Browse Tag by Wiki

BlueSpice MediaWiki vs. Confluence – Die Wiki-Alternativen (2)

Las Vegas Sportsbook
Überblick behalten mit Firmenwikis. Bild: Las Vegas Sportsbook, Baishampayan Ghos, CC-BY-SA-2.0.

Die Fortsetzung unseres Vergleichs von BlueSpice MediaWiki und Confluence – mit einer kurzen Zusammenfassung.

Im zweiten Teil unseres Vergleichs wenden wir uns mehr den Funktionen im Hintergrund zu, die weniger für den normalen Nutzer als für Powernutzer und Administratoren von Bedeutung sind. (Lesen sie hier Teil 1 unseres Vergleichs).

Datenanalyse

Im Umgang mit Metadaten scheiden sich bei BlueSpice und Confluence durchaus die Geister. Weiterlesen

BlueSpice MediaWiki vs. Confluence – Die Wiki-Alternativen (1)

Germany and Argentina face off in the final of the World Cup 2014 von Danilo Borges/copa2014.gov.br Licença Creative Commons Atribuição 3.0 Brasil [CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons
Wissen teilen: Ein Ziel – unterschiedliche Strategien. Bild: Germany and Argentina face off in the final of the World Cup 2014 von Danilo Borges/copa2014.gov.br, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons
In unserem zweiteiligen Artikel vergleichen wir ausführlich die Wiki-Platzhirschen MediaWiki und Confluence.

Wir hatten schon vor einigen Jahren ein paar Zeilen über MediaWiki und Confluence geschrieben. Dabei ging es um die häufigsten Einwände gegen MediaWiki.

Der damalige Artikel ist immer noch lesenswert und auch weitgehend aktuell. Letztlich war damals die Kernaussage, dass es bei der Tool-Auswahl nicht nur um Features geht, sondern auch um das Konzept der Software. Das ist zeitlos richtig.

Allerdings muss MediaWiki auch den direkten Feature-Vergleich nicht scheuen. Nicht zuletzt mit der Enterprise-Distribution BlueSpice hat sich die Feature-Frage in meinen Augen längst erledigt. Das zeigt auch unsere neueste interne Featurevergleichstabelle, die wir hier veröffentlichen und zum freien Download anbieten:

Die Publikation ist ein guter Anlass, um einmal umfassend und systematisch die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Projekte herauszuarbeiten.

Weiterlesen

Metadaten: Die neuen Herausforderungen für Wiki-Suchmaschinen

The word Metadata in Wikidata Morse code
Daniel Mietchen, The word Metadata in Wikidata Morse code, CC0, via Wikimedia Commons

Früher war alles ganz einfach: Datenbankabfragen für strukturierte Daten und Volltextsuchen hat man getrennt konzipiert. Doch das ist Geschichte. In den neuen Suchmaschinen lassen sich Metadaten sehr viel gezielter suchen. Mit diesen neuen Möglichkeiten verschwimmen die Unterschiede zwischen einer Datenbankabfrage und einer Suche. Was bedeutet das für die technologische Entwicklung von Wikis?

Verknüpfte Abfragen

In meinem letzten Blogbeitrag hatte ich geschrieben, dass die Suchmaschinen in Wikis alle durchsuchbaren Inhalte im Volltext indexieren. Metadaten wie Kategorien oder Autoren werden ergänzend erfasst und sind damit durchsuchbar. Mit Semantic steigt die Anzahl der erfassbaren Metadaten dramatisch.

Die Indexierung von semantischen Informationen ist aber noch keine semantische Suche.  Wenn im Semantic-MediaWiki-Kontext von semantischem Suchen gesprochen wird, ist in der Regel gemeint, dass verknüpfte Abfragen möglich sind. Ein Beispiel für eine so verstandene semantische Suche wäre: “Gib mir alle Bürgermeister aus New York nach 1971”. In einer klassischen Stichwortsuche kann man dagegen nur nach “Bürgermeister” oder nach “New York” oder nach “Bürgermeister von New York” suchen.

