinen „go-inno“ die Entwicklung von innovativen Produkten und Verfahren. Die Gutscheine decken 50 Prozent der Ausgaben für externe Beratung ab. Die Förderungen des BMWi sind insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) gedacht, um diese in ihrer Innovationsfähigkeit zu unterstützen. Hallo Welt! als autorisierter „go-innovativ“-Berater hilft KMU’s innovative Ideen vorzubereiten und umzusetzen, das bedeutet prüfen und analysieren von Prozessen, Produkten und Geschäftsmodellen. Am Ende steht eine realistische Einschätzungen von Chancen und Risiken, die bei der Umsetzung Ihrer Innovation hilft. Die Innovationsgutscheine werden bundesweit vergeben (hier finden Sie die Voraussetzungen für eine Förderung).

Beratung zur Digitalisierung des Geschäftsalltags

Des Weiteren sind wir auch in dem Modellvorhaben des BMWi „go-digital“ als Beratungsunternehmen autorisiert. Hier werden externe Beratungsleistungen für KMU’s einschließlich Handwerk mit bis zu 75 Prozent gefördert. Hallo Welt! ist in den Modulen „Internet-Marketing“ und „digitalisierte Geschäftsprozesse“ beratend tätig und unterstützt von der Analyse und Erstberatung bis hin zur Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen. Das Modellvorhaben läuft derzeit von 6 (bis 9) Monaten in den Regionen Ruhrgebiet und Sachsen (einschließlich Raum Halle).

Das Web verändert auch die Musikwelt: Gunter Dueck im Interview

Vor wenigen Wochen organisierten wir das kleine Symposion „Freie Noten im Internet!?“ Wer nicht dabei war, hat echt was verpasst. Wir möchten hier im Blog wenigstens ein paar Eindrücke und Inhalte publizieren.

Als erstes hielt der Ex-IBM-Manager und Vordenker der digitalen Gesellschaft Gunter Dueck die Keynote. Dueck ist Mit-Initiator des Musik-Wiki-Projekts der Hallo Welt! – Publishing. Wir haben ihn im Anschluss interviewed, um eine erste Bilanz zu ziehen.

Dueck betont, dass das Netz fantastische Möglichkeiten für diejenigen bereithält, die es nutzen. Es schafft aber auch große Probleme für diejenigen, die bisher die Inhalte bereitgestellt haben. Diese Probleme werden aber auf Dauer so nicht bestehen bleiben. Alle Beteiligte würden jetzt eine schwierige Mutation durchmachen. „Die Berufe arrangieren sich neu“, so Dueck. Und man müsse auch verstehen, dass dieser Wandel für viele schon nicht einfach ist, weil sie ihren Beruf als Heimat verlieren.

Wo die Entwicklung genau hingeht, kann aber auch Gunter Dueck nicht sagen. Wie das Web die Musikwelt genau verändert sei nämlich erst noch herauszukriegen. Dueck sieht darin eine Gestaltungsaufgabe. Und in diesem Gestaltungsprozess gelte es, flexibel zu sein und vor allem die Herangehensweise zu ändern: So würde beispielsweise das Musikwiki zunächst Musiknoten frei ins Internet stellen und die technischen Kinderkrankheiten beseitigen. Dann müsse man aber vor allem schauen, wie das Wiki anderen Leuten weiterhelfen kann. Bereits auf dem Symposion kann man lernen, was gerade gebraucht wird. Es komme jetzt darauf an, ganz genau zuzuhören.

Nur so kann in Duecks Augen ein derartiges Projekt zum Erfolg werden. „Denn letztlich steht und fällt ein Musikwiki mit der Mitarbeit“. Ideal wäre eine Plattform, die ein Anlaufspunkt für Enthusiasten sein kann. Dueck hofft, dass es den Initiatoren gelingt, den Ton zu treffen.

Das Neue und seine Feinde

Ob man ein neues Unternehmen oder Projekt startet, egal ob in einem kleinen Unternehmen oder in einem sehr großen, Gunter Dueck zeigt in diesem Vortrag ein paar Fallstricke auf und liefert einen kurzweiligen Überblick über die Themen seines neuen Buches.