Echte Semantik und Reasoning

Dazu muss man sagen, Semantic MediaWiki ist heute eine vergleichsweise einfache Anreicherung von Inhalten mit Metadaten. Die Semantic würde dann eine Rolle spielen, wenn man daraus mit höheren Formalismen ein sogenanntes “Reasoning” betreibt. Also nach Beziehungen zu suchen, die über mehrere Ecken gehen.
Ein Beispiel für Reasoning ist: “Ich bin der Vater von David und der Peter ist mein Vater. Was ist nun das Verhältnis von Peter zu David?”. Echte Semantik könnte solche Verknüpfungen über mehrere Ecken machen. Man kann auch in Semantic MediaWiki solche Verknüpfungen über den SPARQL-Abfrageformalismus abbilden. Das kann eine Stichwort-Suche nicht. Weiterlesen

Agiles Prototyping: “MediaWiki is like a white sheet of paper for data”

MediaWiki ist die Lösung für kollaborative Wissensplattformen. Weniger bekannt ist, dass die Wikipedia-Software auch für die Entwicklung von Prototypen und neuen Plattformen ideal ist.

Markus Glaser hat diesen Zusammenhang auf der diesjährigen Semantic-MediaWiki-Konferenz (SMWCon) klar herausgearbeitet. Hier die Folien des Beitrags.

 

In seinem Vortrag ging Markus Glaser – was ich recht spannend fand – zuerst auf unterschiedliche Formen des Prototypings ein. Im nächsten Schritt zeigte er, was MediaWiki an Funktionalitäten mitbringt. Sinnvoll kombiniert und erweitert lassen sich aus diesen neue und sehr spezifische Anwendungen entwickeln. Dazu liefert MediaWiki bereits einen umfangreichen Werkzeugkoffer, der es erlaubt, schnelle Anpassungen vorzunehmen, ohne komplett neue Funktionalitäten programmieren zu müssen.

Zu nennen sind da ganz sicher die Erweiterungspakete für Semantic MediaWiki, über die sich Metadaten erfassen und abfragen lassen. Das ist sehr sinnvoll, wenn Datenmodelle modelliert oder die Benutzerführung und Bedienelemente noch positioniert werden müssen. BlueSpice liefert natürlich ein ganzes Füllhorn an Optionen. Responsive Skins wie Chameleon sind die Grundlage für schicke Oberflächen. Und mit Lua steht eine Scriptsprache zur Verfügung, mit der sich der Seitenaufbau sehr dynamisch gestalten lässt.

Das bedeutet, dass MediaWiki eine ideale Basis ist, um agil neue Wissensplattformen zu bauen. Die Flexibilität von MediaWiki bringt dabei einen großen Zeit-Vorteil. Man muss kein Programmierer sein, um diese funktionierenden Prototypen bauen zu können, weil vieles bereits mit Bordmitteln bewerkstelligt werden kann. Und so erhält man schon frühzeitig ein funktionierendes System, mit dem man wichtige Erfahrungen sammelt.

Aber trotz der vielen Bordmittel sollten sich angehende Betreiber bewusst sein, dass die Entwicklung einer neuen Wissensplattform immer aufwändig und kostenintensiv bleibt: Planungen, Besprechungen und Anpassungen brauchen Zeit. Nachdem eine Alpha- oder Beta-Version entwickelt ist, müssen einzelne Funktionalitäten professionalisiert und eigenständig programmiert werden.

Man kann grob sagen, dass die Entwicklung eines stabilen Produktivsystems noch einmal so viel Zeit beansprucht, wie die Entwicklung der Beta-Version für die ersten Testnutzer. Allerdings werden die Entwicklungszeit und die Risiken der Entwicklung mit dem Prototyping auf Basis von MediaWiki deutlich reduziert.

Im Gespräch mit der IHK Regensburg – ein Wiki zur internen Kommunikation und online Dokumentation

IHK Regensburg
Standort der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim.
IHK_Logo Rgbg_4c Oberpfalz-Kelheim-180px „Das ist eine Superfunktion, die zeig ich den anderen auch.“

Dr. Christian Götz ist Abteilungsleiter für Presse und Öffentlichkeit der IHK Regensburg. Vor über sechs Jahren hatte er die geniale Idee an der IHK Regensburg ein internes Firmenwiki als Kommunikations- und Wissensplattform einzuführen. Seitdem hat er es geschafft, viele Kollegen und Kolleginnen für das Wiki zu begeistern, unter anderem auch Frau Annabell Alexander und Frau Petra Martensen. Die drei erzählen uns von ihren Erfahrungen und Herausforderungen seit der Einführung des Wikis im Jahr 2010.

Wer sind Sie eigentlich?

Die Industrie- und Handelskammer Regensburg für Oberpfalz und Kelheim, kurz IHK Regensburg, ist eine Körperschaft des Öffentlichen Rechts. Die IHK Regensburg erfüllt aber nicht nur die vom Gesetzgeber übertragenen Aufgaben, sondern bietet vor allem Serviceleistungen für Unternehmen und Gewerbetreibende. Sie vertritt das Interesse der regionalen Wirtschaft.

Mit Geschäftsstellen in Amberg, Cham, Weiden, Neumarkt i.d. OPf., Schwandorf und Kelheim hat die IHK Regensburg ca. 79.000 Mitgliedsunternehmen und 150 hauptamtliche Mitarbeiter. Fachkräftesicherung mit Schwerpunkt Aus- und Weiterbildung, Standortentwicklung sowie Markterschließung im Ausland sind die Kernthemen der IHK.

Zu welchem Zweck wird das Wiki bei der IHK Regensburg eingesetzt?

Wie Sie sehen, hat die IHK Regensburg sehr viele unterschiedliche Themen- und Aufgabenbereiche und ist dezentral organisiert. Bei einer solchen Aufgabenvielfalt, regionalen Verteilung und Reichweite ist eine optimale flächendeckende Kommunikation und ein gewährleisteter Informationsfluss unabdingbar. Diese Reichweite war einer der Hauptgründe, warum wir uns für ein Wiki als Kommunikations- und Dokumentationsplattform entschieden haben. Weiterlesen

Innovation Gesundheitsplattform


Ein Wiki als interaktives Tool für Organisations- und Personalentwicklung. Besuchen Sie uns auf der Corporate Health Convention.

Nach Angaben des jüngst veröffentlichten DAK-Gesundheitsreports waren 2015 im Durchschnitt täglich 41 von 1.000 Erwerbstätigen krankgeschrieben. Diese Situation drängt Unternehmen zum Handeln. Dafür sind entsprechende präventive Methoden und Werkzeuge erforderlich. Um diesen Bedarf zu erfüllen, hat Woodbridge mit der Unterstützung von Hallo Welt! ein innovatives, interaktives Gesundheitsforum auf der Wiki-Basis entwickelt.

Screenshot Gesundheits-Wiki
Das Gesundheits-Wiki von Woodbridge

Es bietet eine Plattform, die unternehmensübergreifende, präventive Maßnahmen erleichtert und gibt Organisationen die Möglichkeit, ein langfristiges Gesundheitskonzept aufzubauen und in ein bereits bewährtes System zu integrieren.

Eine solches Vorgehen steigert nicht nur die dauerhafte Produktivität der Mitarbeiter und senkt somit die Fehlzeiten und Kosten, sondern verbessert auch die Attraktivität eines Arbeitgebers für neue Fachkräfte. Weiterlesen

Personen- und Mitarbeiterdaten im Wiki verwalten

Wer arbeitet eigentlich bei uns? Und welche Aufgaben und Kompetenzen hat dieser Mitarbeiter?
Wer sind die neuen Mitarbeiter auf dem Gang oder haben die nur von einer anderen Abteilung zu uns gewechselt?

Um diese Fragen zu beantworten, halten viele Unternehmen Stammdaten in einem Authentifizierungssystem vor. Für weitergehende Informationen wie Zuständigkeiten oder Expertise ist dort aber kein Platz. Dabei geht wichtiges Wissen verloren. Das ist ein Problem für Unternehmen mit mehreren Standorten, aber auch schon hemmend für kleinere mit nur 15 Mitarbeitern.

Wiki als Lösung

Größere Unternehmen installieren dann eine Art internes Facebook – ein Social Network. Oder sie parken die Informationen in Portallösungen, die aber oft umständlich gepflegt werden.

Viel einfacher und effizienter ist der Einsatz eines Wikis.
Im Firmen-Wiki, das sowieso schon die zentrale Knowledgebase des Unternehmens ist, liegen auch die Profilinformationen richtig. Die Mitarbeiter

  • kommen schnell an den Kontakt (Telefonnummer, E-Mail) einer Person,
  • sehen Vertretungen (z.B. im Urlaubsfall) auf einen Blick,
  • identifizieren standortübergreifend Ansprechpartner für Themenbereiche.

Vor allem aber können Mitarbeiter, Abteilungen und Arbeitsgruppen Einträge selbst gestalten und erweitern: Die Basisinformationen werden mit etwas Anpassung aus einem zentralen Authentifizierungssystem gezogen und daneben bietet das Wiki viel Platz für Zusatzinformationen.

Wieder ist ein MediaWiki (z. B. BlueSpice mit Semantic-Erweiterungen) die beste Wahl.  Es lassen sich Formulare erstellen, um die Profilinformationen zu verwalten. Jeder Mitarbeiter füllt diese aus und die eingetragenen Informationen können auf der Metaebene zur Verfügung gestellt werden.

Profilinformationen über ein Semantic-Formular eintragen
Profilinformationen über ein Semantic-Formular eintragen

Profilinformationen abfragen und im Wiki darstellen

Egal, ob aus den Informationen eine Telefonliste generiert wird oder eine Liste mit Ansprechpartnern für einen Bereich samt deren Vertreter – alle Informationen, die in den Profilen hinterlegt sind, können nach Bedarf kombiniert, abgefragt und dargestellt werden.

Ein Beispiel: In einer mittelständischen Firma, die über zwei Standorte verteilt ist, wird kurzfristig eine Person gesucht, die am Standort Regensburg ist und sich tiefergehend mit dem CRM auskennt (z. B. Konfiguration von Berichten). Eine entsprechende Abfrage der Metadaten nach dem Standort und der Kompetenz liefert passende Ansprechpartner.

Abfrage von Kompetenzen mit Semantic MediaWiki
Abfrage von Kompetenzen mit Semantic MediaWiki

Das Schöne daran: Die Zeit für die Suche nach Wissen und Ansprechpartnern wird erheblich reduziert, denn das System muss nicht gewechselt werden. Es gibt einen zentralen Ort für Mitarbeiter, nämlich das Wiki, um schnell auf die allgemeine Wissensbasis, Dokumentation, aber eben auch auf das Metawissen über Mitarbeiter zugreifen zu können. Auch für die Einarbeitung neuer Mitarbeiter ist das ein entscheidendes Plus, denn diese können sich selbstständig und in kürzester Zeit alle Informationen beschaffen und Verantwortlichkeiten identifizieren, die sie für einen reibungslosen Einstieg in die Firma benötigen.

Weitergehende Verknüpfungen von Informationen sind dahingehend realisierbar, dass Mitarbeiter einem Projektkalender zugeordnet werden können und neben Kompetenzen und Zuständigkeiten werden Verfügbarkeiten sichtbar.

Ein Wiki als die zentrale Lösung für das Qualitätsmanagement – eine Innovation für Unternehmen

Die Leser dieses Blogs wissen, dass Wikis sehr oft eingesetzt werden, um das Qualitätsmanagement (QM) in Unternehmen zu organisieren. Dass man hier ein Wiki und speziell eine MediaWiki-Lösung einsetzt, hat zahlreiche gute Gründe. Wir möchte in diesem Beitrag ein paar weitere Beispiele bringen, wie man sich das konkret vorstellen kann.

Als technologische Basis nehmen wir wieder unsere MediaWiki Distribution BlueSpice mit den neu dazugekommenen semantischen Erweiterungen, die uns helfen, Metadaten zu verarbeiten. Wir kommen gleich darauf zurück, warum das wichtig ist.

Ausgangslage

Doch zunächst in ein paar kurzen Punkten, welche Probleme wir eigentlich lösen wollen:

  • Doppelablage: Zu verhindern ist, dass mehrere Versionen unserer Prozessbeschreibungen im Unternehmen kursieren
  • Schwere Zugänglichkeit durch Word-Dokumente: Die QM-Dokumente liegen bislang in irgendeinem Fileordner, in einem Dokumentenmanagement-System oder noch in einem Datenbanksyetm wie Lotus Notes und niemand findet die Dokumente oder hat schnellen Zugriff.
  • Nur eine Abteilung kümmert sich darum: Es sind zwar nur wenige für den Prozess zuständig, aber alle die betroffenen Unternehmenseinheiten sollen in die Prozessentwicklung eingebunden werden.
  • Aktualisierung und Pflege ist sehr aufwendig: Die QM-Dokumente durchlaufen einen zu langen Redaktionsprozess, weil Dokumente per Mail an Verantwortliche geschickt werden, die diese erst Tage später bearbeiten, Rückfragen entstehen, der Status unklar ist und zwischenzeitlich auch keine praktikable Übergangslösung publiziert werden kann, um den Betrieb zu sichern.

Was ist zusätzlich für das Qualitätsmanagement entscheidend?

  • Versionierung und Nachverfolgung aller Änderungen (Revisionssicherheit)
  • Freigaben und Berechtigungsmöglichkeiten für Zusammenarbeit und Zugriffsbeschränkungen
  • Überblick über die Prozesse und Querverbindungen innerhalb der Prozesse
  • Zentraler Zugriff und schnell und unkompliziert Änderungen vornehmen

Zentrale Ablage für alle Mitarbeiter jederzeit verfügbar

Wikis erfüllen von Haus aus schon viele Anforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem.

  1.  Sie bieten einen zentralen Ablageort, sodass Doppelablagen vermieden werden.
  2.  Zudem kann online von überall darauf zugegriffen werden.
  3. Über eine State-of-the-art-Volltextsuche (z.B. Apache Lucene) sind die Inhalte schnell und einfach auffindbar.
  4. Die Inhalte lassen sich bei Bedarf von mehreren Abteilungen in Kooperation bearbeitet werden. Dabei stellen Workflows und Freigabemechanismen, sowie die Versionierung der Änderungen sicher, dass die Änderungen beispielsweise den Anforderungen der ISO9001-Zertifizierung entsprechen. Ein Wiki wie BlueSpice bietet eine Auswahl von sehr einfachen bis komplexen Begutachtungs- und Freigabeverfahren, die je nach Unternemenskultur und branchentypischen Anforderungen sinnvoll kombiniert werden können.

Dokumente qualifizieren und verfolgen

Semantische Funktionen bieten dabei einen zusätzlichen Mehrwert.
Technisch gesagt: es lassen sich mit semantischen Attributen wichtige Metadaten eines QM-Dokumentes kennzeichnen.
Einfacher gesagt:  Sie hinterlegen in einem Dokument Zusatzinformationen wie Verfasser, verantwortliche Abteilung, Gültigkeitsangaben u.v.a.m. Und sie können an einer anderen Stelle diese Informationen abfragen: „Gib mir alle Prozessbeschreibungen im Gültigkeitsbereich Deutschland, die den Standort Frankfurt betreffen.“

So erhalten Sie über Querverbindungen einen Überblick über alle für die Fragestellung wichtigen Dokumenten des Qualitätsmanagements, oder Sie können sich eine Überblicksliste mit allen Dokumenten erstellen und diese nach den für Sie wichtigen Kriterien filtern lassen. Ein Klick auf den Dokumentsnamen führt Sie dann direkt zu dem Dokument im Wiki.

Überblick über die QM-Dokumente
Überblick über alle QM-Dokumente

Definieren Sie, wenn Sie das QM-System im Wiki starten, welche Metadaten eines Dokumentes für Sie wichtig sind – zum Beispiel Ersteller des Dokumentes, den Prüfer, den zugehörigen Bereich in der ISO 9001-Norm und ob es ein gelenktes Dokument ist. Diese Informationen erscheinen unterhalb des Textabschnitts des QM-Dokumentes. Weiterlesen

Navigation im Wiki – so geben Sie den Nutzern Orientierung und Struktur

Ein guter Orientierungssinn in der realen Welt hilft in einem Wiki zunächst einmal nichts. Und trotzdem wissen wir, dass Orientierungspunkte und gute Navigationswerkzeuge unerlässlich sind, um zum Ziel zu finden. In Wikis ist daher die Suche eines der wichtigsten Werkzeuge für Nutzer. Aber Administratoren und Wiki-Gärtner können den Nutzern auch mit einer durchdachten Befüllung der bereitgestellten Navigationselemente unter die Arme greifen.

Ist die Basisarbeit mit der Definition von Namensräumen, Kategorien, sowie die Rechtevergabe und ähnliche Strukturierungsarbeit erst einmal erledigt, empfehlen wir daher folgende Bereiche näher zu betrachten, um Ihre Nutzer zielsicher durchs Wiki zu führen:

1. Anlegen der Hauptnavigation

Die Hauptnavigation (allgemeine Navigation) auf der linken Seite ist der rote Faden. Sie spiegelt in groben Zügen wieder, um welche Art von Wiki es sich handelt und wie es am stärksten genutzt wird; denn hier sind die wichtigsten Inhalte für alle User übergreifend verlinkt. Die Einstiegspunkte für Handbücher, Protokolle, Themen oder auch Nachrichten werden in dieser linken Navigationsleiste hinterlegt – je nachdem wo der Schwerpunkt und die Aufmerksamkeit liegen sollen. Auch die Überblicksseiten wichtiger Kategorien sind beliebte Navigationspunkte. Die linke Navigation sollte vor allem auf Seiten innerhalb des Wikis selbst verlinken, so sind es die Nutzer von Seiten im Internet gewohnt.

Linke Navigation eines Dokumentations- und Handbuchwikis
Linke Navigation eines Dokumentations- und Handbuchwikis

Linke Navigation eines öffentlichen Wikis
Linke Navigation eines öffentlichen Wikis

Linke Navigation einer internen Wissensplattform
Linke Navigation einer internen Wissensplattform

Die Entscheidung, was wichtige Themenbereiche sind, kann neben einer konzeptionellen Überlegung auch mit Hilfe von Tools unterstützt werden. z.B. was interessiert die Wiki-Nutzer und welche Seiten rufen sie oft auf. Nutzen Sie hierzu in MediaWiki und BlueSpice Spezialseiten und Werkzeuge z.B.

  • Spezial:Statistik
  • Das Admin Dashboard (Spezial:Admin_Dashboard) und die hier verfügbaren Portlets „Am meisten bearbeitete Seiten“, „Meist aufgerufene Seiten“ und „Meist gesuchte Seiten“.

Weiterlesen

Wissen der Organisation sammeln und verteilen: Wissensmanagement und QM bei der ASIS GmbH – ein Use Case

Teil der Schleifmittelwechselstation von ASIS GmbH
Teil der Schleifmittelwechsel-station von ASIS GmbH

Die Firma ASIS GmbH aus dem schönen Landshut ist im Bereich Automatisierungstechnik tätig. Der Schwerpunkt des Mittelständlers liegt dabei auf der Oberflächentechnik für die Automobilindustrie. So entwickelt und produziert ASIS mit derzeit um die 120 Mitarbeitern u.a. Lackier- und Schleifanlagen.

Ich habe mit Jana Timinger, Technische Redakteurin bei ASIS GmbH, darüber gesprochen, wie sich Wissens- und Qualitätsmanagement u. a. durch das Wachstum der Firma verändert haben.

Frau Timinger, ASIS hat in den letzten Jahren einige Veränderungen durchlebt, welche Herausforderungen sind daraus entstanden?

Wir sind innerhalb von wenigen Jahren von 70 auf 120 Mitarbeiter gewachsen. Zudem haben wir zwei Standorte und viele Mitarbeiter, die viel außer Haus auf Baustellen oder beim Kunden unterwegs sind. Hier ist es immer wieder Thema, wie wir die Zusammenarbeit über die Entfernung hinweg gut organisieren können, zum Beispiel bei Projekten, bei denen Planer mehrerer Standorte zusammenarbeiten. Generell gesagt: wie kriegen alle Mitarbeiter wichtige Informationen regelmäßig mit und wie können Dokumente zentral zugänglich und wieder auffindbar machen? Unsere bisherige Ablagestruktur war hierfür nicht ideal.

Was war der Auslöser, dass Sie sich auf die Suche nach einem System für die Lösung dieser Herausforderungen gemacht haben? Und was waren Ihre Anforderungen an das System?

Anstoß war ursprünglich das Qualitätsmanagement. Dort hatten wir Dokumente in so einer Art Intranet. Das war nicht sonderlich komfortabel und wir waren damit sehr unzufrieden, weil es viel Doppelablage gab und die Dokumente für die Mitarbeiter nicht gut zugänglich waren. Außerdem hatten unsere Fachabteilungen den Wunsch Wissen zentral festhalten zu können, so dass es für alle in der Abteilung, aber auch firmenweit zugänglich ist. Denn Word-Dokumente irgendwo auf dem Server gehen einfach viel zu schnell unter – sie sind kaum noch auffindbar.

Nun findet die ganze Qualitätsmanagement-Dokumentation im Wiki statt und wir haben für die einzelnen Abteilungen Unterportale eingerichtet, in denen die Fachabteilungen relevante Informationen und Neuigkeiten einstellen und hervorheben können.

Das Portal des Qualitätsmanagements im Wiki
Das Portal des Qualitätsmanagements im Wiki

Und wir hatten vorher ein Organisationshandbuch in Word mit firmeninternen Regelungen, Bildern von Mitarbeitern und dergleichen – das ist auch komplett ins Wiki übergegangen.

Die Anforderung an eine neue Lösung war vor allem, dass es leicht zugänglich sein muss für alle, die lesen müssen. Die Wiederauffindbarkeit von Dokumenten und Informationen sollte deutlich besser werden (z. B. durch eine Volltextsuche) und ganz besonders wichtig war auch, dass redundante Datenablage zukünftig verhindert werden sollte. Und wir sollten erreichen, dass alle, die aktiv sein möchten, ohne Hindernisse mitarbeiten können.

ASIS setzt nun seit Sommer 2014 die Wiki-Software BlueSpice ein. Welche Abteilungen sind denn involviert und wer ist für das Wiki und dessen Inhalte verantwortlich? Weiterlesen

  • 1
  • 2